Neues Stadtforum Dresden punktet mit den Attributen: – sehr modern, einladend, schön gestaltet – und freundliche Atmosphäre
Ein epochaler Bau mit seiner asymmetrischen Gebäudekubatur wird das Stadtbild in Zukunft maßgeblich mitprägen und die Innere Altstadt aufwerten
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Es ist vollbracht: Nach dreijähriger Bauzeit ist das Stadtforum Dresden mit einem Tag der offenen Tür eröffnet worden. Der Andrang der Besucher aus Dresden und Umgebung war ein deutliches Zeichen für die Stadtoberen, welchen Stellenwert das Bauen in Dresden hat! Mit Kunststoffpollern, Sprengstoff-Spürhunden und vielen Einsatzkräften sicherte die Polizei die Eröffnung ab. Bevor das Stadtforum mit dem feierlichen Band-Durchschneide-Zeremonie eröffnet wurde, sprach Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (53, FDP) zu dem Besucherpulk vor dem Eingang. Leider war für die übrigen mehr als tausend wartenden Schaulustigen wegen der schlechten Akustik die Ansprache des OBs schwer zu verstehen. Hilbert sprach von „einer neuen Welt der Arbeit in den Verwaltungen, die ins Stadtforum einziehen werden.“
Insgesamt ziehen sechs Ämter wie das Amt für Stadtgrün, das Umweltamt Straßen- und Tiefbauamt, Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft ein – das Bauaufsichtsamt und das Amt für Hochbau sowie die Immobilienverwaltung bleiben von diesem zentralen Platz nur einen Steinwurf entfernt, im Rathaus. Im Stadtforum wird dann nur noch mit elektronischer Akte gearbeitet.“ Weiter führte Hilbert aus: „Dafür muss sich jeder Rathaus-Mitarbeiter im Zeitfenster der Anwesenheit auch seinen Schreibtisch neu buchen. Über Nacht schließt man Akten, die Kaffeetasse oder auch das Familienfoto im nummerierten Schließfach ein. Es gibt keine festen Arbeitsplätze mehr – auch für den OB nicht. Er, so Hilbert, freue sich darauf, jetzt direkt neben seinen Mitarbeitern zu arbeiten. Dadurch wird die Verwaltung schon von der Fläche her effizienter. Und das gemeinsame Arbeiten und die kurzen Wege machen es auch für den Service an der Bürgerschaft effizienter. Wenn etwas neu ist, ist man erst einmal reserviert und ängstlich. „Aber seien Sie neugierig. Wenn Sie sich einmal daran gewöhnt haben, wollen sie es nicht mehr anders“, so Hilbert, der damit die Vorgänge in den Ämtern neu aufstellt und digital ergänzt, und so ein Vorzeige-Projekt für ganz Deutschland präsentiert.

Der Besucherandrang war so groß, dass der Einlass zeitweise gestoppt werden musste und die Warteschlange über den gesamten Vorgangsplatz bis zum Dr. Külz-Ring ging. Geschätzte 30 Minuten Wartezeit mussten Interessierte bewältigen, um überhaupt (auch wegen den Kontrollen am Eingang) den neuen Verwaltungsbau betreten zu können. Gut für die Geschäfte die Wein, Bier und Bratwurst an den Außenständen präsentierten. In der ersten Stunde gab es für alle „Wartenden“ einen Begrüßungssekt und Lukullisches. Die Palucca-Schule tanzte und man hörte klassische Musik, es gab Führungen gegen Eintrag in ein Zeitfenster bei den Stadtvertretern. Nimmt man den Andrang als Maßstab für das Erreichte können die Stadtverantwortlichen stolz auf das Geleistete sein. Das neue Gebäude hat einen charakteristischen, dreischichtigen Fassadenaufbau, der sich in die lokalen architektonischen Werte einfügt und dem Ganzen gleichzeitig einen angenehmen menschlichen Maßstab verleiht mit einem einladenden, allseitigen Charakter sowie drei aus dem Volumen herausgearbeiteten Stadtfenstern. Die Natursteinfassade vermittelt zwischen der Identität des historischen Stadtkerns und den zeitgenössischen Ambitionen der Stadt. Die raumhohen Fenster geben den Blick auf die warmen, hölzernen Innenräume und die großen grünen Wände nach außen frei. Eine dunklere Krone reduziert visuell die Höhe des Volumens. Die Öffnung am Ferdinandplatz stellt einen starken Bezug zum Platz her, während das Fenster an der Nordseite ein einzigartiges Panorama bietet und eine Verbindung zum monumentalen Rathaus auf der Gegenseite herstellt. Ein angehobener grüner Innenhof (das Loch) ist dem Großen Garten zugewandt und spiegelt die grünen Ambitionen der Stadt wider. Das Gesamtergebnis ist eine sorgfältig eingebettete, aber rundum ausdrucksstarke und transparente Umgebung für die Dresdner Bewohner und die Ämter der Stadtverwaltung. Im Herzen von Dresden realisierte ZÜBLIN in einer ARGE mit Dreßler Bau ein architektonisches Highlight, im Auftrag von der KID Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG: Der 33 m hohe Neubau für die Verwaltung der sächsischen Landeshauptstadt wird mit seiner markanten dreigeteilten Fassadengliederung und asymmetrischen Gebäudekubatur das Stadtbild in Zukunft maßgeblich mitprägen. Besonders ins Auge fällt der zentrale Fassadendurchbruch, der wie ein riesiges Fenster zur gegenüberliegenden Grünanlage Bürgerwiese hin öffnet.
In dem neuen Verwaltungszentrum will die Stadt Dresden künftig mehrere derzeit noch im Stadtgebiet verstreute Ämter an einem gut erreichbaren, zentralen Standort bündeln. Auf sieben Geschossen mit einer oberirdischen Nutzfläche von 16.700 m2 entstehen dort für rund 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt insgesamt 1.034 neue Arbeitsplätze. Das großzügig verglaste und hochwertig mit Holz und Naturstein als „Wohnzimmer der Stadt“ konzipierte Foyer verläuft über zwei Ebenen und soll sich künftig als Begegnungsstätte von Bürgerschaft und Verwaltung etablieren. Ein besonderes Highlight ist die Echtpflanzenwand mit den 13 Partnerstädten wie Breslau oder Salzburg die per Leuchtdioden mit einer Lichtwand faszinieren. Die ca. 1000 Pflanzen ein gebettet in die Partnerstädten der Stadt Dresden wurde, erst einen Tag (!) vorher fertiggestellt, hier versorgt eine automatische Bewässerung, einmal pro Woche die Pflanzen mit Dünger und Wasser. Zusätzlich wurden Lichtschienen installiert, die 10 Stunden am Tag den grünen großblättrigen Pflanzen im Haus genügend Licht spenden sollen. Das Stadtforum ist aufgrund seiner Lage und seiner Nutzungskonzeption ein offenes Haus, das ganztägig zugänglich ist. Für die Besucherinnen und Besucher des Hauses steht das Erdgeschoss sowie das 1. Obergeschoss als öffentlicher Ort während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Diese beiden Etagen besitzen neben ihrer Erschließungsfunktion wichtige Aufenthaltsqualitäten für den Besucher Zentraler Anlaufpunkt ist der ständig besetzte Informations- und Empfangstresen im Erdgeschoss. Zudem stehen drei digitale Selbstbedienungsterminals zur Orientierung zur Verfügung. Die öffentliche Parkgarage mit Pkw- und Fahrradabstellplätzen sowie Ladestationen soll den Bürgerinnen und Bürgern 24 Stunden täglich zur Verfügung stehen. Die öffentlich zugänglichen Bereiche und die nichtöffentlichen Bereiche der Mieter sind klar voneinander abgegrenzt. Für Mitarbeitende der Landeshauptstadt Dresden mit einem ständigem Arbeitsplatz im Stadtforum sind zum Aufenthalt alle bestimmten Bereiche mit dem Dienstausweis frei zugänglich. Alle Gäste mit Termin in den oberen Etagen zwei bis sechs registrieren sich am Empfangstresen im Erdgeschoss und erhalten mit einer personalisierten Gastkarte Zutritt zum Gebäude. Dirk Peters, Head of Design von BARCODE Architekten Rotterdam: „Mit dem Entwurf den wir zusammen mit Tschopan&Voss vorstellten, haben wir einen Platz geschaffen, der eine neue Blickqualität von der Petersburger Straße zum Dr. Külz-Ring bringt, den Zugang in die Stadt neu offeriert und die Qualität hat, für die Bürger Dresdens lebende Erfahrungen und neue offene öffentliche Räume zu schaffen. Die große Fenster sorgen für ein offenes Gebäude und präsentieren dem Besucher das neue Feature. Ich bin mir sicher sie werden das neue Stadtforum lieben“.
Im Stadtforum wird zunehmend digital gearbeitet. Auf fünf Büroetagen gibt die 1.034 Arbeitsplätze für rund 1.500 Beschäftigte, dazu kommen neue Arbeitsbereiche wie Denkräume und Arbeitsinseln, die es in einer klassischen Zellenbürostruktur nicht geben würde – ein Rahmen für die Stärkung der gemeinsamen ämterübergreifenden Projektarbeit. Durch Flächenüberlagerungen können zudem rund 17 Prozent Bürofläche und damit Energie sowie Kohlendioxid (CO2) eingespart werden, erläuterte der Dresdner Büroleiter Jörg Rudloff von TCHOBAN VOSS Architekten die den 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs für den Entwurf: „Geburt des Stadtforums – von der Zeichnung zum Stadtbild prägenden Großbau“, erhielten.
Die Dimensionen der Technischen Ausrüstung und deren Leistungsphasen 4-6 nach Honorarordnung für Architekten und Ingenieur (HOAI), die im Stadtforum zur Anwendung kamen, sprechen für sich: Insgesamt wurden rund 660 Kilometer Kabel – darunter 364 Kilometer Stark-und Schwachstromkabel, 250 Kilometer Datenkabel sowie 50 Kilometer Funktionserhaltungskabel verlegt. Dazu wurden etwa 4.500 Leuchten installiert, die für eine moderne und Energie effiziente Beleuchtung sorgen. Zum Einsatz kamen 1400 runde Büro-Deckenleuchten, 270 Langfeld-Deckenleuchten und 1.000 Schreibtischlampen in den Funktionsbüros. 300 Leuchten in der Tiefgarage und 230 Leuchten in den Treppenhäusern schlossen das Lichtkonzept ab. Darüber hinaus wurden ca. 890 elektrische Bodenkasten (im Boden befindliche Strom- und Datenanschlüsse) verbaut. Ergänzt durch 1.200 Steckdosen in den Wänden und 600 Schalter sowie Taster, sorgen für eine durchdachte und komfortable Versorgung aller Arbeitsplätze. Auch das Sicherheitskonzept wurde umfassend beachtet: Die Sicherheitsbeleuchtung umfasst über 1.000 Leuchten und Piktogramme, die Brandmeldeanlage mit 24 Rauchansaugsystemen garantiert den Mitarbeitern und Besucher ein Optimum an Sicherheit rund um die Uhr.
Zieht man ein Fazit, so ist es den Verantwortlichen des Baukonsortium und den Stadtoberen Dresdens mit dem Bau des Stadtforum gelungen beispielhafte Projekte und Planungsprozesse mit einen reichen Fundus an Ideen und Mut zu neuen Herangehensweisen umzusetzen. Sie umfasst ein breites Spektrum guter praxisnaher und innovativer Lösungen zu strategischen Konzepten, Bürgerbeteiligung, Wohnungsbau, Stadtgestaltung, Stadterneuerung, Quartiersmanagement, oder Mobilität und die Nähe zum Bürger. Es wäre schön, wenn es Anregungen geben kann, auch weiterhin produktive Prozesse zur stadtgesellschaftlichen Meinungsbildung anzustoßen und die Umsetzung demokratisch auszuführen, denn das „Wohl“ der Bürger Dresdens sollte bei allen Interessen, für alle Verantwortlichen in den Stadtämtern an oberster Stelle stehen.
© Titelfoto: www.dresden.de, Presse Hamburg/Dresden Heck (6)
Stimmen angefragt:
Regina Kraushaar, Land Sachsen Infrastrukturministerium
Christine Spielvogel, Stabsstelle Stadtforum Leiterin
Axel Walther, Kommunale Immobilien Dresden Geschäftsführer
Dirk Peters, Barcode Architekten, Rotterdam:
Jörg Rudloff, Tchoban Voss Architekten Büro Dresden :
Rainer Schmidt, kfm. Bereichsleiter ZÜBLIN-Bereich Sachsen:
Jörg Muschiol, Niederlassungsleiter Dreßler Bau Dresden:
Ralf Kiwitt, Werner Genest und Partner Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden Leitung
Carsten Klemm, E.INFRA GmbH, Dresden Geschäftsführer
Stefan Jentzsch, Prof. Rühle, Jentzsch und Partner GmbH, Dresden
Michaela Noack, Noack Landschaftsarchitekten, Dresden
Tino Zimmermann, Huennebeck Gerüste, Schalung, Nossen Leitung
Bernd Hermann, IGBFB – Ingenieurgesellschaft Beton-Fertigteil-Bau mbH





Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Verleihung des Deutschen Brückenbaupreises 2025, die bereits am Vorabend vor den rund 1700 Teilnehmern stattfand. Preisträger 2025 in der Kategorie „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ 




Mit dem überraschenden Eyecatcher“ Einhundert Jahre SemperOpernball“ in Dresden sollte die Ballnacht voller Eleganz und Kultur 2025 den Pendant aus der Wiener Staatsoper, ein bisschen ärgern. Welcher Satz beim SemperOpernball 2025 am häufigsten fiel? „Entschuldigen Sie, kommen Sie aus Dresden?“ Erkenntnisse einer langen Nacht mit vielen kleinen Anekdoten, fiesen Zügen, Plattheiten und einem am Ende stehenden 5 Uhr Grand-Frühstück im Pomp-Hotel Taschenberg-Palais. Dort laufen nochmals die Höhepunkte am Bildschirm. Am Ende eines enttäuschenden Abends sind die Nachtschwärmer in der Fledermaus-Bar der gleichen Meinung. Der 17. SemperOpermball hat nicht versprochen, was dieses Mega-Event für die Besucher, die im Schnitt rund 1.233,00 Euro hinblättern, eigentlich bieten sollte. Erstklassige Weltstars und VIP`S aus der Oberen Reihe des Geldes. Wehmütig erinnerte man sich an den Zampano Hans-Joachim Frey, der 2014 die Top-Schauspielerin Catherine Deneuve oder 2016 die Tänzerinnen des Lido aus Paris nach Dresden holte, ganz zu schweigen von „Gérard Xavier Marcel Depardieu“ der französische Schauspieler, Besitzer eines Weingutes, eben ein Tupfer „ Tycoon“, dieser hatte beim 8. SemperOpenball 2013 keine schwarze Anzughose dabei und überstülpte kurzfristig sich Freys Hose!
Erfreulich: Lokale Entwicklungen in Dresden. Die Landeshauptstadt erlebt sowohl positive Entwicklungen wie die Eröffnung des neuen Stadtforums am Dr.-Külz-Ring, als auch Herausforderungen, wie den Abriss der Carolabrücke und die zunehmende Kommerzialisierung des Neumarkts. Das Zentrum Dresdens wird mit der Eröffnung im März des neuen Stadtforums mit nur einem Steinwurf vom Rathaus entfernt und dem Leistungszentrum und Groß-Stadion „Heinz Steyer“ an der Elbe weiter aufgewertet. Durch den Weitblick von OB Dirk Hilbert, der sich mit großem Engagement für die Landeshauptstadt Dresden einer außerordentlich spannenden und faszinierenden Aufgabe der Stadtentwicklung stellt“. Das i-Tüpfelchen wäre zur Eröffnung des Stadions gewesen, diese neue Wettkampfstätte in „Helmut-Schön-Arena“ umzubenennen. Das hätte der Fußball-Weltmeister-Trainer von 1974 und gebürtiger Dresdner verdient. So weit so gut, wir werden weiter für Elbflorenz und am Neumarkt aufpassen, den Scheinwerfer auf die aktuellen Ereignisse lenken und darüber berichten.







Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Entwicklung des europäischen Halbleiterstandorts Dresden und der Region fördert der Freistaat die Bemühungen um eine noch intensivere Zusammenarbeit der Kommunen. Die Landeshauptstadt Dresden und Umlandkommunen haben mit Unterstützung des Freistaates das Projekt »Intensivierung der Kooperation zur Entwicklung des europäischen Halbleiterstandorts Region Dresden« auf den Weg gebracht, dass die institutionelle Zusammenarbeit der kommunalen Akteure ausgebaut werde. Die interkommunale Kooperation soll nun weiter gestärkt werden. Bis Ende 2025 sollen beispielsweise die Potenziale für Wohnbau- und Gewerbeflächen in der Region ermittelt und dem erwarteten Zuzug von Arbeitskräften sowie der damit verbundenen Einwohnerentwicklung gegenübergestellt werden.








Prof. Steffen Marx von der TU Dresden befasst sich seit dem Einsturz der Carolabrücke mit der Ursachenforschung. Sein Fazit: Die Sanierungsmaßnahmen der Brücke seien viel zu spät durchgeführt worden. Außerdem sei eine Änderung der Tragstruktur nötig gewesen, sagte Marx mit Blick auf die beiden bestehenden Überbauten. Die hätten nur einen neuen Anstrich bekommen. Das sei so, als würde man lange Zeit die Farbe für den Anstrich des Gartenzauns sparen wollen und ihn dann anstreichen, wenn der innerlich vergammelt ist.





„Medallion for Excellence“



Bei der Schadensdokumentation wird insbesondere untersucht , welchen Einfluss Korrosion und eindringende Feuchtigkeit auch in Verbindung mit Chlorid Eintrag (Salz) gespielt haben könnten. Ebenso werden Betonversagen, Gelenkversagen, Verbundversagen der Betonstahlbewehrung und Ermüdung als Schadensszenarien betrachtet. In einer Sichtung des Schadens an der Bruchstelle konnte bereits festgestellt werden, dass etwa 25 Prozent der nun offenliegenden Spannglieder Vorschädigungen aufwiesen. Für die Untersuchungen wurden außerdem erste Bohrproben an Zug C entnommen, weitere Untersuchungen von Zug C sowie eine Sichtprüfung des Hohlkastens sind dafür nach dem Hochwasser geplant. Marx betonte das diese Korrosionen in ganz Deutschland bekannt sind, und man gerade bei den Beton-Spannbrücken auch über neue Verfahren der Prüfung nachdenken sollte. Bei der Prüfung an der Brücke zum Nachweis des „Bruch vor Riss“- Kriteriums, waren bei der Carolabrücke positive Prüfungen erfolgt. „Wir glaubten uns sicher zu sein, wurden nun aber eines anderen belehrt. Mit einer neuen Methode so Marx, hätte man den Brückeneinsturz eventuell vermeiden können. Das Schallemissions-Monitoring könnte die Früherkennung von Schäden an Beton-Spannbrücken erheblich verbessern. Dabei werden kleine Richt-Mikrofone in den Brückenzug eingebaut, um bei einem Bruch der Stahldrähte das Geräusch aufzunehmen und zu lokalisieren. Bleibt die Frage warum hat man von Seiten der Stadt Dresden diese Verfahrensweise nicht angewendet, oder war diese Methode die bei anderen Brücken in Deutschland teilweise angewendet wird, nicht bekannt?
In der Planung ist vorgesehen: Zunächst muss an beiden Ufern der Untergrund befestigt werden, um Strom- und Abwasserleitungen im Boden zu sichern, wenn schwere Geräte zum Einsatz kommen. Dann geht es darum, die Brücke an den gebrochenen Gelenken abzulösen, damit die noch schräg hängenden Teile nach unten fallen, teilweise in den Fluss. Dafür muss an manchen Stellen ein sogenanntes „Fallbett“ errichtet werden. Erst dann können die schweren Betonteile zerkleinert und abtransportiert werden. Eine Bergung der großen Teile direkt aus dem Fluss ist nicht möglich, weil einerseits keine verlässliche Angriffsstelle an den kaputten Brückenteilen vorhanden sind, an denen ein Abbruchgerät sicher andocken könnte. Andererseits sind die großen Teile schlicht zu schwer. Für das Zerkleinern und den Abtransport im Fluss müssen entsprechende Rampen installiert werden. Liegen die großen Brückenteile im Fluss, werden sie als Teil dieser Rampe befahren. Etwa ein Drittel des Brückenzuges C vermutet Holger Kalbe, konnte in der Zeit vom 12. September bis 14. September in etwa 47 Stunden am Neustädter Brückenkopf abgebrochen, zerkleinert und abtransportiert werden. Das musste wegen des nahenden Hochwassers schnell gehen. Es handelt sich um etwa 1.500 Tonnen Beton und Stahl. Das Material wird nun recycelt. Es wird vermutlich mehrere Monate dauern, den Brückenzug C komplett abzubrechen.
Dresden und hier das Herz , das neue Heinz-Steyer-Stadion verwandelt sich bei den Finals vom zu einer Mini-Olympia-Stadt vom 31. Juli bis 3. August 2025 und ist zum ersten Mal Gastgeber im Umkreis von 4 Kilometern in neun Sportstätten für 18 Sportarten und mehr als 100 deutsche Meister als Podium. Viele der zu erwartenden Zuschauer haben bei den „Finals“ die Olympischen Spiele in Paris mit den offenen weltbekannten Orten vor den Augen dieses Paris Flair in guter Erinnerung. Bei den Planungen dienten die Spiele in Paris, so der frühere ZDF-Sportreporter und aktuelle Geschäftsführer der „Die Finals GmbH“ Hagen Bosdorf, im Presseraum in Dresden tatsächlich als „Vorbild“. 



Der taiwanische Chipkonzern Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) baut zusammen mit den vier Partnerunternehmen Bosch, Infineon und NXP, einem niederländischen Chiphersteller,die dabei Minderheitsanteile von 10 Prozent übernehmen werden. Die neue Halbleiterfabrik mit einer Großinvestition von 10 Milliarden Euro wird im Norden Dresdens, dem Silicon Valley von der Landeshauptstadt entstehen. Insgesamt werden mehr als zehn Milliarden Euro investiert werden, so die Unternehmensführungen beim Spatenstich im August 2024. Der eigentliche Gewinner Dresdens, Oberbürgermeister Dirk Hilbert ,gibt sich bedeckt und nüchtern. Wohlwissend, dass seine Reisen nach Asien nun Früchte tragen, die er als Wirtschaftsbürgermeister säte. Beim Spatenstich stach der Dresdner OB im beigefarbenen Anzug aus dem Unikate schwarz tragenden Top-Manager und dem Bundeskanzler hervor. Der Münchner Halbleiterhersteller Infineon investiert fünf Milliarden Euro in ein neues Werk in Dresden, der Spatenstich erfolgte im Mai. Der US-Konzern Wolfspeed will im Saarland ein Werk für umgerechnet 2,75 Milliarden Euro bauen und Autozulieferer Bosch erweitert für drei Milliarden Euro seine Chip-Produktion in seinen Fabriken in Dresden und Reutlingen bis 2026. Dazu sagte der sächsische Ministerpräsident:“ Es ist ein großer Tag für Silicon Saxony und Sachsen, unsere jahrelangen Bemühungen haben gefruchtet. Dieser Bau einer komplett neuen Halbleiterfabrik wird Europas größtes Mikroelektronikcluster, Silicon Saxony, und den gesamten Wirtschafts- und Technologiestandort Sachsen weiter stärken und so für einen kräftigen Wachstumsschub sorgen. Vertrauen, das bedeutet Wertschätzung, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit. Und wenn man TSMC beschreiben möchte und die Art, wie sie mit uns gearbeitet haben, die Art, wie sie mit ihren Kunden arbeiten, dann ist es Vertrauen. Und das in jeglicher Hinsicht. Es ist eine beeindruckende Art, wie wir in den vergangenen Jahren das gemeinsam umgesetzt haben. Dass wir heute hier so zusammen sein können, dass Silicon Saxony so entstanden ist, hat auch etwas mit Vertrauen zu tun. Und zwar Vertrauen von vielen, die miteinander an einem Ziel gearbeitet haben.«

Einen wichtigen Anteil daran hatte auch die spezialisierte Abrissfirma Centro aus Dresden, die mit ihrem schweren Gerät an den Kränen das Zerkleinern der Betonteile für den Abtransport auf Neustädter Seite ermöglichten. Centro hatte bereits 2022 mit dem komplizierten Abriss der Wöhrl Plaza direkt neben Karstadt in Dresden eine logistische Abbruchleistung „‚par excellence “ geleistet. Mit dem Einsatz von 14 Spezialkränen konnte die Spezialfirma vor dem erwarteten Hochwasser die wichtigen Abrissarbeiten an der zum Teil eingestürzten Carola Brücke abgeschlossen worden. ©
Seit Freitagabend standen den Einsatzkräften auch zwei Bergepanzer aus Marienberg dem dortigen Standort der Bundeswehr zur Verfügung. Da der Uferboden durch den Dauerregen sehr aufgeweicht und Schwammig war, war man für die Unterstützung sehr dankbar, sagte der Feuerwehr-Pressesprecher Klahre im strömenden Regen. „Der Boden ist wegen des Regens sehr morastig und die Bergungsgeräte könnten sich festfahren. „Deswegen ist die Unterstützung der Bundeswehr ein wichtiger Faktor bei der Beräumung der Brückenteile im Arbeitsprozess“. Die Bundeswehr-Panzer Typ „Büffel“ sollten für den Ernstfall eines „Umkippen der Arbeitskräne, schnell zur Stelle sein, damit die Bergungsarbeiten reibungslos weiterlaufen könnten“. Zusammen mit Pressesprecher Klahre erklärte Oberstleutnant Robert Habermann, Sprecher der Bundeswehr in Sachsen den wartenden Journalisten: „„ Ich möchte mich bedanken für die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften, der Stadt und Allen die versuchen die schwierige Lage zu entschärfen. Weiter führte er aus, dass durch die Witterungsbedingungen zu Problemen bei der Bodenbeschaffenheit kommen könnte. „Man habe die Bundeswehr angefordert per Amtshilfeverfahren, die Bergungs-und Abbrucharbeiten der zivilen Kräfte mit Rat und Tat zu unterstützen. Wir sind mit circa 30 Soldatinnen und Soldaten aus den mitteldeutschen Standorten Marienberg, Dresden und weiteren Standorten Sachsens, unverzüglich als Helfer sofort hier an den Einsatzort Elbe geeilt. Um im Falle einer Havarie der zivilen Abbruchtechnik sofort zur Stelle zu sein und Personenschäden zu verhindern“, so Habermann.