Das Dresdner Bertolt-Brecht-Gymnasium bekommt internationalen Bildungsgang. Exzellente Schulbildung ist Standortfaktor für Silicon Saxony. Kultusminister Clemens und Bildungsbürgermeister Donhauser haben eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet (…mehr)

Das Bertolt-Brecht-Gymnasium in Dresden bekommt internationalen Bildungsgang

Exzellente Schulbildung ist Standortfaktor für Silicon Saxony

von Dr.h.c. Bernhard Heck

Schulbildung ist Standortfaktor für Silicon Saxon Kultusminister Conrad Clemens für den Freistaat Sachsen und Bildungsbürgermeister Jan Donhauser für die Landeshauptstadt Dresden haben am 22. September 2025 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um am Bertolt-Brecht-Gymnasium das international anerkannte Middle Years Programme (MYP) der International Baccalaureate Organisation einzuführen. Damit reagieren Land und Stadt auf die steigende Nachfrage nach hochwertigen, international anerkannten Bildungsangeboten in Dresden.

Geplant ist, das Programm ab dem Schuljahr 2027/28 mit einer 6. Klasse zu starten und durch eine vorbereitende 5. Klasse zu ergänzen. Ziel ist es, Familien aus aller Welt, die in der dynamisch wachsenden Mikroelektronik- und Halbleiterregion „Silicon Saxony“ leben und arbeiten, bestmögliche Bildungs- und Zukunftsperspektiven für ihre Kinder zu eröffnen. Das MYP richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis Zehn und ergänzt das am Bertolt-Brecht-Gymnasium bereits bestehende International Baccalaureate Diploma Programme in der gymnasialen Oberstufe. Damit wird das Gymnasium ab 2027 das erste öffentliche Gymnasium in Sachsen sein, das internationale Bildungsgänge von Klasse fünf bis 12 durchgehend anbietet.

Kultusminister Conrad Clemens betont: „Mit dieser Absichtserklärung setzen wir ein deutliches Zeichen: Wer in Sachsen arbeitet, soll auch seine Kinder auf international hohem Niveau ausbilden lassen können und das in einer öffentlichen Schule. Wir verfolgen das klare Ziel, Sachsens Schulen internationaler zu machen. Dafür braucht es auch mehr englischsprachigen Unterricht an öffentlichen Schulen.“

Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser hob die Bedeutung des Vorhabens für den Wirtschaftsstandort Dresden hervor: „Dresden steht nicht nur für Hightech und Innovation, sondern auch für Lebensqualität und Zukunftsperspektiven. Ein starkes internationales Schulangebot gehört untrennbar dazu. Es ist ein wesentlicher Faktor, um Familien aus aller Welt hier in Elbflorenz willkommen zu heißen.“

In der Tat bietet das Bertolt-Brecht-Gymnasium hier die besten Voraussetzungen mit: Es verfügt über langjährige Erfahrung mit internationalen Bildungsprogrammen sowie ein engagiertes Kollegium. Schulleiter Marcello Meschke: „Wir freuen uns, unser internationales Profil, um das MYP erweitern zu können. Die Einrichtung einer internationalen Klasse mit Englisch als Verkehrssprache wird eine große Herausforderung sein, doch unsere internationale Schulgemeinschaft bietet dafür ein starkes Fundament.“

Am 28. Oktober 1952 wurde die EOS Reick gegründet, um Schülern die Möglichkeit zu geben, ein Abitur zu absolvieren. Diese erweiterte Oberschule erhielt den Namen des tschechischen Kommunisten Klement Gottwald. Die Namensgebung dieser Elite-Oberschule (EOS) ist bis zum 27. November 1969 zurückzuverfolgen. An diesem Tag fand ein Treffen zwischen Helene Weigel, der Witwe Brechts, und einer Brigade des „VEB Metalleichtbaukombinat-Industriemontage Leipzig“ namens „Bertolt Brecht“ statt. Dabei unterbreitete sie den Vorschlag, dass diese Brigade sich eine Patenklasse suchen sollte. Noch im selben Jahr kündigte die „Bertolt-Brecht-Brigade“ ihr Interesse an einer Patenschaft mit der damaligen Klasse 10 F/2 der EOS Reick an. Dadurch entstand eine enge Beziehung der EOS zum von Brecht gegründeten Berliner Ensemble. Diese Brigade war es auch, die Helene Weigel den Vorschlag machte, der Lehranstalt in Dresden den Namen ihres verstorbenen Ehegatten zu verleihen. ]*

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]* Quelle: Archiv BBGYM/H.Weigel