Jazztage Dresden – 25 Jahre Jazz mit Haltung und neuem Format Die Jazztage Dresden und ihr 25-jähriges Bestehen – trotz einer drastischen KĂĽrzung der städtischen Förderung um 55 %. Statt des ĂĽblichen Herbst-GroĂźfestivals setzt das Team (…mehr)

Jazztage Dresden – 25 Jahre Jazz mit Haltung und neuem Format

Die Jazztage Dresden feiern 2025 ihr 25-jähriges Bestehen – trotz einer drastischen Kürzung der städtischen Förderung um 55 %. Statt des üblichen Herbst-Großfestivals setzt das Team um Intendant Kilian Forster und Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne auf ein neues, ganzjähriges Konzertformat und ein starkes Jubiläumswochenende am Ursprung des Festivals.

Vom 19. bis 21. September kehren die Jazztage in die Unkersdorfer Kirche zurück, wo 2000 alles begann. Drei Tage voller Musik, Erinnerungen und transkultureller Klänge markieren den emotionalen Höhepunkt. Das Programm orientiert sich an den ersten Festivaljahren und betont künstlerische Vielfalt und Offenheit.

Seit den bescheidenen Anfängen entwickelte sich das Festival zum größten Crossover-Jazzfestival Europas: jährlich rund 100 Konzerte, über 40.000 Besucher und 500 internationale Künstler. Die Gründer, die Klazz Brothers, prägten das Leitmotiv „Jazz meets Klassik meets Welt“, das bis heute den Charakter bestimmt.

Trotz breiter Resonanz steht das Festival unter Druck: Während die allgemeine Musikförderung Dresdens nur um 3 % sank, erhält der kleinere Jazzclub Dresden inzwischen das Sechsfache an Mitteln. „Diese unverhältnismäßige Entscheidung empfinden viele als politischen Affront. Doch wir machen weiter – für Publikum, Musik und Stadt“, betont Forster.

Mit dem neuen „Jazz all year over“-Konzept finden 2025 über das ganze Jahr verteilte Konzerte statt, mit einem Schwerpunkt im Herbst. Sollten zusätzliche Gelder bewilligt werden, könnte auch ein kompaktes Herbstfestival realisiert werden.

„Die Jazztage leben durch künstlerische Kraft, treues Publikum und den Glauben an die verbindende Wirkung von Musik“, sagt Grandmontagne. „Zum Jubiläum schlägt dieses Herz besonders laut – in Unkersdorf.“

Weitere Infos: www.jazztage-dresden.de