Campuslinie: Kompromiss für Verkehrsführung zwischen Nürnberger Ei und Wasaplatz in Dresden. Neue Variante bringt Vorteile für ÖPNV, Kfz- und Radverkehr, womit Dresden (…mehr)
Campuslinie: Kompromiss für Verkehrsführung zwischen dem Nürnberger Ei und Wasaplatz in Dresden. Neue Variante bringt Vorteile für ÖPNV, Kfz- und Radverkehr, womit Dresden Förderfähigkeit für das Gesamtprojekt vom Bund erhält.
In der Stadtratssitzung sowie den Gremienfachberatungen zur Campuslinie (Abschnitt 3: Zellescher Weg – Wasaplatz) wurden am 15. April 2026 neue Lösungen für die Verkehrsführung am Wasaplatz im Zuge der „Campuslinie“ im Abschnitt drei, die Untersuchungsergebnisse zu alternativen Varianten für das Nadelöhr Caspar-David-Friedrich-Straße/Wasaplatz vorgestellt. Die Vorlage V2748/25 behandelt insbesondere die Frage, wie die Straßenbahn in den engen Straßenraum integriert werden kann, ohne die historische Bausubstanz oder die Vorgärten der Anwohner zu beeinträchtigen.
Die Campuslinie ist wichtigstes ÖPNV-Projekt mit dem Ziel die Universität besser zu erreichen.
Ziel: Campus der TU Dresden mit den Straßenbahnlinien 7 und 4 erschließen. Zusätzlich sollen neue Direktverbindungen aus Innenstadt sowie von Gorbitz, Löbtau, Reick inclusive dem Wissenschaftsstandort Ost und Prohlis zur Universität schaffen und die Buslinie 61 entlasten. Längerfristig soll auch die Anbindung der Bundesgartenschau 2033 zu den Standorten im Blickpunkt stehen. Effekte: Wirtschaftlicherer ÖPNV nachhaltig verbessern. Zusätzliche Erlöse durch 1,35 Mio. neue Fahrgäste pro Jahr und mit weniger Busverkehr werden Betriebskosten reduziert und nachhaltig 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart.
Dazu sagte Stephan Kühn, Baubürgermeister Stadt Dresden:“ Wir müssen das Planfeststellungsverfahren bis 2027 beantragen, deshalb sind auch die Anwohner nicht durch Aufkaufkonzepte der Vorgärten in der Streckenführung machbar“.
Zentrale Ergebnisse & Vorzugsvariante Die Stadtverwaltung favorisiert eine Kompromisslösung, die sowohl die Leistungsfähigkeit der Verkehrswege als auch den Erhalt des Stadtbildes berücksichtigt. Geplant ist, die Straßenbahn auf überfahrbaren Gleisen zu führen, sodass der Straßenraum effizienter genutzt wird. Autos, Busse und Bahnen sollen künftig je Richtung eine gemeinsame Fahrspur („Mischverkehr“) nutzen, wodurch Platz für Radverkehrsanlagen geschaffen wird. Ein separater Gleiskörper wird zugunsten des Erhalts der charakteristischen Vorgärten im Viertel aufgegeben. Als weitere Maßnahme ist die Sperrung der Lockwitzer Straße stadteinwärts für den motorisierten Individualverkehr vorgesehen, um den komplexen Verkehrsknoten Knoten am Wasaplatz zu entlasten. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der beste Kompromiss für alle Verkehrsarten so aussieht:
Kfz-Verkehr/ÖPNV im Mischverkehr in der Caspar-David-Friedrich-Straße zugunsten der Einrichtung einer Radverkehrsanlage
Herausnahme des Kfz-Verkehrs aus der Lockwitzer Straße in Richtung Innenstadt (vergleichbar Haltestelle Kesselsdorfer Straße)
Erhalt des Kfz-Verkehr-Linksabbiegestreifens in der Caspar-David-Friedrich-Straße in die Wasastraße
Öffnung der Lannerstraße für den Kfz-Verkehr in beide Fahrtrichtungen
Einrichtung der Radverkehrsanlage Heinrich-Zille-Straße in Richtung Lockwitzer Straße und Radroute TU Dresden – Großer Garten/Striesen (bereits beschlossen)
Kritikpunkte der Alternativuntersuchung Die vorgeschlagenen Varianten haben zu politischen Diskussionen geführt, da jede Lösung erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrsfluss hat. Kritiker befürchten insbesondere, dass durch die Neuordnung am Wasaplatz der Kfz-Verkehr verstärkt in die Nebenstraßen, wie etwa die Heinrich-Zille-Straße, verdrängt wird. Die Kapazität für Autos bleibt ein Streitpunkt, da die Caspar-David-Friedrich-Straße den Übergang vom vierspurigen Zelleschen Weg zum engen Ortskern bildet.
Weiteres Vorgehen Die Vorlage wurde im Frühjahr 2024 bereits in den Gremien diskutiert, musste jedoch aufgrund von Änderungsanträgen, insbesondere von CDU und Grünen, zur Detailplanung von Radwegen und Parkplätzen vertagt werden. Nach aktuellem Stand (Frühjahr 2026) sollen die detaillierten Ergebnisse in den Planfeststellungsantrag bis zum Frühjahr 2027 einfließen. Die Inbetriebnahme des betreffenden und baulich ambitionierten Abschnitts wird frühestens für das Jahr 2031 erwartet.
Das Projekt Campuslinie Die Campuslinie soll als neue Straßenbahnverbindung die Technische Universität Dresden mit den Straßenbahnlinien 7 und 4 erschließen und so die Buslinie 61 entlasten. Gleichzeitig verbindet sie den künftigen „Wissenschaftsstandort Ost“ mit dem Campus der TU Dresden und spielt auch mit Blick auf die Bundesgartenschau 2033 eine wichtige Rolle für die Verkehrsentwicklung im Dresdner Süden. Dafür ist entscheidend, dass sowohl der Abschnitt von der Nossener Brücke über die Nürnberger Straße als auch der Abschnitt vom Zelleschen Weg bis zum Wasaplatz gebaut werden. Nur dann ist auch die Förderfähigkeit des Gesamtprojekts gesichert. Für die beiden Abschnitte wurden Bundesmittel in Höhe von 129,6 Millionen Euro sowie ergänzende Landesmittel von 15,7 Millionen Euro beantragt.
Wo Deutschland durchatmet: Die beliebtesten Wälder im Vergleich.
Und Dresden mit dabei? Jawohl, auf Platz 6
März 2026. Wälder erfüllen eine wichtige Funktion für Erholung und Lebensqualität – auch in Sachsen. Regionen wie die Sächsische Schweiz, das Erzgebirge und die Oberlausitz zählen zu den bedeutenden Natur- und Erholungsräumen des Bundeslandes. Vor dem Hintergrund von Klimawandel und zunehmender Flächennutzung rückt der Schutz dieser und aller anderen Waldgebiete stärker in den Fokus. Gleichzeitig bleibt ihre Bedeutung für Tourismus und Naherholung ungebrochen.
Heide_Prießnitzwasserfall
Der Reiseveranstalter Fit Reisen hat anlässlich des Internationalen Tages des Waldes am 21. März erneut analysiert, welche Wälder Deutschlands besonders gefragt sind und wie sich einzelne Regionen – darunter auch die sächsischen – im Vergleich positionieren.
Die Auswertung basiert auf drei Faktoren: dem Google-Suchvolumen, den Bewertungen auf Google Maps sowie der Aktivität auf Instagram. Diese wurden zu einem Gesamtranking der 120 beliebtesten Wälder Deutschlands zusammengeführt.
Die Top 10 der beliebtesten Wälder 2026 im Überblick
Platz 1: Zauberwald, Bayern – Gesamtpunktzahl: 331 von 360
Platz 2: Eilenriede, Niedersachsen – Gesamtpunktzahl: 320 von 360
Platz 3: Perlacher Forst, Bayern – Gesamtpunktzahl: 315 von 360
Platz 4: Niendorfer Gehege, Hamburg – Gesamtpunktzahl: 309 von 360
Platz 5: Siebentischwald, Bayern – Gesamtpunktzahl: 300 von 360
Platz 6 geteilt: Dresdner Heide, Sachsen und Oberpfälzer Wald, Bayern – Gesamtpunktzahl: jeweils 299 von 360
Die Dresdner Heide kommt ebenfalls auf Platz sechs und verbessert sich damit gegenüber Rang 10 im letzten Jahr. Das Waldgebiet nahe der sächsischen Landeshauptstadt umfasst dichte Baumbestände, kleine Bäche und ruhige Lichtungen. Ein dichtes Netz aus Wegen ermöglicht Spaziergänge, Fahrradtouren und andere Freizeitaktivitäten. Die reiche Flora und Fauna lädt zum Entdecken ein und macht den Besuch zu einem Naturerlebnis.
Platz 8 geteilt: Osterwald (Zingst), Mecklenburg-Vorpommern und Hainich, Thüringen – Gesamtpunktzahl: jeweils 293 von 360
Auch der Thüringer Hainich landet auf dem achten Platz. Mit einer Fläche von rund 130 Quadratkilometern gilt er als größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet Deutschlands. Alte Rotbuchenbestände und zahlreiche seltene Pflanzenarten prägen das Gebiet. Ein Netz aus Wanderwegen ermöglicht Einblicke in verschiedene Waldlandschaften und Lebensräume.
Platz 10: Bayerischer Wald, Bayern – Gesamtpunktzahl: 291 von 360
Das komplette Ranking mit allen Wäldern gibt es hier zum Entdecken https://www.fitreisen.de/ressourcen/waelder-ranking/.
Wer jetzt Lust bekommen hat, spontan in die Natur zu entfliehen, dann schaut mal rein, denn bei Fit Reisen findet man zahlreiche Angebote für Natururlaub in grüne Oasen oder Kurztrip.
(Methodik: Für die Neuauflage des Rankings wurden die bekanntesten Waldgebiete Deutschlands erneut auf ihre Popularität hin untersucht. Bewertet wurden das Suchvolumen bei Google, die durchschnittlichen Bewertungen auf Google Maps sowie die Anzahl an Beiträgen mit den zugehörigen Instagram-Hashtags. Nur vollständig bewaldete Gebiete mit klar erkennbaren Google Maps-Einträgen und mindestens zehn Bewertungen wurden berücksichtigt. Für jedes Kriterium konnten maximal 120 Punkte erreicht werden, sodass die Höchstpunktzahl insgesamt 360 Punkte betrug. Der Stichtag der Auswertung war der 02. März 2026.)
Wiener Platz erhält städtebaulicher Aufwertung im Rahmen der BUGA 2033 und des Fördergebiets „WEP Lebenswertes Stadtzentrum“. ​ Bis 2031 wird mit Kosten über vier Millionen Euro gerechnet
​Von Dr.h.c. Bernhard Heck
Die Ausgangslage ist mit der Annahme des Antrages bei der Stadtratsitzung vom 5. März 2026 klar. Der Wiener Platz wird nicht nur funktional als hoch frequentierter Verkehrsknoten und Ankunftsort zum Hauptbahnhof Dresden aufgewertet, sondern wird auch im Sinne der BUGA zu einem einladenden Eingangstor in die Dresdner Innenstadt weiter entwickelt. Die Maßnahme fügt sich in die Leitziele der Dresdner BUGA 2033 ein, die städtebauliche Entwicklung, Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und soziale Teilhabe miteinander verknüpfen. Dabei haben die Planer eine bestimme Projektbeschreibung und Zielsetzung von der Stadtverwaltung erhalten. Ziel ist es die kriminalpräventive, barrierefreie und klimaangepasste Neugestaltung des Wiener Platzes nach Vorlage des Stadtratsbeschluss entsprechend umzusetzen, verbunden mit städtebaulicher Aufwertung des Fördergebiets „WEP Lebenswertes Stadtzentrum“. Dabei handelt es ich um ein Förderprogramm vom Land und EU zum​ Wachstum und nachhaltiger Erneuerung – Lebendige Quartiere gestalten (WEP). Die Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Stadtquartieren durch Aufwertung und Rückbau. Geplant sind hochwertige Natursteinflächen, großkörnige Bäume, klimaangepasste Brunnenanlagen und barrierefreie Wege, um Mikroklima, Aufenthaltsqualität und soziale Kontrolle zu fördern. ​
Die Planungs- und Umsetzungsdetails sehen im Detail vor: Die Planung umfasst zwei Teilflächen: Die erste vor dem Bahnhof, die mit Naturstein befestigt wird, inklusive der Herstellung der Fläche und der Pflanzung von sieben Bäumen sowie der Gestaltung der Gastronomieflächen. Die zweite Teilfläche betrifft die Umgestaltung der Brunnenanlagen und Oberlichter der Tiefgarage zu begrünten Flächen mit Sitzmauern und Pflanzflächen. ​Da sich die Eigentums-Flächen zusammen mit der Stadt Dresden auch bei der DB befinden. Werden die Kosten anteilig getragen. ​Für die Teilfläche 1 werden Baukosten von ca. ​1.640 Millionen Euro geschätzt, Fördermittel in Höhe von 1,1 Mio. Euro sind beantragt, die Umsetzung ist durch Fördermittel und städtische Mittel gesichert. ​Die anteiligen Planungskosten, die auf die Landeshauptstadt Dresden entfallen, sind mit 183.684 Euro kalkuliert. Die Planung umfasst auch die Einbindung in das Städtebauförderprogramm, mit Fördermitteln für die Jahre 2026–2028 (Bauabschnitt 1) und ab 2031 (Bauabschnitt 2). ​ Die Bewilligung der Fördermittel erfolgte, so seitens der Stadt festgestellt vor der Abstimmung- Die Vorlage wurde in mehreren Gremien beraten, zuletzt im Stadtrat am 29.01.2026, der die Planung bestätigte. Mit 54 Ja -Stimmen und 4 Enthaltungen wurde dem Antrag der Stadtverwaltung durch den Stadtrat stattgegeben. , die Umsetzung ist damit gesichert. ​
Die Klimatische Bewertung und Klimachecks zeigen, dass die Maßnahmen keine Treibhausgas-Emissionen verursachen, aber durch die Pflanzung von Bäumen und Begrünung das Stadtklima geringfügig Verbessern. Durch die Die Begrünung soll das Mikroklima durch erhöhte Baumflächen und Pflanzflächen verbessert werden und, die Flächenentsiegelung ist aufgrund der Tiefgarage nur geringfügig möglich.
Einen breiten Raum nimmt die Kriminalpräventive und barrierefreie Gestaltung ​des Platzes ein. So soll die Gestaltung gezielt auf die Vermeidung von Angst- und Dunkelräumen durch gute Beleuchtung, übersichtliche Anordnung der Sitz- und Möblierungselemente sowie soziale Kontrolle in die Baukriterien eingehen. Die Barrierefreiheit wird durch großformatige, barrierefreie Oberflächen, taktile Leitsysteme für Blinde und stufenlose Höhenniveausicherung zusätzlich gewährleistet. Diese Präventiven Maßnahmen sollen den Wiener Platz sicherer, einladender und barrierefrei machen, um die Nutzung für alle Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Nach der Fertigstellung der bis Ende 2025 geplanten Dachsanierung des Hauptbahnhofes soll die Platzfläche vor dem Bahnhofsgebäude in einem endgültigen Ausbauzustand hergestellt werden. Die Planung für eine Aufwertung des Bahnhofsumfeldes und zur Verbesserung der Aufenthalts- und Verweilqualitäten wurde auf Wunsch und in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG beauftragt.
Teilfläche 1 (hellgrün)
Gegenstand der Planung ist die Herstellung der Fläche vor dem Bahnhofsgebäude, die derzeit mit einer provisorischen Asphaltdecke befestigt ist. Die ca. 15 Meter tiefe Fläche zwischen dem Bahnhofsgebäude und der mit Granitplatten befestigten Platzfläche, die sich anteilig jeweils im Eigentum der Landeshauptstadt Dresden und der Deutschen Bahn AG befindet, soll mit Natur-Stein Materialien befestigt werden. Der Bereich zwischen den Bahnhofsausgängen 2 und 3 soll weiterhin für die Außenbestuhlung der Gastronomiebetriebe im Bahnhof nutzbar sein und da-mit zur Belebung und sozialen Kontrolle des Wiener Platzes beitragen. Die Gastronomieflächen wurden in Abstimmung mit dem Bahnhofsmanagement festgelegt.
Zwischen dem Bahnhofsausgang drei und dem Königspavillon sollen sieben bodengebundene, größerkronige Bäume gepflanzt werden. Bei der Standort- und Gehölzauswahl wurden der unterirdische Bauraum, denkmalschutzrechtliche Anforderungen sowie die Anforderungen des Werbekonzeptes der Deutschen Bahn AG berücksichtigt. Die Flächen zwischen den Bäumen sollen mit Sitzelementen sowie einem Trinkbrunnen ausgestattet werden.
Teilfläche 2 (hellblau)
Für die Teilfläche 2 wurden Varianten für den Umbau der vier sanierungsbedürftigen Brunnenanlagen sowie der Oberlichter der Tiefgarage auf der Platzfläche untersucht. Der Umbau der Brunnenanlagen ist als Schlüsselmaßnahme des „Konzeptes zur Suchtprävention durch Belebung des Umfeldes und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität“ beschrieben, um die Barrierewirkung auf der Platzfläche (Sicht- und Wegebeziehungen) zu reduzieren und die sanierungs-bedürftigen Brunnenanlagen für die Funktionalität der Platzfläche nutzbar zu machen. Die beabsichtigte Lösung beschreibt zunächst eine Zielkonzeption.
Um eine möglichst positive Wirkung für das Mikroklima auf dem sonnenexponierten, hochversiegelten Wiener Platz zu erzielen und gleichzeitig die Aufenthalts- und Verweilqualität des Wiener Platzes zu verbessern, wird als Planungsziel der Umbau der Brunnen und der vollständigen Verschluss der Oberlichter zugunsten von repräsentativen Grünflächen mit klimaangepassten, artenreichen und pflegeextensiven Gehölz- und Staudenpflanzungen favorisiert. Der durch Verschluss der Oberlichter entfallende Tageslichteinfall in die Tiefgarage soll im Zuge des Umbaus durch zusätzliches Kunstlicht kompensiert werden. Die Grünflächen sollen umlaufend mit Sitzmauern eingefasst werden, um attraktive Aufenthalts- und Verweilangebote zu schaffen.
Die zentral gelegene Brunnenanlage soll niveaugleich geschlossen werden und auf der Fläche ein bedarfsgerechtes Angebot für das Abstellen von Fahrrädern, Leihrädern oder E-Rollern realisiert werden. Insgesamt sind 40 Fahrradbügel geplant.
Die Machbarkeit des Verschlusses der Oberlichter wurde mit einer statischen Untersuchung berechnet und prinzipiell nachgewiesen. Die erforderlichen Eingriffe in das Bestandsbauwerk erfordern die Kooperationsbereitschaft der Tiefgarageneigentümerin. Optimistisch gibt sich die Verwaltung: „Es muss die technische Lösung des Verschlusses der Oberlichter in der Entwurfsplanung weiter vertieft werden. Auf der Grundlage vertiefender statischer Untersuchungen müssen die Abstimmungen mit der Tiefgarageneigentümerin weitergeführt werden und das Ergebnis für die Partner vertraglich gesichert werden“.
Zieht man ein Fazit so hat der Stadtrat zugestimmt, saß dass für den 2. Bauabschnitt zusätzlich für die Jahre ab 2031 Fördermittel in Höhe von 2.400.000 Euro (3/3) beantragt sind. Die Fördermittelbeantragung erfolgte auf Basis der Kostenschätzung nach LPH 2 HOAI. Es bleibt abzuwarten, wie der fast nun Vierjährige Bauablauf sich für die Dresner auswirkt auch für das geplante neue Busterminal in unmittelbarer Nähe. Es müssen sich in der Verwaltung der Stadt die Uhren schneller drehen, sonst droht eine „zehnjährige“ Dauerbaustelle!
Titelfoto: Visualisierung des geplanten Bereiches für die Neugestaltung des nördlichen Vorplatzes am Hauptbahnhof mit dem Wiener Platz
Ein Campus für Innovationen und Zukunft „Universelle Werke Dresden“ – Bauarbeiten im Flow
Innovationszentrum für Start-ups und expandierende Unternehmen entsteht in der Südvorstadt
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Der zukünftige Campus in der Südvorstadt – an der Zwickauer Straße 42–60 – nimmt immer klarere Formen an und zeigt sich vielseitig wie vielversprechend. Mit dem neuen DVB-Haltepunkt der Linie 8, der im Zuge der Bauarbeiten für die „Campus-Linie“ an der Nossener Brücke entsteht, sowie einem zusätzlichen S-Bahn-Haltepunkt der Linie S3 wird sowohl der neue Campus „Universelle Werke“ als auch der bereits bestehende Standort deutlich aufgewertet. So setzt sich eine Erfolgsgeschichte fort, die 1896 begann und nun – 130 Jahre später – in ein neues, großes Kapitel startet.
Neuer Innovations-Campus für Dresden
In Dresden wird ein bedeutendes Zukunftsprojekt Wirklichkeit: Auf dem ehemaligen Industriegelände an der Zwickauer Straße unterhalb der Nossener Brücke entsteht ein weiterer moderner Innovations-Campus. Dieser richtet sich gezielt an Start-ups und expandierende Unternehmen. Mit über 28.000 Quadratmetern flexibler Gewerbefläche setzt Immopact neue Maßstäbe für Forschung und Entwicklung in Sachsen. Ein mittlerer Millionenbetrag investiert die Immopact in das neue Projekt, wo Nachhaltigkeit und moderne Technik dabei an erster Stelle stehen. Bereits in der Planungsphase wurde das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Damit erfüllt der geplante Campus höchste Standards in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Technik und Funktionalität – ein deutliches Signal für die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts Dresden. Dabei setzt der Investor auf eine nachhaltige und innovative Stadtentwicklung, die sowohl die Wirtschaft als auch die Wissenschaft in der Region stärkt.
Der für den Standort zuständige Property Manager Alexander Gräbner von der Immopact Immobilien GmbH erläutert: „Der Campus und das akademische Umfeld der Landeshauptstadt profitieren in besonderem Maße voneinander. Die direkte Nähe zur Technischen Universität Dresden sowie zu Instituten der Fraunhofer-, Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft schafft ideale Voraussetzungen für einen wechselseitigen Wissenstransfer, intensive Kooperationen und gemeinsame Forschungsprojekte. Während Unternehmen schnellen Zugang zu hochqualifizierten Fachkräften, modernsten Laborstrukturen und wissenschaftlicher Exzellenz erhalten, gewinnt die akademische Landschaft zugleich Impulse aus der Praxis, neue Anwendungsmöglichkeiten und zusätzliche Partner für Innovationen“.
Durch die starke Anbindung an Silicon Saxony, eines der bedeutendsten Mikroelektronik- und IT-Cluster Europas, fügt sich der Innovations-Campus zudem in ein leistungsfähiges Ökosystem aus Halbleiterindustrie, Hightech-Forschung und international vernetzten Technologiepartnern ein. Dies stärkt nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern eröffnet den hier ansässigen Unternehmen optimale Chancen für Wachstum, Skalierung und internationale Kooperation.
Besonderen Wert legt das Bauprojekt auf eine nachhaltige Bauweise und innovative Gebäudetechnik. Vorgesehen sind eine energieeffiziente Gebäudetechnik, ressourcenschonende Materialien sowie begrünte Außenbereiche, die nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch zur Aufenthaltsqualität der Beschäftigten beitragen. Öffentliche Begegnungszonen sollen den Austausch zwischen Unternehmen, Forschenden der Technischen Universität Dresden (TU) und der Stadtbevölkerung fördern – und damit den Campus „Universelle Werke“ zu einem lebendigen Treffpunkt der „HUB-Generation“ machen.
Symbolischer Baubeginn mit Spatenstich
Am 10. September 2025 erfolgte der offizielle Baubeginn. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich gab die IMMOPACT Immobilien GmbH den Startschuss für das ambitionierte Gewerbeprojekt.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert äußerte sich positiv zu den „Universellen Werken“ in Dresden. Er betonte in seiner Rede die Wiederbelebung eines der traditionsreichen Industriestandorte an der Zwickauer Straße durch das Campus-Projekt. Besonders hob Hilbert hervor, dass der Standort durch die Kombination aus Bestand und Neubau zu einem zukunftsorientierten Campus für Hightech-Unternehmen und wissenschaftliche Entwicklungen werde. Er sieht darin eine Stärkung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Dresden und ein kraftvolles Bekenntnis zur Zukunft der Stadt.
Geschäftsführer Andreas Schöberl betonte die logistische Herausforderung der Bauzeit: „Unsere planerische Leitidee ist es, durch pflanzliche Einbindung und strukturelle Elemente den Campus als Ensemble herauszuarbeiten und ihn zugleich mit seiner Umgebung zur TU Dresden zu verknüpfen. Dies soll perspektivisch zur Entwicklung des gesamten Quartierkontextes, zur stadtstrukturellen Vernetzung und zur Wahrnehmung der Universellen Werke – Haus E und die Neubauten – als Schlüsselprojekt am Gewerbestandort entlang der Zwickauer Straße führen.“
Auszeichnung für nachhaltiges Bauen
Bereits in der Planungsphase wurde das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Damit erfüllt der geplante Campus höchste Standards in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Technik und Funktionalität – ein deutliches Signal für die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts Dresden.
Blick in die Zukunft
Die Fertigstellung der Gebäude C + D sind bis 2027 geplant. Bis dahin entsteht in Dresden ein Zentrum, das Start-ups und innovativen Unternehmen ideale Bedingungen für Wachstum und Zusammenarbeit bietet und die Stadt als Wirtschaftsstandort weiter stärkt. Mit seiner TU-Nähe und der Einbettung in ein universelles Netzwerk aus Wissenschaft, Forschung und Technologie entsteht hier ein Standort mit Zugang zur absoluten universellen Arbeitswelt, der Unternehmen neue Chancen eröffnet und ihnen ermöglicht, unkompliziert anzudocken.
Zum aktuellen Stand sagt Andreas Schöberl weiter: „Durch unser Büro wurde nach einer Bestandsaufnahme eine Untersuchung zur strukturellen haustechnischen Erschließung erstellt und eine umfangreiche Gesamtkonzeption entworfen. Auf dem geschichtsträchtigen Areal der „Universellen Werke Dresden“ entsteht ein moderner und nachhaltiger Hightech-Standort mit vielfältigen Nutzungsoptionen und Angeboten für das Arbeiten von morgen. Der zentrale Standort im Herzen der Stadt stellt dabei einen besonderen Vorteil dar – ein klarer Mehrwert des Standorts.“
Im Rahmen der Entwicklung des Gesamtkonzeptes wurde bereits vor Jahren das architektonisch und historisch bedeutsame Bestandsgebäude (Haus E) modernisiert und durch neue Arbeitsplätze ergänzt. Im ersten fertig sanierten Haus E wurde ein spezieller Arbeitsplatz für eines der Technologiezentren der Landeshauptstadt Dresden eingerichtet. Weitere Unternehmen wie die VW Group Software Innovation & Development, die Viessmann Group, die anvajo GmbH sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt siedelten sich an – ein Zeichen dafür, dass man als Investor die Weichen früh richtigstellen kann. Viele Unternehmer erkennen zusätzlich den Vorteil, ihren Mitarbeitenden durch die zentrale Lage und die künftige Verkehrsanbindung einen entscheidenden Standortvorteil zu verschaffen.
Weihnachten liegt in der Luft: Mit Bimmelbahn und Lichterglanz entlang der Weißeritztalbahn
Am 1. Adventswochenende öffnet Deutschlands längster Weihnachtsmarkt seine Türen
Am ersten Adventswochenende lädt das Osterzgebirge zum Besuch von Deutschlands längstem Weihnachtsmarkt ein. Am 29. und 30. November findet entlang der Weißeritztalbahn „Bimmelbahn und Lichterglanz“ statt.
Viele Stationen entlang Deutschlands dienstältester Schmalspurbahn, die täglich zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf unter Dampf steht, werden zu Themen-Bahnhöfen mit eigenen und besonderen Programmen. „So verknüpfen wir die zauberhafte erzgebirgische Weihnachtstradition mit der historischen Bahn“, betont Ines Hanisch-Lupaschko, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge e.V. (TVE). „Bei der Vielzahl der Angebote können die Fahrgäste je nach Lust und Laune entscheiden, wo sie aussteigen und das Programm genießen oder ob sie manche Bratwurst gleich mit einer Wanderung von einer Station zur nächsten ablaufen.“ Für das Projekt ziehen neben dem TVE die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG), der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), die Städte und Gemeinden sowie viele engagierte Vereine und Partner entlang der Strecke an einem Strang.
„Zu Bimmelbahn und Lichterglanz kostet die Tageskarte für die gesamte Strecke der Weißeritztalbahn 33 Euro pro Person“, erläutert Gabriele Clauss, Marketingleiterin des VVO. „Bis zu vier Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenfrei mit.“ Fahrgäste mit einem Deutschlandticket können für zehn Euro den SDG-Historik-Zuschlag erwerben, der als Tageskarte gilt. Zur Veranstaltung wird das Angebot auf der Strecke verdichtet: „Wir setzen zwei Züge ein, so dass an beiden Tagen fünf Fahrten je Richtung über die gesamte Strecke angeboten werden“, erklärt Mirko Froß, Eisenbahnbetriebsleiter der SDG. „Ergänzt wird der Eisenbahnverkehr zudem durch zusätzliche Shuttlebusse, die im Ticket ebenfalls inklusive sind.“
Die Städte, Gemeinden und Vereine entlang der Strecke haben sich für das Wochenende einiges einfallen lassen: In Dippoldiswalde zieht sich beispielsweise eine ganze Weihnachtsmeile vom Bahnhof bis hin zum Lohgerbermuseum. Ein kleiner Markt erwartet die Besucher auch im Bahnhof Kipsdorf, zudem können sich Kinder schminken lassen und basteln. Im Außenbereich duftet es nach Lagerfeuer, Stockbrot, Glühwein und Gegrilltem, und als „Stargäste“ schauen die beiden Maskottchen Rußhörnchen von der SDG und Mobilius vom VVO in einer gemütlichen Weihnachtsecke vorbei. In Ulberndorf können große und kleine Besucher ihr eigenes kleines Weihnachtsgebäck aus Kartoffelteig herstellen und kreative Weihnachtspostkarten gestalten. An der Feuerschale gibt’s ein gemütliches Beisammensein mit weihnachtlichen Getränken und Naschereien. Ebenfalls im Freien wird Adventsromantik am Bahnhof Obercarsdorf zelebriert. Fackeln, Feuerkörbe und Lichterketten sorgen für eine stimmungsvolle Beleuchtung der Festwiese. Die Gäste können natürlich allerlei Köstliches probieren und am Sonntag am Lampionumzug teilnehmen.
Die Schallschutzschleuse am Dresdner Kulturpalast-eine vergessene Posse
Ein architektonisches Meisterwerk und Meilenstein für den Wohnungsbau am Neumarkt-ohne Festverglasung – Fensterstreit ade! Episode 4: Im DDN-Archiv geblättert!
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Einleitung Fast unbemerkt vom Baugeschehen an der Schloßstraße hatte im Herbst 2021 der Dresdner Kulturpalast einen bedeutenden architektonischen Zuwachs erhalten: Eine Schallschutzschleuse, deren Funktion und Wirkung weit über das rein bauliche hinausging. Dieses Bauwerk ist nicht nur ein gelungenes Beispiel moderner Baukunst, sondern eröffnete auch neue Perspektiven für die Entwicklung von Wohnraum am Neumarkt im Herzen Dresdens.
Hintergrund und Notwendigkeit Die neue Schallschutzschleuse war als sogenannte Großgarage konzipiert: Sie sollte verhindern, dass der Lärm, der beim Be- und Entladen großer Trucks entstand, nach außen in die angrenzenden Wohngebiete dringt. Besonders wichtig ist dies für die Rosmariengasse, die Schössergasse und die Galeriestraße, in denen künftig Wohnungen mit öffenbaren Fenstern(!) entstehen sollen. Die strengen deutschen Lärmschutzvorschriften machten herkömmliche Lösungen wie Schallschutzfenster und Belüftungsanlagen, wie sie etwa beim Verkehrslärm zum Einsatz kommen, hier nicht ausreichend. Stattdessen forderten die Vorschriften eine Lärmminderung direkt am Entstehungsort – eine 2021 eine technisch schwierige Hürde und finanziell eine deutlich anspruchsvolle Lösung im Millionenbereich.
Vorher: 2017
Heute: 2025
Rückblick, Herausforderungen und Verantwortung Eigentlich hätte eigentlich die Stadt Dresden als Bauherrin und Betreiberin des Kulturpalastes für den Bau dieser Schallschutzschleuse im Frühjahr 2018 bei der Sanierung und Modernisierung des Dresdner Traditionsgebäudes sorgen müssen, insbesondere da der Bedarf an neuen Wohnungen in direkter Umgebung bekannt war. Dennoch wurde die Verantwortung auf die privaten Bauherren der Quartiere VII/1, VII/2 und VI abgewälzt. Diese standen damit vor der schwierigen Aufgabe, auf kommunalem Grund an einem städtischen Gebäude eine grundlegende Lösung zu präsentieren.
Engagement privater Akteure Berndt Dietze, Geschäftsführer der Baywobau Dresden, nahm sich dieser Herausforderung an. Unterstützt wurde er maßgeblich vom Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt. Von Anfang an stand für Dietze bei der Planung des Schlossecks (Quartier VII/1) fest, dass statt der schwer vermietbaren reinen Bürolösungen, nur eine Wohnbebauung in Frage kommen sollte. Für die architektonische Umsetzung holte er das renommierte Berliner Architekturbüro gmp Architekten (Gerkan, Marg und Partner) und Christian Hellmund an seine Seite, die bereits beim Umbau des Kulturpalastes überzeugt hatten.
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Probleme der Vergangenheit beim Quartier von Bauherr Kimmerle Die Brisanz des Lärmproblems zeigte sich bereits einige Jahre zuvor: Im Quartier VII/2 konnte Michael Kimmerle seine neuen Wohnungen in der Rosmaringasse nur mit festverglasten, nicht zu öffnenden Fenstern (!) vermietbar. Fenster putzen von außen mit Hubwagen-Damen auf der Leiter in Kittelschürze- hier sahen die Bauherren rot! Trotzaufwendigen Gerichtsverfahren, Bürgerprotesten und großer medialer Aufmerksamkeit, blieb die Situation unverändert. Auch das benachbarte Quartier VI mit Baurecht war betroffen und schloss sich schließlich der Finanzierung der besonderen Schallschutzlösung für den Kulturpalast an.
Finanzierung und Umsetzung Dank gemeinsamer Anstrengungen und finanzieller Beiträge der Baywobau (1.030.000 €), von Kimmerle GRUPPE (KIM), (130.000 €) und Unser schönes Dresden (USD), (150.000 €) wurde das Projekt mit 1,31Millionen Euro finanziell gesichert. Die Baugenehmigung wurde am 6. Juni 2018 erteilt – jedoch nur unter der Auflage, dass die Arbeiten ausschließlich während der sechs Theaterferienwochen (!) im Jahr stattfinden sollten. Dies erschwerte die zeitliche Umsetzung erheblich. In dieser Phase übernahm Axel Walther, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft KiD, die Realisierung, sämtlichen Planungs- und Gutachterunterlagen sowie dem Generalunternehmervertrag mit dem Bauherrn Dreßler Bau, damit gelang es ihm und seinem Team, das Projekt planmäßig abzuschließen.
Fertigstellung und Bedeutung für Dresden-HeuteÂ
Mit der Fertigstellung und Übergabe der Schallschutzschleuse am 1. November 2021 konnte das nächste Ziel erreicht werden: Bereits ab dem 15. Dezember 2021 konnten die ersten interessierten Mieter im Schlosseck (Quartier VII/1), dem Lückenschluß zwischen Kulturpalast und Schlossplatz die Fenster öffnen (!) und vor dem Jahreswechsel die Wohnungen beziehen.
Auch wenn Berndt Dietze rückblickend betont, dass er dieses Geld lieber für einen Kindergarten ausgegeben wollte, ist Dresden heute um ein architektonisches Kleinod reicher. Dank privater Initiative und öffentlicher Unterstützung entstand durch gmp Architekten anstelle einer schlichten Verladestelle ein architektonisch anspruchsvolles Bauwerk , das den Wohnungsneubau am Neumarkt erst möglich machte. Nicht zuletzt ist dieses Bauwerk Berndt Dietze zu verdanken, der mit seinem Engagement einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Dresdner Innenstadt und am Neumarkt in der Vergangenheit geleistet hat.
Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens zum Dresdner ÖPNV-Angebot OB Dirk Hilbert und Stadtverwaltung sehen finanzielle Risiken – Stadtrat entscheidet im Dezember
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Das Bürgerbegehren „Dresdner Nahverkehr erhalten: Kürzungen gemeinsam verhindern!“ fordert die Beibehaltung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in Dresden auf dem Niveau von 2024. Die Stadtverwaltung Dresden hat dieses Begehren jedoch als unzulässig eingestuft.
Am Montag hat die Stadtverwaltung Dresden die Vorlage der Fraktion “ Die Linke“ zur Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens „Dresdner Nahverkehr erhalten: Kürzungen gemeinsam verhindern!“ in den Gremienlauf gegeben. Die endgültige Entscheidung darüber trifft der Stadtrat in seiner Doppelsitzung am 11. und 12. Dezember 2025. Dem Beschlussvorschlag zufolge betrachtet die Verwaltung das Bürgerbegehren als unzulässig. Oberbürgermeister Dirk Hilbert betonte dabei die Bedeutung von Bürgerbegehren für die demokratische Mitbestimmung, stellt jedoch klar, dass die komplexe Thematik umfassend geprüft wurde.
Hintergrund des Bürgerbegehrens: Das Bürgerbegehren richtet sich gegen geplante Änderungen der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB), darunter geringfügige Linienänderungen und Taktreduzierungen im Bus- und Straßenbahnverkehr, teilweise zu Taktzeiten von bis zu 20 Minuten. Ziel der Initiative ist es, das bestehende Angebot im ÖPNV zu erhalten und Kürzungen des Taktes und der Linienführung zu verhindern.
Prüfung durch die Stadtverwaltung: Die Stadtverwaltung hat die im Bürgerbegehren vorgeschlagenen Finanzierungsoptionen geprüft. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Fördermittel sowie eine Erhöhung der Gewerbesteuer. Während die Stadt auf die Gewerbesteuer Einfluss nehmen kann, liegen zusätzliche Fördermittel außerhalb ihres Verantwortungsbereichs.
Die Analyse ergab, dass die im Begehren angenommenen jährlichen Mittel von 18 Millionen Euro nicht ausreichen, um das angestrebte Angebot zu sichern. Die Prüfung ergab, dass die angenommenen Mittel von jährlich 18 Millionen Euro nicht ausreichen, um das angestrebte Niveau zu halten. Experten gehen von einem Finanzierungsbedarf im zweistelligen Millionenbereich aus, der aus dem städtischen Haushalt gedeckt werden. . Dieser müsste aus dem städtischen Haushalt gedeckt werden, was erhebliche Auswirkungen auf andere Bereiche wie Sport, Jugend, Kultur und soziale Angebote hätte. Die Stadtverwaltung kritisiert, dass diese finanziellen Folgen im Bürgerbegehren nicht ausreichend dargestellt werden.
Stellungnahme des Oberbürgermeisters: Oberbürgermeister Dirk Hilbert unterstreicht die Bedeutung von Bürgerbegehren für die demokratische Mitbestimmung. Er weist jedoch darauf hin, dass eine umfassende Prüfung der komplexen Thematik erfolgt sei. Die optimistischen Finanzierungsszenarien des Begehrens werden von Hilbert als unrealistisch bewertet. Weiter sagte der OB: “ Angesichts der angespannten Haushaltslage sei vielmehr ein Konsolidierungskonzept erforderlich. Jede zusätzliche Million für den ÖPNV kann zu Kürzungen des Etats der Stadtverwaltung und in Anderen Ressorts oder freiwilligen Leistungen führen“.
Weitere Verfahrensschritte: Gemäß § 25 Abs. 4 Satz 1 SächsGemO entscheidet der Stadtrat über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens, nachdem die Vorlage in den Ausschüssen beraten wurde. Sollte der Stadtrat entgegen der Empfehlung der Verwaltung das Begehren für zulässig erklären, müsste innerhalb von drei Monaten ein Bürgerentscheid erfolgen.
Standpunkt der CDU im Stadtrat dazu, Veit Böhm, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, betont die Sorgfalt, mit der die Vorlage geprüft werden soll. Eine abschließende Bewertung der juristischen Positionen sei derzeit noch nicht möglich. Laut CDU sind moderate Angebotsanpassungen unvermeidbar. Einschnitte in Ortschaften oder Randgebieten und die Streichung von Fährverbindungen lehnt die Fraktion jedoch ab. Stattdessen setzt sie auf eine Optimierung des Liniennetzes, über die der Stadtrat entscheiden soll. Ziel sei ein flexibler und zukunftsfähiger ÖPNV, der auf neue Mobilitätsbedarfe reagieren könne. Hintergrund: Die Linke fordert eine stärkere Finanzierung der DVB aus dem städtischen Haushalt sowie höhere Gewerbesteuern. Die CDU lehnt diese zentrale Finanzierungsdebatte entschieden ab. In einer Pressemitteilung heißt es: „In wirtschaftlich angespannten Zeiten gefährdet eine Steuererhöhung kleine und mittelständische Unternehmen“, so Böhm. Zudem sieht die CDU viele Vorschläge außerhalb der kommunalen Entscheidungsgewalt.
Einigkeit besteht darin, so die Fraktion(CDU), „dass ein leistungsfähiger Nahverkehr erhalten bleiben muss. Doch die Wege dorthin sind umstritten“. Die CDU will den Spagat zwischen finanziellem Pragmatismus und dem Erhalt des Angebots wagen – und fordert von anderen Fraktionen realistische, finanzierbare Konzepte Wichtig wird auch sein, im Rahmen der Ausschussbefassungen die Gutachterpositionen, die Einschätzung des städtischen Rechtsamts sowie weiterer Positionen der Stadtverwaltung abzuwägen. Damit wird sich CDU- Fraktion auf dieser Basis eine Position zur Vorlage des Oberbürgermeisters erarbeiten und in Diskurs bringen.“
Fazit: Die Entscheidung über das Bürgerbegehren zum Erhalt des Dresdner ÖPNV-Angebots steht unmittelbar bevor. Während die Stadtverwaltung vor finanziellen Risiken warnt und das Begehren für unzulässig hält, liegt die endgültige Entscheidung beim Stadtrat. Die Debatte verdeutlicht die Herausforderungen, die mit dem Erhalt kommunaler Leistungen in Zeiten angespannter Haushalte verbunden sind. Mitten im Weihnachtstrubel eine solche schwerwiegende Entscheidung zu treffen, sollten die Mitglieder des Stadtrates und alle Fraktionen nochmals überdenken. Zum Wohle der Stadt und seinen Bürgern!
Kirchenkonzert 20 Jahre Kirchweihe der Extraklasse – mit stehenden Ovationen bedankten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer für die exzellenten Darbietungen.
Von Dr.h.c. Bernhard Heck
Mit einem Kirchenkonzert der Extraklasse sorgte der Preisträger verschiedener Orgelwettbewerbe und erster Kantor der Dresdner Frauenkirche Matthias Grünert (52), zusammen mit den Jenaer Philharmoniker und dem 60köpfigen Dresdner Frauenkirchen-Chor für viel Euphorie. Ebenfalls ein Höhepunkt, die akustisch taktvolle Einblendung mit Gesangseinlage der Sopranistin der Sächsischen Staatsoper Dresden Romy Petrick sowie des Tenors Tobias Hunger und Bass Interpreten Tobias Berndt, beide ehemalige Kruzianer, die mit ihrem Stimmenklang den Barocktempel Frauenkriche verzauberten.
Der Dresdner Frauenchor in seinen neuen Roben. 60 Stimmen, ein Klang: Der Chor der Frauenkirche faszinierte mit seiner Homogenität und großen Ausdrucksstärke. Wärme und Präzision bei den diversen Klangkörpern.Bekamen minutenlang stehende Ovationen. vo Links; Sopranistin Romy Petrick, Peter Grimm Jenaer Philhamoniker, erster Kantor der Dresdner Frauenkirche Matthias Grünert, Tenor Tobias Hunger, Bass Tobias Berndt und Solisten der Philharmonie aus Jena.
Das Schöne dabei: Auch dem zunächst eher verhaltenen Zuhörerinnen und Zuhörern schien das Konzert jetzt Spaß zu machen. Bei den Spirituals wurde es in der Kirche richtig lebendig: Mit allem, was dazugehört einschließlich den drei Interpreten und dem Chor der Frauenkirche, die die Hörer in Erstaunen versetzt haben. Man sei »zunächst […] geblendet, dann berauscht und endlich überwältigt.« Und wahrhaftig, einerseits kann man in diesem Werk einen farbig-dramatischen Ton mit prachtvoller Klangentfaltung heraushören, andererseits eine an die Gregorianik gemahnende Einfachheit, dazu eine meist schlichte Harmonik und eine gesangvolle Ausdeutung des Messetextes. Das Instrumentarium weist neben der klassischen Orchesterbesetzung und zwei Harfen, den zusätzlich zu zwei Trompeten, die für ein großes französisches Orchester typischen Pistons (hier zwei Flügelhörner) und zu den Kontrabässen gesellt sich ein riesengroß dimensionierter »Oktobass« hinzu, um an bestimmten Stellen den tiefen Tönen mehr Gewicht zu verleihen.
Ein Genuss, die leisen Sonaren Töne in den ersten Reihen stellenweise »einzufangen« zu können. Auch die Werke »Sinfonie C-Dur« von Georges Bizet begeisterten die prall gefüllten Bänke und Reihen im Kirchschiff. Die Interpretation von Bizet, ein jugendlicher Geniestreich – wurde stilistisch ausgeglichen und instrumentatorisch reif eröffnet. Sie lässt sich mit Schuberts 3. Sinfonie (im Alter von 18 Jahren) oder Mendelssohns »Sommernachtstraum«-Ouvertüre (im Alter von 17) vergleichen.
Ein Vorbild war Gounods 1855 komponierte Sinfonie in D-Dur. Bizet kannte sie gut; er hatte sie sogar für zwei Klaviere arrangiert. Ähnlichkeiten zeigen sich in den Streicherfiguren, wo die Solisten auf den Takt genau die Exaktheit zelebrierten.
Den entwickelnden Sequenzen, in Fugato-Abschnitten der langsamen Sätze und in motivischen Parallelen. Weitere stilistische Anleihen finden sich bei Mendelssohn, auch in der Wiener Klassik und bei Rossini.
Das Fazit nach dem einmaligen musikalischen Hörgenuss in der Frauenkirche: Unter der Leitung von Grünert stellte bei dem Kirchenkonzert unter seiner Leitung nicht nur sein überdurchschnittliches Können unter Beweis, sondern bestach auch durch seine erstaunliche Kondition am Dirigenten Pult. Der Einklang der Klangkörper machte darüber hinaus, ausgezeichnet interpretiert von den Philharmonikern aus Jena, auch seinem neuen Image, sakrale Stücke in zeitgemäßer moderner Form darbieten zu können, alle Ehre. Auch Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel dürften an dem Konzert ihre helle Freude gehabt haben. Der ehemalige Oberbürgermeister Dresdens (1990-2002) Dr. Herbert Wagner (77): »Ich freu mich riesig über die 20 Jahre seitdem wir die Frauenkirche wieder aufgebaut haben, dass sie mit Leben erfüllt wurde, sie für Frieden, Versöhnung und auch für den Glauben steht. Ein hervorragendes Erlebnis und Beweis alles guten Tuns, so wie auch heute Abend bei diesem Schönen Konzert. Ich bin dankbar dafür, in der Frauenkirche dieses Kirchenkonzert erlebt zu haben«.
Vom Schatzmeister Ulrich Blüthner-Haessler von der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e.V. klang es noch effektvoller: »Einmalig, ein Extralob für die großartige Leistung der Musikerinnen und Musiker, allen Jenaer Philharmonikerern voran Romy Petrick, sowie Tobias Hunger und Tobias Berndt, die bei dem Kirchweih-Konzert als Gesangssolisten brillierten. Es ist nicht in Worte zu fassen, so etwas überwältigendes habe ich noch nicht erlebt, das Orchester aus Jena, welches mir bisher nichts sagte. Ich bin begeistert, auch von der Engagiertheit unseres Kantors Matthias Grünert. Ein Erlebnis, dieses Konzert zum 20. Kirchweihtag«.
Zum Auftakt wurden die Kosten der neuen Roben für den 80 köpfigen Frauenkirchen-Chor durch Ulrich Blüthner-Haessler von der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e.V. und Maria Noth, Geschäftsführerin Stiftung Frauenkirche, an die Chorleiterin Daniela Behrens, posthum getilgt. Das Projekt der neuen schwarzen Chormäntel mit rotem Krag-Mantel hat erst die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche e.V. möglich gemacht. Diese Gewänder stehen symbolisch für vieles, was in Bewegung ist – und dafür, wie wertvoll Unterstützung von außen für unseren inneren Wandel ist. Dazu Geschäftsführerin Maria Noth: »Das neue Gewand erinnert uns: Veränderung ist kein Verlust. Sie ist manchmal ein Wagnis, manchmal eine Improvisation. Aber sie ist auch eine Kraft, die Schönheit schafft – und Zukunft«.
Hier, an diesem besonderen Ort, steht sie auf sicherem Grund: getragen von einer starken Gemeinschaft, verwurzelt in einer lebendigen Tradition, das wurde an diesem denkwürdigen Abend deutlich.
Ein Wahrzeichen im Wandel – Dresdens Neues Rathaus wird fit für die Zukunft mit neuer Photovoltaianlage auf dem Dach
von Dr. h.c. Bernhard Heck
Dresdens Stadtverwaltung hat insgesamt über 7.000 (!) Beschäftigte. Im Neuen Rathaus Dresden stehen nach Abschluss der kompletten Instandsetzung 2030 rund 1.000 Arbeitsplätze zur Verfügung. Im Stadtforum dem 1. April 2025 sind am Ferdinandplatz 1.035 Arbeitsplätze für etwa 1.400 Beschäftigte verfügbar. Langfristig ist es das Ziel der Stadtverwaltung, möglichst alle zentralisier baren Organisationseinheiten im Stadtzentrum und in stadteigenen Immobilien unterzubringen. Das ist bürgerfreundlicher, trägt zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Verwaltung bei und ist außerdem langfristig wirtschaftlicher als die Nutzung von den zahlreichen Mietobjekten.
Seit Juli 2025 wird deshalb das denkmalgeschützte Neue Rathaus umfassend modernisiert. Ziel der Komplexsanierung ist es, das historische Gebäude zukunftsfähig und barrierefrei zu gestalten. Neben dem vollständigen Brandschutz werden die Haustechnik erneuert, die Energieeffizienz verbessert und die Raumstrukturen optimiert. Ab 2030 sollen hier rund 1.000 Arbeitsplätze für rund 1.300 Beschäftigte zur Verfügung stehen. Baubürgermeister Stephan Kühn: „Der Brandschutz in dem großen Gebäude ist nicht mehr gegeben, die Haustechnik ist veraltet oder defekt und die Decken in den Obergeschossen sind teils instabil. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist dringend erforderlich. Zugleich entsteht ein weiterer moderner Verwaltungsstandort für Dresden.“
Die bisherigen Baumaßnahmen umfassten die Sanierung des Ostflügel mit Fest- und Plenarsaal von 2011 bis 2017 für rund 38 Millionen Euro. Zwischen 2020 und 2024 folgten Arbeiten an Dach und Außenfassaden für weitere 18 Millionen Euro. Seit Juli 2025 ist der Rathausturm wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der Probebetrieb läuft voraussichtlich bis Februar 2026. Danach wird über eine dauerhafte Öffnung entschieden. Aktuell sind Gruppen von bis zu fünf Personen zugelassen. Größere Führungen wären nur nach zusätzlichen Bauarbeiten an den Fluchtwegen möglich, die nicht Teil der laufenden Sanierung sind. Der weitere Bauablauf umfasst die Bis Ende 2029 die vollständige Sanierung der Innenräume, die Brandschutz umfassende erneuert und die Innenhoffassaden instandgesetzt. Derzeit finden vor allem Abbrucharbeiten statt. Anschließend folgt die Erneuerung des Brandschutzes und der Haustechnik sowie der Innenausbau mit Putz-, Maler- und Fliesen arbeiten. Auch an Fassaden und Fenstern wird 2026 gearbeitet. Ab 2027 begleiten archäologische Untersuchungen die Bauarbeiten in den Innenhöfen, wo Reste mittelalterlichen Mauerwerks vermutet werden. Am aufwendigsten und teuersten sind die Brandschutzmaßnahmen. Rund 420 Meter Brandwand entstehen, 1.125 Türen werden erneuert oder ertüchtigt. Ergänzt wird dies durch moderne Rauchableitungen und verstärkte, feuerwiderstandsfähige Geschossdecken. Auch die Energieeffizienzstrategie der Stadt wird konsequent fortgeführt: Rund 2.000 neue Leuchten mit stromsparender LED-Technik werden installiert und so die Betriebskosten reduziert.
Der Lichthof des Neuen Rathauses hat eine Seitenlänge von 22 x 32 Metern. Die Überdachung wird abgebrochen und es wird ein neues Dach aus einer schalenartigen Stahl- Glas-Konstruktion an historischer Stelle über dem 3. Obergeschoss aufgebaut. Die Tür- und Fenster Konstruktionen im Lichthof erhalten nach den aktuellen Brandschutzvorgaben eine Brandschutzverglasung. Außerdem wird das Dach des Lichthofes frei beweglich sein. Unter dem neuen Dach eröffnen sich Möglichkeiten für die verschiedensten Veranstaltungsformate für bis zu bis zu 250 Personen. Bei der Planung der Sanierung werden außerdem Garderoben mitberücksichtigt, sowie ein separater Zugang vom Innenhof C, eine Catering-Küche und ein Möbellager. Die Barrierefreiheit des lichtdurchfluteten Veranstaltungsortes wird durch die Anhebung des Fußbodens und den Einbau einer Anlage für eine verbesserte Akustik gewährleistet.
Ein wichtiger Meilenstein ist die Installation von 625 Photovoltaikmodulen und energieeffiziente Beleuchtung auf den Dachflächen des Rathauses. Die Anlage mit einer Leistung von 275 kWp soll bis Anfang November 2025 ans Netz gehen und rund 15 Prozent des Strombedarfs des Rathauses decken. Dieser Anteil wird auf mindestens 20 Prozent höher steigen, wenn die neue, energieeffizientere Gebäudetechnik und Beleuchtung installiert ist. Die erzeugte Solarenergie spart jährlich rund 107 Tonnen Kohlendioxid ein – das entspricht der CO₂-Bindungsleistung von etwa 4.300 ausgewachsenen Bäumen. Insgesamt umfasst die Sanierung eine Bruttogrundfläche von 48.000 Quadratmetern – das entspricht etwa der Größe von sechs Fußballfeldern. Die Kosten bis 2030 belaufen sich auf rund 72 Millionen Euro. Für die Finanzierung der Beleuchtung nutzt die Stadtverwaltung Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Die laufenden Bauarbeiten am Neuen Rathaus, von denen der bisherige Haupteingang Dr.-Külz-Ring 19 betroffen ist, gaben den Anlass, den offiziellen Hauptsitz der Landeshauptstadt Dresden dauerhaft zu ändern. Er befindet sich weiter im Neuen Rathaus, jedoch nun am Eingang Goldene Pforte, Rathausplatz 1. Damit steht als Hauptsitz der Landeshauptstadt Dresden: Neues Rathaus, Rathausplatz 1, 01067 Dresden.
Wiederaufbau der Carolabrücke: Zwölf fristgerechte Angebote für Brückenneubau – Auswahl der Planungsbüros bis Dezember 2025
Von Dr.h.c. Bernhard Heck
Am 11. September 2024 kam es zu einem Teileinsturz der 1971 gebauten Carolabrücke. Seitdem ist die Carolabrücke zur Sicherheit aller vollgesperrt und wurde mit allen drei Brückenzügen abgerissen. Zugleich haben die Planungen für eine neue Brückenverbindung begonnen. Ein unabhängiger Gutachter untersuchte den Brückeneinsturz. In seinem Abschlussbericht kommt er zum Schluss, dass die Ursachen für die Schäden an allen Brückenzügen in der Bauzeit der Spannglieder liegen. Eine Wiederinbetriebnahme war aufgrund der massiven Schäden nicht möglich, alle Brückenzüge mussten daher abgerissen werden.
Brückenteile zur Untersuchen bei Prof. Marx
Für den Wiederaufbau der Carolabrücke hat der Stadtrat im Juni 2025 entschieden, dass die Brücke mit einigen Änderungen als Ersatzneubau wiedererrichtet werden soll.
Die Dresdner Stadtverwaltung hat dem Stadtrat einen Ersatzneubau der Carolabrücke in ähnlicher Größe vorschlagen. Ein Rechtsgutachten bestätigt, dass dabei trotzdem Anpassungen wie regelkonforme Radwege oder eine Verschlankung der St. Petersburger Straße möglich sind. Da die Brücke an gleicher Stelle und Gestalt wieder aufgebaut würde, entfällt ein langwieriges Planfeststellungsverfahren, welches bis zu sechs Jahren dauern kann.
Für die Planung der neuen Carolabrücke wurden zwölf Angebote termingerecht eingereicht. Ein verspätetes Angebot kann nicht mehr berücksichtigt werden. Die eingegangenen Unterlagen werden nun auf Vollständigkeit, Eignung und Vergütung geprüft.
Am 24. Oktober 2025 bewertet ein Gremium aus neun Stadträten aller Fraktionen, dem Oberbürgermeister und dem Baubürgermeister die Angebote und wählt die vier besten Planungsbüros aus. Die Empfehlung dieses Gremiums wird dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung zur Bestätigung vorgelegt. Die endgültige Vergabe an die vier Büros ist für Dezember 2025 vorgesehen.
Die ausgewählten Büros haben anschließend bis Mitte Mai 2026 Zeit, ihre Entwürfe zu erarbeiten. Diese werden dem Gremium und der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Herbst 2026 entscheidet der Stadtrat über die Umsetzung eines Entwurfs.
Hintergrund: Die europaweite Ausschreibung startete am 5. September 2025, die Angebotsfrist endete am 6. Oktober 2025 um 15 Uhr. Die Vergabeunterlagen wurden zuvor dem Begleitgremium vorgestellt, das Vertreter aller Fraktionen, Kammern, Verbände und der Stadtverwaltung umfasst. Dieses Vorgehen hat der Stadtrat im Juni 2025 festgelegt. Es ermöglicht, unterschiedliche planerische Ansätze direkt miteinander zu vergleichen und die qualitativ beste Lösung für Dresden auszuwählen.
Das Bertolt-Brecht-Gymnasium in Dresden bekommt internationalen Bildungsgang
Exzellente Schulbildung ist Standortfaktor für Silicon Saxony
von Dr.h.c. Bernhard Heck
Schulbildung ist Standortfaktor für Silicon Saxon Kultusminister Conrad Clemens für den Freistaat Sachsen und Bildungsbürgermeister Jan Donhauser für die Landeshauptstadt Dresden haben am 22. September 2025 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, um am Bertolt-Brecht-Gymnasium das international anerkannte Middle Years Programme (MYP) der International Baccalaureate Organisation einzuführen. Damit reagieren Land und Stadt auf die steigende Nachfrage nach hochwertigen, international anerkannten Bildungsangeboten in Dresden.
Geplant ist, das Programm ab dem Schuljahr 2027/28 mit einer 6. Klasse zu starten und durch eine vorbereitende 5. Klasse zu ergänzen. Ziel ist es, Familien aus aller Welt, die in der dynamisch wachsenden Mikroelektronik- und Halbleiterregion „Silicon Saxony“ leben und arbeiten, bestmögliche Bildungs- und Zukunftsperspektiven für ihre Kinder zu eröffnen. Das MYP richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis Zehn und ergänzt das am Bertolt-Brecht-Gymnasium bereits bestehende International Baccalaureate Diploma Programme in der gymnasialen Oberstufe. Damit wird das Gymnasium ab 2027 das erste öffentliche Gymnasium in Sachsen sein, das internationale Bildungsgänge von Klasse fünf bis 12 durchgehend anbietet.
Kultusminister Conrad Clemens betont: „Mit dieser Absichtserklärung setzen wir ein deutliches Zeichen: Wer in Sachsen arbeitet, soll auch seine Kinder auf international hohem Niveau ausbilden lassen können und das in einer öffentlichen Schule. Wir verfolgen das klare Ziel, Sachsens Schulen internationaler zu machen. Dafür braucht es auch mehr englischsprachigen Unterricht an öffentlichen Schulen.“
Dresdens Bildungsbürgermeister Jan Donhauser hob die Bedeutung des Vorhabens für den Wirtschaftsstandort Dresden hervor: „Dresden steht nicht nur für Hightech und Innovation, sondern auch für Lebensqualität und Zukunftsperspektiven. Ein starkes internationales Schulangebot gehört untrennbar dazu. Es ist ein wesentlicher Faktor, um Familien aus aller Welt hier in Elbflorenz willkommen zu heißen.“
In der Tat bietet das Bertolt-Brecht-Gymnasium hier die besten Voraussetzungen mit: Es verfügt über langjährige Erfahrung mit internationalen Bildungsprogrammen sowie ein engagiertes Kollegium. Schulleiter Marcello Meschke: „Wir freuen uns, unser internationales Profil, um das MYP erweitern zu können. Die Einrichtung einer internationalen Klasse mit Englisch als Verkehrssprache wird eine große Herausforderung sein, doch unsere internationale Schulgemeinschaft bietet dafür ein starkes Fundament.“
Am 28. Oktober 1952 wurde die EOS Reick gegründet, um Schülern die Möglichkeit zu geben, ein Abitur zu absolvieren. Diese erweiterte Oberschule erhielt den Namen des tschechischen Kommunisten Klement Gottwald. Die Namensgebung dieser Elite-Oberschule (EOS) ist bis zum 27. November 1969 zurückzuverfolgen. An diesem Tag fand ein Treffen zwischen Helene Weigel, der Witwe Brechts, und einer Brigade des „VEB Metalleichtbaukombinat-Industriemontage Leipzig“ namens „Bertolt Brecht“ statt. Dabei unterbreitete sie den Vorschlag, dass diese Brigade sich eine Patenklasse suchen sollte. Noch im selben Jahr kündigte die „Bertolt-Brecht-Brigade“ ihr Interesse an einer Patenschaft mit der damaligen Klasse 10 F/2 der EOS Reick an. Dadurch entstand eine enge Beziehung der EOS zum von Brecht gegründeten Berliner Ensemble. Diese Brigade war es auch, die Helene Weigel den Vorschlag machte, der Lehranstalt in Dresden den Namen ihres verstorbenen Ehegatten zu verleihen. ]*
Jazztage Dresden – 25 Jahre Jazz mit Haltung und neuem Format
Die Jazztage Dresden feiern 2025 ihr 25-jähriges Bestehen – trotz einer drastischen Kürzung der städtischen Förderung um 55 %. Statt des üblichen Herbst-Großfestivals setzt das Team um Intendant Kilian Forster und Geschäftsführerin Tanja Grandmontagne auf ein neues, ganzjähriges Konzertformat und ein starkes Jubiläumswochenende am Ursprung des Festivals.
Vom 19. bis 21. September kehren die Jazztage in die Unkersdorfer Kirche zurück, wo 2000 alles begann. Drei Tage voller Musik, Erinnerungen und transkultureller Klänge markieren den emotionalen Höhepunkt. Das Programm orientiert sich an den ersten Festivaljahren und betont künstlerische Vielfalt und Offenheit.
Seit den bescheidenen Anfängen entwickelte sich das Festival zum größten Crossover-Jazzfestival Europas: jährlich rund 100 Konzerte, über 40.000 Besucher und 500 internationale Künstler. Die Gründer, die Klazz Brothers, prägten das Leitmotiv „Jazz meets Klassik meets Welt“, das bis heute den Charakter bestimmt.
Trotz breiter Resonanz steht das Festival unter Druck: Während die allgemeine Musikförderung Dresdens nur um 3 % sank, erhält der kleinere Jazzclub Dresden inzwischen das Sechsfache an Mitteln. „Diese unverhältnismäßige Entscheidung empfinden viele als politischen Affront. Doch wir machen weiter – für Publikum, Musik und Stadt“, betont Forster.
Mit dem neuen „Jazz all year over“-Konzept finden 2025 über das ganze Jahr verteilte Konzerte statt, mit einem Schwerpunkt im Herbst. Sollten zusätzliche Gelder bewilligt werden, könnte auch ein kompaktes Herbstfestival realisiert werden.
„Die Jazztage leben durch künstlerische Kraft, treues Publikum und den Glauben an die verbindende Wirkung von Musik“, sagt Grandmontagne. „Zum Jubiläum schlägt dieses Herz besonders laut – in Unkersdorf.“
Neubau der Universellen Werke 2 in der Südvorstadt Dresden: Spatenstich und Zukunftsperspektiven
Großprojekt von Immopact Dresden nimmt deutlich Fahrt auf
Von Dr.h.c. Bernhard Heck
Vor dem Ersten Spatenstich für die neuen Universelle Werke in der Zwickauer Straße 42-66. Matthias Seifert vom Bauunternehmen, Wolff & Müller Hoch- und Industriebau GmbH & Co KG Standort Dresden, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Impact Geschäftsführer Andreas Schöberl, Maxi Antonia Henning von der Generalplanungsgesellschaft RBZ Dresden, Landtagsvizepräsident Albrecht Pallas und (von links). Fotos: Presse Dresden Hamburg (5)
Mit einer kleinen Verspätung – ganz im Sinne der traditionellen „akademischen Viertelstunde“ – traf Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum Spatenstich für die „Universellen Werke 2“ ein. Doch von Hektik war bei seiner Rede keine Spur. Gelassen und voller Zuversicht verkündete er die nächsten großen Schritte für den Bildungs- und Forschungsstandort Dresden.
Nach den viel beachteten Ansiedlungen von Hightech-Unternehmen wie TSMC und Bosch im Dresdner Norden, bahnt sich nun ein weiteres Großprojekt an: Ministerpräsident Michael Kretschmer übergab den Fördermittelbescheid der Europäischen Union über 77,5 Millionen Euro für den Neubau des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) für Elektrotechnik in Dresden. Insgesamt wird sich die Europäische Union mit Fördermitteln von bis zu 100 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm an dem ambitionierten Projekt beteiligen. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 136,2 Millionen Euro.
Und nun werden die Universellen Werke 2 an der Zwickauer Straße auf der Achse der neuen Campuslinie zum Uni Campus eingebunden. Dazu der Oberbürgermeister: „Die Landeshauptstadt Dresden spricht der Errichtung eines neuen Campus in der direkten Nachbarschaft zur Technischen Universität Dresden ihre ausdrückliche Anerkennung aus. Besonders erwähnenswert ist die Ansiedlung in den Wissenschaftseinrichtungen der Universellen Werke 2, die durch die zentrumsnahe Lage hervorragende Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen bieten. Mit der Bereitstellung hochattraktiver Räumlichkeiten am neuen Campus setzt Dresden ein deutliches Zeichen für die Förderung von Innovation und Unternehmensentwicklung. Die Nachfrage nach Unternehmensansiedlungen sowie nach Erweiterungen, insbesondere mit Schwerpunkt auf Hightech-Standorten und Clustern, ist augenfällig und verzeichnet einen stetigen Anstieg. Die Stadt erhält wöchentlich zahlreiche Anfragen von Unternehmen, die Interesse an einer Ansiedlung oder Expansion in Dresden bekunden“.
Viel beachtet gilt Dresden als Vorreiter in der Entwicklung zukunftsfähiger Unternehmensstandorte. Im Vergleich zu anderen Regionen der Bundesrepublik verfolgt Dresden einen eigenständigen, fortschrittlichen Ansatz bei der Entwicklung von Unternehmensstandorten und Innovationsclustern. Der Stadt ist bewusst, dass nachhaltige Entwicklung Freiräume für Kreativität voraussetzt – eben diese Freiräume werden durch den zweiten Bauabschnitt der Universellen Werke geschaffen.
Im Vordergrund Förderung kreativer und innovativer Entfaltung. Die Erweiterung und Modernisierung der Universellen Werke 2 stellt einen entscheidenden Schritt dar, um Unternehmen, Forschenden und kreativen Persönlichkeiten die notwendigen Ressourcen und Möglichkeiten für die Umsetzung ihrer Projekte zu bieten. Dresden setzt auf eine nachhaltige sowie innovative Stadtentwicklung, die sowohl die Wirtschaft als auch die Wissenschaft in der Region nachhaltig stärkt. Das Universelle Werke Areal in der Zwickauers Straße entsteht dabei auf einer Fläche von 28 500 Quadratmetern. Die Universellen Werke wurden Anfang des 19. Jahrhunderts aus einem Zusammenschluss mehrerer Firmen gegründet und haben in die Zigarettenherstellung wesentliche Innovationen eingeführt. Die Firma durchlebte eine wechselvolle Geschichte. Mit den verschiedensten Maschinenerzeugnisse schrieben die Universellen Werke in Dresden Industriegeschichte. Die 1898 von dem Ingenieur Otto Bergsträßer als Compagnie Universelle gegründet bestanden über Jahrzehnte am Standort Zwickauer Straße 48-50 . Im Krieg zerstört, wurde das Unternehmen 1946 als VEB Universelle-Werk Dresden in Volkseigentum überführt und 1948 in VEB TABAKUNI Dresden umbenannt. Anfang der 1960er-Jahre erfolgte die Umstellung der Produktion auf Verpackungsmaschinen und 1972 die Integration ins Kombinat NAGEMA. Ab 1990 wurde das Unternehmen in das operative Geschäft PACTEC und in die immobilienverwaltende IMMOPACT aufgeteilt. „Immo“ steht hierbei für Immobilien und „Pact“ für PACTEC.
Seit 2015 erfolgte durch Immopact die die schrittweise Revitalisierung. Sichtlich stolz sprach Geschäftsführer Andreas Schöberl (62) von gemeisterten Risiken und Erfolgen: “ Durch unser Büro, wurde nach einer Bestandsaufnahme eine Untersuchung zur strukturellen haustechnischen Erschließung erstellt und eine Gesamtkonzeption entworfen. Auf dem geschichtsträchtigen Areal der UNIVERSELLEN WERKE Dresden entsteht damit ein moderner und nachhaltiger Hightech-Standort mit vielfältigen Nutzungsoptionen und Angeboten für das Arbeiten von Morgen. Der zentrale Standort im Herzen der Stadt Dresden stellt dabei einen besonderen Vorteil dar“. So wurden im Rahmen der Entwicklung vor Jahren das architektonisch und historisch bedeutsame Bestandsgebäude (HAUS E) modernisiert und durch Erweiterungen ergänzt. Im ersten fertig sanierten Haus E fand eines der Technologiezentren der Landeshauptstadt Dresden einen neuen Standort, weitere Unternehmen wie die VW Group Software Innovation & Development, die Viessmann Group, die anvajo GmbH und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt siedelten sich bereits an. Die Zukunft des Campus gestaltet sich weiter vielseitig.
Impact-Geschäftsführer Andreas SchöberlDresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert
Bereits vorab hatte das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Zertifikat in Gold bekommen. Der geplante Campus erfüllt damit bereits in der Planungsphase die höchsten Standards in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Technik und Funktionalität. “ Wir planen energieeffiziente Gebäudetechnik, ressourcenschonende Materialien und eine weitreichende Begrünung des Areals, dafür werden wir sorgen, Das DGNB Vorzertifikat ist ein Beleg für unseren Anspruch, hochwertige Gewerbeimmobilien mit echtem Mehrwert für Stadt und Nutzer zu schaffen“, so Geschäftsführer Immopact Andreas Schöberl.
Der neue Campus der Wissenschaft mit Stadtgesellschaft verbindet – zukunftsorientiert, barrierefrei und klimafreundlich. Es entsteht in drei sich überschneidenden Bauphasen in der Zwickauer Straße. als Ziel ist einen leistungsfähigen, modernen Standort mit hoher Aufenthaltsqualität und speziellen Innenräumen zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen multifunktionale Räume für neue Lehr- und Lernformate, interdisziplinäre Austauschmöglichkeiten, moderne Labor- und Werkstattflächen. Mit der baulichen Neustrukturierung wird auch die Lage des Campus im Stadtgefüge neu gedacht. Neue Wegeführungen, barrierefreie Zugänge und öffentliche parkähnliche Flächen sorgen für eine stärkere Vernetzung mit den angrenzenden TU-Standorten.
Die Neubauten werden in einer fünfgeschossigen Bauweise errichtet und orientieren sich damit bewusst an den Maßstab des Umfelds. Ziel ist ein offener, einladender Campus – ein Ort der Wissenschaft, Begegnung und städtischer Integration. Für einen „Lacher“ mit Hintergrund, sorgte Andreas Schöberl: “ Wir machen das auf Verdacht wir haben noch keinen Mieter, bekanntlich wird es mit den Banken keinen Kredit geben. Heute so Schöberl:“ Verlangen die Banken ein 70-prozentige Mieterquote von einem Projektentwickler. Wir befinden uns in der vorzüglichen Lage den benötigten Etat von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag (55 Millionen) in die Finanzierung zu bringen. Mit einem Aufkommen von 15 000 Bockwürsten in den nächsten drei Jahren Bauzeit wird exemplarisch dien Größe des 28 500 Quadratmeter umfassenden Areals mit seinen vier fünfgeschossigen stilvollen Baublöcken deutlich. Die Baufelsfreimachung nahm knapp 16 Monate in Anspruch, bevor sich die Bagger drehen können. Der beim Spatenstich vorgeschlagene Campus-bau reagiert in seiner baukörperlichen Gliederung auf die spezifischen räumlichen Bedingungen, sowie die Vorgaben zur schrittweisen Entwicklung des Standortes. Ziel der Konzeption wird es es sein, durch die Verteilung der Baumassen auf dem Baufeld einerseits eine klare Verzahnung zwischen dem bereits sanierten Hauptgebäude(Halle H) und der Wagenhalle zu erzielen und andererseits die städtebaulichen Bezüge aufzunehmen und architektonisch fortzuführen. Die einzelnen vier Gebäudekomplexe der Universellen Werke öffnen sich einladend zu den im Quartier liegenden Erschließungsachsen, sie werden als repräsentative Zugänge gestaltet und über Foyers die begrünten Höfen anschließen. Sie ermöglichen damit eine geschossübergreifende visuelle Wahrnehmung die verschiedenen Nutzer zum Verweilen einladen sollen. Geschätzte 1000 Mitarbeiter von verschiedenen Firmen werden so die Planer voraussichtlich den werdenden Hightech-Campus Ende 2027 bevölkern. In zwei weiteren Bauabschnitten entstehen bis 2031 weitere zwei Neubauten mit Tiefgarage sowie Außenanlagen mit hoher Aufenthaltsqualität. Abgerundet wird der Campus durch eine ehemalige Wagenhalle für Bahnfahrzeuge, welche einer neuen Nutzung zugeführt werde. Politische Prominenz kam auch mit dem Vizepräsident des sächsischen Landtags Albrecht Pallas (SPD). Den weiten geschichtlichen Bogen spannend, sprach er von einem neuen Campus, er ist ein Start in eine nachhaltige Zukunft. Des Weiteren fügte er hinzu.“ Wenn 2028 die Neubauten fertig sein sollten, dann füllt sich wieder eine Jahrzehnte alte Industriebrache mit Leben an einem Ort, der seit 1898 von Industrie geprägt war. Krieg und jahrzehntelang bauliche Vernachlässigungen haben hier ihre Spuren hinterlassen, mit dem neuen Hightech-Campus, schreiten wir nun in eine Zeiten- und Trendwende hoher Akzeptanz bei der Bevölkerung“.
Historische Aufnahme um 1900: Universelle Werke, Archiv Immopact
Der neue Campus Universelle Werke der Wissenschaft mitStadtgesellschaft verbindet – zukunftsorientiert, barrierefrei und klimafreundlich. Ziel ist einen leistungsfähigen, modernen Standort mit hoher Aufenthaltsqualität und speziellen Innenräumen zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen multifunktionale Räume für neue Lehr- und Lernformate, interdisziplinäre Austauschmöglichkeiten und moderne Labor- und Werkstattflächen. Bleibt zu hoffen dass die Ansätze auch von den Mietern entsprechend gewürdigt werde, doch Andreas Schöberl gibt sich optimistisch; „ Wir haben schon jetzt, trotz dreijährigen Bauzeit schon Anfragen, das ist für eine Industrieansiedlung dieser Größenordnung von 16 000 Quadratmetern schon ungewöhnlich“. Sagt es, und schreitet mit Sommerhut nach dem geglücktem Spatenstich sichtlich locker zu einem reichlich gedeckten Büfett mit Blick auf seinem Gelände.
Deutschlands Schönster Wanderweg 2025 wieder in Sachsen – Der 15 Kilometer lange Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsichen Schweiz hat die Publikumswahl des Wandermagazins gewonnen, womit der Titel nach 18 Jahren wieder nach Sachsen geht.
Redaktion Wandermagazin:
Kaum zu glauben, doch es war bereits das 19. Mal, dass wir zusammen mit euch „Deutschlands Schönsten Wanderweg“ gesucht haben – und wir haben ihn gefunden. Und das mit einem rekordverdächtigen Ergebnis: Vom 1. März bis zum 30. Juni 2025 haben insgesamt 46.027 Wanderbegeisterte aus ganz Deutschland mit über 67.000 abgegebenen Stimmen erneut ein beeindruckendes Zeichen für die große Leidenschaft am Wandern gesetzt. Danke an euch alle!
Die Publikumswahl, der eine Nominierung durch eine hochkarätige Jury aus Manuel Andrack, Spiegel-Bestsellerautorin Kathrin Heckmann (alias Fräulein Draußen) sowie Wandermagazin-Chefredakteur Thorsten Hoyer und Outdoor-Influencer Simon Hegelwald (alias Hegefire) vorausging, zeigt die ganze Vielfalt der deutschen Wanderlandschaft und entfacht das Wanderfieber in der gesamten Republik. Allein die nominierten Wege freuen sich über regen Andrang auf den Wegen und die große Aufmerksamkeit, die das Wandern in Deutschland verdient. Entsprechend riesig ist die Freude bei den Siegern!
Die Gewinnerwege 2025 spiegeln die beeindruckende Bandbreite des Wanderns in Deutschland wider:
Der Bliessteig im Saarland setzt sich in der Kategorie Mehrtagestouren durch, gefolgt vom Albsteig Schwarzwald und dem Kammweg Erzgebirge-Vogtland.
In der Kategorie Tagestouren überzeugt der Caspar-David-Friedrich-Weg in der Sächsischen Schweiz das Wanderpublikum am meisten und verwies die Heideschleife Büsenbachtal sowie die Traumschleife Hunolsteiner Klammtour auf die Plätze zwei und drei.
Der Gewinnerweg im Portrait (Kategorie Tagestouren): Platz 1: Caspar-David-Friedrich-Weg (Sächsische Schweiz, Sachsen)
Der Caspar-David-Friedrich-Weg verbindet Kunst, Geschichte und Natur auf ganz besondere Weise. Die rund 15 Kilometer lange Rundwanderung startet im idyllischen Krippen und führt auf einfachen Wegen entlang des Mittelhangwegs nach Schöna.
Hier erwartet Wandernde mit der Kaiserkrone ein beeindruckender Tafelberg, der als Vorlage für Friedrichs berühmtes Gemälde „Wanderer über dem Nebelmeer“ diente. Weiter geht es über den Wolfsberg, der mit Panoramablicken auf die Schrammsteine und den Zirkelstein begeistert, bis nach Reinhardtsdorf und zurück nach Krippen zur Caspar-David-Friedrich-Stele.
Entlang des Weges laden zwölf Infotafeln dazu ein, die Perspektiven des Künstlers nachzuvollziehen und auf Tuchfühlung mit seiner besonderen Verbindung zur Landschaft zu gehen. Die abwechslungsreiche Strecke wechselt zwischen offenen Ausblicken, schattigen Wäldern und charmanten Dörfern und lädt dazu ein, innezuhalten und in den Dialog mit der Natur zu treten.
2024 wurde der Weg umfassend modernisiert: neue Beschilderung, zusätzliche Aussichtspunkte und aktualisierte Informationstafeln machen die Wanderung heute noch attraktiver.
Platz 2: Heideschleife Büsenbachtal (Lüneburger Heide, Niedersachsen)
Platz 3: Traumschleife Hunolsteiner Klammtour (Hunsrück, Rheinland-Pfalz)
Platz 2: Heideschleife Büsenbachtal (Lüneburger Heide, Niedersachsen), Foto: Dominik Ketz
Platz 3: Traumschleife Hunolsteiner Klammtour (Hunsrück, Rheinland-Pfalz), Foto: Klaus-Peter Kappest
Der Solitär Robotron-Kantine in der Lingnerallee Sanierung wird zu einem echten Magneten für Kunst und Kultur
Von Bernhard K. Heck
Die Sanierung der Robotron-Kantine in Dresden wird sicherlich einen großen Einfluss auf die kulturelle Landschaft der Stadt haben, denn was die Stadtoberen ankündigen, klingt nach einem spannenden Projekt! Die Kombination aus Bundesmitteln, der Spende der Familie Arnhold und den Eigenmitteln der Stadt ermöglicht es, dieses architektonische Denkmal der Ostmoderne zu erhalten und zu einem lebendigen Kultur- und Begegnungsort zu machen. Der von 1969 bis 1972 im Herzen des ehemaligen Robotron-Ensembles errichtete Flachbau an der Lingnerallee ist ein Solitär. Der Bau besteht zwar auch aus seriell vorgefertigten Bauelementen des Industriebaus, doch die Architekten Herbert Zimmer, Peter Schramm und Siegfried Thiel konnten die Betriebsgaststätte eigenständig entwerfen. Das pavillonartige Gebäude wirkt dank seiner hervorstehenden Brüstungen aus Strukturbeton, dessen Matrizen Friedrich Kracht gestaltet hat, leicht und schwebend. Die Brüstungen und der terrassenartige, überwiegend überdachte Umlauf an drei Gebäudeseiten unterstreichen den Pavillon-Charakter. Die Vorderseite der Fassade zur Lingnerallee prägen Keramikfliesen in türkis-blauer Farbe. Im Inneren befanden sich an den großen Fensterfronten zwei Speisesäle mit insgesamt 800 Sitzplätzen, der dazwischenliegende Gebäudeteil diente als Küche und Essensausgabe. Jeder der Säle erhielt eine Formsteinwand, die von Bildhauer Eberhard Wolf speziell für diesen Ort geschaffen wurde. Ebenfalls zeittypisch war die Ausstattung mit einer „Moki-Decke“ aus Gips und einem Terrazzo-Boden.
Die geplanten Maßnahmen, wie die Instandsetzung der Gebäudehülle, die Dachsanierung und die Installation moderner Haustechnik, werden das Gebäude nicht nur optisch aufwerten, sondern auch seine Nutzbarkeit erheblich verbessern. Besonders interessant ist, dass die Kunstbiennale OSTRALE und das Kunsthaus Dresden dadurch eine dauerhafte Heimat finden.
Die Geschichte der Robotron-Kantine, die von den drei Dresdner Architekten entworfen wurde, zeigt, wie wichtig es ist, solche historischen Bauwerke zu erhalten und ihnen neues Leben einzuhauchen. Die Sanierung wird das Gebäude zu einem echten Magneten für Kunst und Kultur über Dresden hinaus machen und einen Ort der bleibenden Begegnung für Jung und Alt schaffen. Dazu sagt Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften: „Die Bewilligung der Fördermittel durch den Bund ist eine wunderbare Nachricht für Dresden. Die Neubelebung der Robotron-Kantine ist definitiv ein nationales Projekt des Städtebaus, das über Dresden hinausstrahlen wird. Wir werden versuchen als Stadt Dresden, das ehemalige Kantinengebäude während der nächsten Jahre in ein Kleinod der Ostmoderne mit lebendigen Innenleben zu verwandeln.“
Nach der Eröffnung im Juli zu Fuß auf 270 Stufen hoch hinaus auf den Dresdner Rathausturm  Das Angebot der Stadt wird zunächst von Juli 2025 bis Oktober 2025 getestet
Von Dr. h.c. Bernhard K. Heck
Ab dem 1. Juli 2025 wird der Turm des Dresdner Rathauses wieder für Besucher zugänglich sein, nachdem er zwölf Jahre lang aufgrund fehlender Rettungswege geschlossen war. Ein Testbetrieb wird bis zum 31. Oktober 2025 durchgeführt, bei dem Besucher in Gruppen von bis zu fünf Personen mit einem Führer die 11. Etage des Turms erreichen können.
Der Turm des Neuen Rathauses, errichtet zwischen 1905 und 1910, ist mit 100,30 Metern das höchste Gebäude der Innenstadt. Von der Aussichtsplattform in 68 Metern Höhe bietet sich ein beeindruckender Blick auf die Dächer Dresdens. Im Turmkabinett wird eine kleine Ausstellung historischer Fotografien präsentiert.
Für den Aufstieg zum Rathausturm sind Sicherheitshinweise zu beachten und zu unterzeichnen. Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen würden wir von DDN vom Aufstieg abgeraten.
Besuchsdetails: Die Führungen finden sonntags, montags, donnerstags und freitags statt, mit drei Touren pro Tag. Der Eintrittspreis beträgt neun Euro für Erwachsene und sechs Euro für ermäßigte Tickets. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Turmführer informieren die Gäste über die Geschichte des Rathauses, des Turmes und über Sehenswürdigkeiten, die von der Plattform zu sehen sind. Alle Touren können ab dem 24. Juni 2025 online oder telefonisch gebucht werden.
Sicherheitsvorkehrungen: Für den Aufstieg gelten bestimmte Sicherheitsrichtlinien, und Personen mit Höhenangst oder gesundheitlichen Einschränkungen wird vom Aufstieg abgeraten. Zusätzlich gibt es exklusive Angebote wie historische Führungen und Fotosessions.
Im Turmkabinett präsentiert die Deutsche Fotothek in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden eine kleine Ausstellung historischer Perspektiven, aufgenommen zwischen den Weltkriegen von Walter Hahn (1889-1968) und Walter Möbius (1900-1959). Die Deutsche Fotothek in der SLUB Dresden ist eines der wichtigsten Bildarchive in Europa mit einem Bestand von rund sieben Millionen Fotografien und einem Online-Angebot von über zwei Millionen Bildmedien.
Titelfoto: Dresden nach der Bombardierung vom 13./14. Februar 1945 mit Blick vom Rathausturm nach Süden mit der Büste „Allegorie der Güte“. Urheber: Schreitmüller, August, Bildhauer
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter gratuliert Leipzig und Dresden zur Auszeichnung mit dem EU-Mission-Label „Climate-Neutral and Smart Cities“
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Im Rahmen der internationalen NetZeroCities-Konferenz in Vilnius (Lettland) wurden die Städte Leipzig und Dresden offiziell mit dem Label „Climate-Neutral and Smart Cities“ der Europäischen Union ausgezeichnet. Damit gehören die beiden sächsischen Metropolen und weitere vier deutsche Städte wie  Aachen, Heidelberg, Mannheim und Münster, zu den 112 ausgewählten Städten, die eine Umsetzung von  Klimastadtverträge zu entwickeln, die einen Gesamtplan für die Klimaneutralität in allen Sektoren wie Energie, Gebäude, Abfallwirtschaft und Verkehr sowie entsprechende Investitionspläne enthalten.Die klaren und sichtbaren Verpflichtungen, die die Städte in den Klimastadtverträgen eingegangen sind, ermöglichen es ihnen, mit der EU, den nationalen und regionalen Behörden, mit Investoren und ihren Bürgerinnen und Bürgern zusammenzuarbeiten, um ihr ehrgeiziges Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.
Das EU-Missionssiegel ist ein wichtiger Meilenstein in der Arbeit der Städte. Er würdigt die erfolgreiche Entwicklung von Klimastadtverträgen und soll den Zugang zu europäischen, nationalen und regionalen Finanzierungs- und Finanzierungsquellen, insbesondere privaten Investitionen, erleichtern.
Das Mission Label gibt der Stadt Zugang zu den Zentrum der Klimastadt, eine internationale Finanzressource, die im Juni 2024 ins Leben gerufen wurde und Städte dabei unterstützt, Panter betont zu diesembedeutenden Erfolg zur Klimaneutralität: „Diese Auszeichnung ist ein starkes Signal – für Sachsen, für Deutschlandund für Europa. Dresden und Leipzig zeigen, wie Klimaschutz undzukunftsweisende Stadtentwicklung Hand in Hand gehen können. Das istkein Selbstzweck, denn mit jedem Schritt hin zu mehr Klimaschutz undDigitalisierung verbessert sich die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Ichgratuliere beiden Städten herzlich zu diesem Erfolg“, nach der   Verleihung.Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Mit dem Erhalt desMissionslabels festigt Dresden seine Position als innovative undzukunftsorientierte Stadt und stärkt zugleich die Zusammenarbeit mitInnovationspartnern – lokal und europaweit. Trotz dieser positivenEntwicklungen steht Dresden vor großen finanziellen und strukturellenHerausforderungen. Die ehrgeizigen Ziele der EU-Städtemission müssenrealistisch mit den vorhandenen Kapazitäten vor Ort abgeglichen werden.Leipzigs OberbürgermeisterBurkhard Jung sagte:“  Diese Auszeichnung auf europäischer Ebene ist für uns Würdigung undAnsporn zugleich. Mit unserem Energie- und Klimaschutzprogramm verfügenwir seit 2022 über ein zentrales Instrument, aber für die praktischeUmsetzung braucht es eine breite Akzeptanz der Stadtgesellschaft und dieMitwirkung jedes Einzelnen. Hier greift das aufgebaute passgenaue suchen nach tragfähigen Lösungen für die Gestaltung eines klimagerechten Zukunft Netzwerkes, welchesAkteure aus allen Bereichen erfolgreich vereint und die Kräfte bündelt.“
Das EU-Mission-Label ist Teil der EU-Mission „100 klimaneutrale und smarte Städte bis2030“ im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon Europe. Mitder Auszeichnung erkennt die Europäische Kommission das ambitionierte Engagementund die konkreten Klimastrategien der ausgezeichneten Städte an. Insgesamt wurdenim Jahr 2022 zunächst 112 Städte – darunter acht in Deutschland – als sogenannteMission Cities ausgewählt. Die Kommission wird gemeinsam mit der Missionsplattform die wirksame Umsetzung der Klimastadtverträge weiterhin unterstützen. Die Missionsplattform bietet Städten die notwendige praktische technische, regulatorische und finanzielle Unterstützung. Insgesamt investiert Horizont Europa rund 120 Mio. EUR pro Jahr in die Mission.
Ein Teil dieser Städte hat nun das offizielle Mission Labelerhalten – als Zeichen für besonders überzeugende Klimastadtverträge und realistischeTransformationspfade zur Klimaneutralität. Das Missionssiegel verschafft der StadtZugang zum Climate City Capital Hub, einer internationalen Finanzierungsquelle, dieim Juni 2024 ins Leben gerufen wurde und Städte hin zu mehr Klimaneutralitätunterstützt. Damit möchte die Europäische Union bis 2050 klimaneutral werden. Dabei spielen Städteeine besondere Rolle, weil sie besonders viel CO2 produzieren. 75 Prozent der EU-Bürgerinnenund -Bürger leben in einer Stadt und deshalb braucht es besondereAnsätze, um den Triebhausgasausstoß im urbanen Raum zu reduzieren.
Diese gezielten Maßnahmen, z.B. in den Bereichen Verkehr, Energieeffizienz und Stadtplanungkönnen zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Stadtentwicklung beitragen.Hier setzt die EU-Mission „NetZeroCities“ an, die 100 ausgewählten Städten mitbeschleunigtem Tempo zur Klimaneutralität verhelfen möchte. „NetZeroCities“ ist Teildes Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ und unterstützt den GreenDeal der EU.
„Die Aufnahme in den Kreis der 112 ausgezeichneten Städte ist nicht nur eine tolleAnerkennung, sondern auch ein Ansporn. Sie eröffnet neue Fördermöglichkeiten undstärkt die internationale Vernetzung für mehr Klimschutz. Dass zwei der fünf deutschenStädte 2025 aus Sachsen kommen und nun ihre Vorreiterrolle auch internationalanerkannt ist, wird auch einen Beitrag zum Wissenstransfer der besten Lösungen fürunseren Freistaat leisten“, so Minister Panter.  Damit haben sich Leipzig und Dresden haben sich mit ihren Klimastadtverträgen ehrgeizige Ziele gesetzt: Beide Städte wollen klimaneutral werden und setzen dabei auf moderne Infrastruktur,erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität sowie umfassende Beteiligung derStadtgesellschaft. Weiter sagte Panter:“ Diese Auszeichnung ist das Ergebnis einer vorausschauenden Stadtentwicklung,eines breiten gesellschaftlichen Dialogs und einer entschlossenen kommunalen Politik. Ich danke allen, die diesen Weg mitgestaltet haben – in den Rathäusern, in derVerwaltung, in der Privatwirtschaft und in den beiden Stadtgesellschaften“.
Ob es gelingt diesen Spagat aus Barrieren und Strukturwandel zu realisieren, bleibt abzuwarten. Die ehrgeizigen Ziele zeigen aber auch, dass die EU einen Strukturwandel in den Pilotstädten fördern und so auch Barrieren für die nachfolgenden Städte aus dem Weg räumen möchte.Dabei ist die Unterstützung von EU, Bund und Land von zentralerBedeutung. Das Missionslabel ist Anerkennung und Signal, Dresden und Leipzig  alsklimaneutrale und innovative Stadt weiterzuentwickeln. Dieses Ziel kannaber nur gemeinsam mit allen politischen Ebenen und Akteuren vor Orterreicht werden, das sollte den Initiatoren der EU das eigentliche Credo sein.
 „Stadt, Land & Flüsse. Wie gestalten wir Zittaus Zukunft? – Green Zitty2032+“ Die Themenwochen vom 11. Mai bis 1. Juni 2025
Zittau stellt die Weichen für eine grüne Zukunft! Unter dem Motto „Stadt, Land & Flüsse. Wie gestalten wir Zittaus Zukunft? – Green Zitty2032+“ lädt eine gemeinsame Initiative vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e. V. (VGLS), dem Allgemeinen Unternehmerverband Zittau & Umgebung e. V., der Hochschule Zittau/Görlitz sowie den Städtischen Museen Zittau alle Bürgerinnen und Bürger zu mehreren Themenwochen ein.
Im Zentrum der Veranstaltungen vom 11. Mai bis 1. Juni 2025 steht der grüne Transformationsprozess der Stadt Zittau zur „Green Zitty“ – eine Vision für ein lebenswertes, nachhaltiges und zukunftsfähiges Stadtbild. Die Dauerausstellung sowie ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm bieten Gelegenheit, sich über die laufenden Projekte zu informieren, Ideen einzubringen und gemeinsam an der Gestaltung von Zittaus Zukunft mitzuwirken.
Die Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 11. Mai 2025 fand bereits statt in der Baugewerkeschule – Theaterring 1, Zittau, wo zur Wort kamen: * Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, * Dr. Stephan Meyer, Landrat des Landkreises Görlitz und * Thomas Krusekopf, Unternehmer aus der Region.
Am 24. Mai 2025 laden die Veranstalter in Anwesenheit des Sächsischen Staatsministers für Kultus, Conrad Clemens, von 10 bis 14 Uhr zur Zentralen Ausstellungsveranstaltung mit Fachvorträgen namhafter ReferentInnen.
Diskutieren und gestalten Sie die Green Zitty aktiv mit! Die Veranstaltungsreihe wurde ermöglicht durch Spenden und Sponsoringleistungen der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, der Volksbank Löbau-Zittau eG, der Leutersdorfer Baumschulen Pflanzenhandels GmbH, der Stadtwerke Zittau GmbH, der Eko-Grün Garten- und Landschaftsbau GmbH, und zahlreicher weiterer Partner, die Sie online gern einsehen können.
Weitere Informationen, Programmpunkte und Veranstaltungszeiten finden Sie auf der Webseite der Stadt Zittau: zittau.de/gs.
Machen Sie mit – gestalten Sie Ihre Stadt! Zittau auf dem Weg zur Green Zitty!
Neues Stadtforum Dresden punktet mit den Attributen: – sehr modern, einladend, schön gestaltet – und freundliche Atmosphäre
Ein epochaler Bau mit seiner asymmetrischen Gebäudekubatur wird das Stadtbild in Zukunft maßgeblich mitprägen und die Innere Altstadt aufwerten
Von Dr. h.c. Bernhard Heck
Es ist vollbracht: Nach dreijähriger Bauzeit ist das Stadtforum Dresden mit einem Tag der offenen Tür eröffnet worden. Der Andrang der Besucher aus Dresden und Umgebung war ein deutliches Zeichen für die Stadtoberen, welchen Stellenwert das Bauen in Dresden hat! Mit Kunststoffpollern, Sprengstoff-Spürhunden und vielen Einsatzkräften sicherte die Polizei die Eröffnung ab. Bevor das Stadtforum mit dem feierlichen Band-Durchschneide-Zeremonie eröffnet wurde, sprach Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (53, FDP) zu dem Besucherpulk vor dem Eingang. Leider war für die übrigen mehr als tausend wartenden Schaulustigen wegen der schlechten Akustik die Ansprache des OBs schwer zu verstehen. Hilbert sprach von „einer neuen Welt der Arbeit in den Verwaltungen, die ins Stadtforum einziehen werden.“
Insgesamt ziehen sechs Ämter wie das Amt für Stadtgrün, das Umweltamt Straßen- und Tiefbauamt, Amt für Stadtstrategie, Internationales und Bürgerschaft ein – das Bauaufsichtsamt und das Amt für Hochbau sowie die Immobilienverwaltung bleiben von diesem zentralen Platz nur einen Steinwurf entfernt, im Rathaus. Im Stadtforum wird dann nur noch mit elektronischer Akte gearbeitet.“ Weiter führte Hilbert aus: „Dafür muss sich jeder Rathaus-Mitarbeiter im Zeitfenster der Anwesenheit auch seinen Schreibtisch neu buchen. Über Nacht schließt man Akten, die Kaffeetasse oder auch das Familienfoto im nummerierten Schließfach ein. Es gibt keine festen Arbeitsplätze mehr – auch für den OB nicht. Er, so Hilbert, freue sich darauf, jetzt direkt neben seinen Mitarbeitern zu arbeiten. Dadurch wird die Verwaltung schon von der Fläche her effizienter. Und das gemeinsame Arbeiten und die kurzen Wege machen es auch für den Service an der Bürgerschaft effizienter. Wenn etwas neu ist, ist man erst einmal reserviert und ängstlich. „Aber seien Sie neugierig. Wenn Sie sich einmal daran gewöhnt haben, wollen sie es nicht mehr anders“, so Hilbert, der damit die Vorgänge in den Ämtern neu aufstellt und digital ergänzt, und so ein Vorzeige-Projekt für ganz Deutschland präsentiert.
Andre und die Morgenmädels im Podiumsgespräch mit Dresdens OB Dirk Hilbert, Christine Spielvogel, Stabsstelle Stadtforum Leiterin, Axel Walther KID Dresden und der langjährige Baubürgermeister Dresden, Raoul Schmidt-Lamontain (von links).
Der Besucherandrang war so groß, dass der Einlass zeitweise gestoppt werden musste und die Warteschlange über den gesamten Vorgangsplatz bis zum Dr. Külz-Ring ging. Geschätzte 30 Minuten Wartezeit mussten Interessierte bewältigen, um überhaupt (auch wegen den Kontrollen am Eingang) den neuen Verwaltungsbau betreten zu können. Gut für die Geschäfte die Wein, Bier und Bratwurst an den Außenständen präsentierten. In der ersten Stunde gab es für alle „Wartenden“ einen Begrüßungssekt und Lukullisches. Die Palucca-Schule tanzte und man hörte klassische Musik, es gab Führungen gegen Eintrag in ein Zeitfenster bei den Stadtvertretern. Nimmt man den Andrang als Maßstab für das Erreichte können die Stadtverantwortlichen stolz auf das Geleistete sein. Das neue Gebäude hat einen charakteristischen, dreischichtigen Fassadenaufbau, der sich in die lokalen architektonischen Werte einfügt und dem Ganzen gleichzeitig einen angenehmen menschlichen Maßstab verleiht mit einem einladenden, allseitigen Charakter sowie drei aus dem Volumen herausgearbeiteten Stadtfenstern. Die Natursteinfassade vermittelt zwischen der Identität des historischen Stadtkerns und den zeitgenössischen Ambitionen der Stadt. Die raumhohen Fenster geben den Blick auf die warmen, hölzernen Innenräume und die großen grünen Wände nach außen frei. Eine dunklere Krone reduziert visuell die Höhe des Volumens. Die Öffnung am Ferdinandplatz stellt einen starken Bezug zum Platz her, während das Fenster an der Nordseite ein einzigartiges Panorama bietet und eine Verbindung zum monumentalen Rathaus auf der Gegenseite herstellt. Ein angehobener grüner Innenhof (das Loch) ist dem Großen Garten zugewandt und spiegelt die grünen Ambitionen der Stadt wider. Das Gesamtergebnis ist eine sorgfältig eingebettete, aber rundum ausdrucksstarke und transparente Umgebung für die Dresdner Bewohner und die Ämter der Stadtverwaltung. Im Herzen von Dresden realisierte ZÜBLIN in einer ARGE mit Dreßler Bau ein architektonisches Highlight, im Auftrag von der KID Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co. KG: Der 33 m hohe Neubau für die Verwaltung der sächsischen Landeshauptstadt wird mit seiner markanten dreigeteilten Fassadengliederung und asymmetrischen Gebäudekubatur das Stadtbild in Zukunft maßgeblich mitprägen. Besonders ins Auge fällt der zentrale Fassadendurchbruch, der wie ein riesiges Fenster zur gegenüberliegenden Grünanlage Bürgerwiese hin öffnet.
In dem neuen Verwaltungszentrum will die Stadt Dresden künftig mehrere derzeit noch im Stadtgebiet verstreute Ämter an einem gut erreichbaren, zentralen Standort bündeln. Auf sieben Geschossen mit einer oberirdischen Nutzfläche von 16.700 m2 entstehen dort für rund 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt insgesamt 1.034 neue Arbeitsplätze. Das großzügig verglaste und hochwertig mit Holz und Naturstein als „Wohnzimmer der Stadt“ konzipierte Foyer verläuft über zwei Ebenen und soll sich künftig als Begegnungsstätte von Bürgerschaft und Verwaltung etablieren. Ein besonderes Highlight ist die Echtpflanzenwand mit den 13 Partnerstädten wie Breslau oder Salzburg die per Leuchtdioden mit einer Lichtwand faszinieren. Die ca. 1000 Pflanzen ein gebettet in die Partnerstädten der Stadt Dresden wurde, erst einen Tag (!) vorher fertiggestellt, hier versorgt eine automatische Bewässerung, einmal pro Woche die Pflanzen mit Dünger und Wasser. Zusätzlich wurden Lichtschienen installiert, die 10 Stunden am Tag den grünen großblättrigen Pflanzen im Haus genügend Licht spenden sollen. Das Stadtforum ist aufgrund seiner Lage und seiner Nutzungskonzeption ein offenes Haus, das ganztägig zugänglich ist. Für die Besucherinnen und Besucher des Hauses steht das Erdgeschoss sowie das 1. Obergeschoss als öffentlicher Ort während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Diese beiden Etagen besitzen neben ihrer Erschließungsfunktion wichtige Aufenthaltsqualitäten für den Besucher Zentraler Anlaufpunkt ist der ständig besetzte Informations- und Empfangstresen im Erdgeschoss. Zudem stehen drei digitale Selbstbedienungsterminals zur Orientierung zur Verfügung. Die öffentliche Parkgarage mit Pkw- und Fahrradabstellplätzen sowie Ladestationen soll den Bürgerinnen und Bürgern 24 Stunden täglich zur Verfügung stehen. Die öffentlich zugänglichen Bereiche und die nichtöffentlichen Bereiche der Mieter sind klar voneinander abgegrenzt. Für Mitarbeitende der Landeshauptstadt Dresden mit einem ständigem Arbeitsplatz im Stadtforum sind zum Aufenthalt alle bestimmten Bereiche mit dem Dienstausweis frei zugänglich. Alle Gäste mit Termin in den oberen Etagen zwei bis sechs registrieren sich am Empfangstresen im Erdgeschoss und erhalten mit einer personalisierten Gastkarte Zutritt zum Gebäude. Dirk Peters, Head of Design von BARCODE Architekten Rotterdam: „Mit dem Entwurf den wir zusammen mit Tschopan&Voss vorstellten, haben wir einen Platz geschaffen, der eine neue Blickqualität von der Petersburger Straße zum Dr. Külz-Ring bringt, den Zugang in die Stadt neu offeriert und die Qualität hat, für die Bürger Dresdens lebende Erfahrungen und neue offene öffentliche Räume zu schaffen. Die große Fenster sorgen für ein offenes Gebäude und präsentieren dem Besucher das neue Feature. Ich bin mir sicher sie werden das neue Stadtforum lieben“.
Im Stadtforum wird zunehmend digital gearbeitet. Auf fünf Büroetagen gibt die 1.034 Arbeitsplätze für rund 1.500 Beschäftigte, dazu kommen neue Arbeitsbereiche wie Denkräume und Arbeitsinseln, die es in einer klassischen Zellenbürostruktur nicht geben würde – ein Rahmen für die Stärkung der gemeinsamen ämterübergreifenden Projektarbeit. Durch Flächenüberlagerungen können zudem rund 17 Prozent Bürofläche und damit Energie sowie Kohlendioxid (CO2) eingespart werden, erläuterte der Dresdner Büroleiter Jörg Rudloff von TCHOBAN VOSS Architekten die den 1. Preis des Gestaltungswettbewerbs für den Entwurf: „Geburt des Stadtforums – von der Zeichnung zum Stadtbild prägenden Großbau“, erhielten.
Die Dimensionen der Technischen Ausrüstung und deren Leistungsphasen 4-6 nach Honorarordnung für Architekten und Ingenieur (HOAI), die im Stadtforum zur Anwendung kamen, sprechen für sich: Insgesamt wurden rund 660 Kilometer Kabel – darunter 364 Kilometer Stark-und Schwachstromkabel, 250 Kilometer Datenkabel sowie 50 Kilometer Funktionserhaltungskabel verlegt. Dazu wurden etwa 4.500 Leuchten installiert, die für eine moderne und Energie effiziente Beleuchtung sorgen. Zum Einsatz kamen 1400 runde Büro-Deckenleuchten, 270 Langfeld-Deckenleuchten und 1.000 Schreibtischlampen in den Funktionsbüros. 300 Leuchten in der Tiefgarage und 230 Leuchten in den Treppenhäusern schlossen das Lichtkonzept ab. Darüber hinaus wurden ca. 890 elektrische Bodenkasten (im Boden befindliche Strom- und Datenanschlüsse) verbaut. Ergänzt durch 1.200 Steckdosen in den Wänden und 600 Schalter sowie Taster, sorgen für eine durchdachte und komfortable Versorgung aller Arbeitsplätze. Auch das Sicherheitskonzept wurde umfassend beachtet: Die Sicherheitsbeleuchtung umfasst über 1.000 Leuchten und Piktogramme, die Brandmeldeanlage mit 24 Rauchansaugsystemen garantiert den Mitarbeitern und Besucher ein Optimum an Sicherheit rund um die Uhr.
Zieht man ein Fazit, so ist es den Verantwortlichen des Baukonsortium und den Stadtoberen Dresdens mit dem Bau des Stadtforum gelungen beispielhafte Projekte und Planungsprozesse mit einen reichen Fundus an Ideen und Mut zu neuen Herangehensweisen umzusetzen. Sie umfasst ein breites Spektrum guter praxisnaher und innovativer Lösungen zu strategischen Konzepten, Bürgerbeteiligung, Wohnungsbau, Stadtgestaltung, Stadterneuerung, Quartiersmanagement, oder Mobilität und die Nähe zum Bürger. Es wäre schön, wenn es Anregungen geben kann, auch weiterhin produktive Prozesse zur stadtgesellschaftlichen Meinungsbildung anzustoßen und die Umsetzung demokratisch auszuführen, denn das „Wohl“ der Bürger Dresdens sollte bei allen Interessen, für alle Verantwortlichen in den Stadtämtern an oberster Stelle stehen.