Das BrĂŒckenbausysmposium Dresden mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung bestĂ€tigt. AnlĂ€sslich des 33. BrĂŒckenbausymposiums, dem grĂ¶ĂŸten jĂ€hrlichen Treffen deutschsprachiger BrĂŒckenbauer auf dem MessegelĂ€nde in Dresden versammelten sich nationale und internationale Experten aus der BrĂŒckenbaubranche, um aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Konstruktionsmethoden und bewĂ€hrte Praktiken zu prĂ€sentieren und zu diskutieren. Dabei hat sich das BrĂŒckenbausymposium mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung fĂŒr Alle erwiesen, die sich mit BrĂŒcken und dem BrĂŒckenbau ‘tagtĂ€glich’ beschĂ€ftigen.

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Das BrĂŒckenbausysmposium Dresden mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung bestĂ€tigt. AnlĂ€sslich des 33. BrĂŒckenbausymposiums, dem grĂ¶ĂŸten jĂ€hrlichen Treffen deutschsprachiger BrĂŒckenbauer auf dem MessegelĂ€nde in Dresden versammelten sich nationale und internationale Experten aus der BrĂŒckenbaubranche, um aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Konstruktionsmethoden und bewĂ€hrte Praktiken zu prĂ€sentieren und zu diskutieren. Dabei hat sich das BrĂŒckenbausymposium mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung fĂŒr Alle erwiesen, die sich mit BrĂŒcken und dem BrĂŒckenbau ‘tagtĂ€glich’ beschĂ€ftigen.

Das BrĂŒckenbausysmposium Dresden mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung bestĂ€tigt.

Von Dr.h.c. Bernhard K. Heck

AnlĂ€sslich des 33. BrĂŒckenbausymposiums, dem grĂ¶ĂŸten jĂ€hrlichen Treffen deutschsprachiger BrĂŒckenbauer auf dem MessegelĂ€nde in Dresden versammelten sich nationale und internationale Experten aus der BrĂŒckenbaubranche, um aktuelle Forschungsergebnisse, innovative Konstruktionsmethoden und bewĂ€hrte Praktiken zu prĂ€sentieren und zu diskutieren. Dabei hat sich das BrĂŒckenbausymposium mit einer Rekordbeteiligung von knapp 2000 Teilnehmern erneut als wichtigste Veranstaltung fĂŒr Alle erwiesen, die sich mit BrĂŒcken und dem BrĂŒckenbau ‘tagtĂ€glich’ beschĂ€ftigen.

Die beiden Protagonisten des Instituts fĂŒr Massivbau an der Technischen UniversitĂ€t Dresden Prof. Dr. Ing.E.h. Manfred Curbach und Prof. Steffen Marx, fĂŒhrten souverĂ€n und mit gekonnten Einleitungsempfehlungen als Moderatoren durch die Veranstaltung. Dabei wurden die Themen von allen Seiten beleuchtet und BauwerkserlĂ€uterungen, die Kriterien des Entwurfs und deren PlanungsmodalitĂ€ten anhand von Beispielen charakterisiert. EindrĂŒcke ĂŒber Finanzierung, Besonderheiten von Konstruktionen und Montage rundeten die Referate ab.

Besonders die klar strukturierte Begleitung fĂŒr die Teilnehmer am BrĂŒckenbausymposium ist schon seit Jahren beeindruckend. Mit dem Umzug aus den eingeengten VerhĂ€ltnissen des Campus der TU-Dresden zum MessegelĂ€nde hat vor allen die Fachmesse mit den Ausstellern deutlich an Format und Klasse zugenommen. Hier haben die Organisatoren Harald Michler und Jana Strauch einen gehörigen Anteil daran. Mit rund 100 Messe-StĂ€nden auf der Fachausstellung der am BrĂŒckenbau beteiligten Firmen zeigte sich einmal mehr die Thematik Faszination BrĂŒckenbau. Mit dem 224 (!) Seiten starken Tagungsbuch, das gespickt war mit allen Informationen und Themen zu den Referenten ĂŒber BrĂŒckenbau und Engeenering wurde ein weiteres stabiles Highlight gesetzt.

Den Auftakt zum Symposiums referierten Dipl.-Ing. Karsten Eins und Franziska Ducklaus von der Stadt Magdeburg, sowie Dipl.-Ing. Stefan Burgard, vom Generalplaner fĂŒr die Objekt- und Tragwerksplanung Leonhardt, AndrĂ€ und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Dresden. Sie zogen ein Fazit bei der Erneuerung des StrombrĂŒckenzugs Magdeburg. Zum Neubau zweier BrĂŒcken ĂŒber die Alte Elbe und die Zoll Elbe in VerlĂ€ngerung der bestehenden StrombrĂŒcke als SchhrĂ€gseilbrĂŒcke wurden die die angrenzenden Verkehrsanlagen und Knotenpunkte geschickt integriert auch mit den beiden markanten Pylonen von 62 Meter. Dabei wurde erstmals ein neues Verfahren fĂŒr SchrĂ€gseilbrĂŒcken angewendet, um die Straßenverkehre und den in der Mitte stattfindenden Straßenbahnverlauf mit aufzunehmen. Mit dem hochinterssanten Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Colin Caprani, von der Monash University, FakultĂ€t Bauingenieurwesen, im australischen Melbourne reiten sich die Highlights zu BrĂŒckenbelastungen und Strategien bei der Bewertung der mehr als 50.000 BrĂŒcken im Australischen Fernverkehr fĂŒr die im Straßenverkehr von den bis zu 650 Tonnen schweren LKW’s den sogenannten „Road Trans“ stark strapaziert werden.

Zwei sehr spezialisierte und trocken vorgetragene BeitrĂ€ge von Prof. Dr.-Ing. JĂŒrgen Feix, Prof. Feix Ingenieure GmbH, MĂŒnchen und Tibor Sipos, Dipl. Bauing. ETH, BĂ€nziger Partner AG, ZĂŒrich, Schweiz verlangten von den Zuhörern einiges ab. Feix zeigte das große Potential der Carbon Technologie zur zeitgemĂ€ĂŸen VerstĂ€rkung und Sanierung von BetontragwerkbrĂŒcken beim Pilotprojekt anhand der 120 Meter breiten KrumbachbrĂŒcke in der NĂ€he von Innsbruck. Mit der Realisierung einer Verbreiterung einer StadtbrĂŒcke in ZĂŒrich unter laufenden Verkehr machte Tibor Sipos, Dipl. Bauing. ETH, BĂ€nziger Partner AG aus ZĂŒrich in der Schweiz den wichtigen Faktor Zeitmanagement bei solchen InnerstĂ€dtischen BrĂŒckenmaßnahmen deutlich. Mit technischen Raffinessen und besonderen Baumaßnahmen bei der technischen Instandsetzung und VerstĂ€rkung eines Denkmals an einer 275 Meter langen EisenbahnĂŒberfĂŒhrung im Chemnitz trumpfte Prof. Dr.-Ing. Richard Stroetmann, KREBS+KIEFER Ingenieure GmbH, Dresden auf, bestens beraten von Dipl.-Kauffrau Sandra Christen von der DB Netz AG in Leipzig. Sie referierten zur Herausforderung der Instandsetzungs- und Erhaltumgsmaßnahmen im Umgang mit den historischen Lagerkonstruktionen des Chemnitzer Viadukts. Die 1909 fĂŒr den viergleisigen Bahnbetrieb errichtete Tragkonstruktion wird unter den beiden Überbauten fĂŒr die zukĂŒnftige zweigleisige Nutzung ertĂŒchtigt, teilerneuert und als Stahl-Beton-Verbundkonstruktion entworfen.

Wie schwerwiegend stehendes Wasser auf Beschichtungen im StahlbrĂŒckenbau fĂŒr den Korrosionsschutz sein kann, berichteten Dipl.-Ing. (FH) Jörn Plate, Eberhardt – die ingenieure GmbH, aus Bad Homburg und Dipl.-Ing. Christian RĂŒters von der DEGES Gmbh aus Berlin mit Erfahrungen aus der Praxis mit stehendem Wasser auf der Beschichtung. Es wurde die Ursachen, des festgestellten Schadensbild mit anschaulichen Bildmaterial vorgestellt. Sowie die Ergebnisse weiterfĂŒhrende Untersuchungen und die sich daraus ergebenden LösungsansĂ€tze fĂŒr die PrĂ€vention aufgezeigt.

Nach der Pause sorgte Dr.-Ing. Gerhard Setzpfandt, SETZPFANDT Beratende Ingenieure GmbH & Co.KG in Weimar fĂŒr Schmunzeln bei den BrĂŒckenleuten als er zahlreicher Anekdoten und Geschichten zum Bau- undder Nutzungsgeschichte der SyratalbrĂŒcke in Plauen beschrieb.. Sie war so der Referent bei ihrer Fertigstellung 1905 mit 90 Meter in lichte Weite, die am weitesten gespannte massive GewölbebrĂŒcke der Welt(!) und stellte ein beeindruckendes Denkmal der Ingenieurbaukunst dar. Sie wurde von 1903 bis 1905 Uhr mit der von Bernhard und Caesar Liebold propagierten Bruchstein-Zementmörtel Bauweise durch die Firma Liebold & Co. in LangebrĂŒck bei Dresden errichtet.

Dipl.-Ing. Tobias Mansperger, Leonhardt, AndrĂ€ und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Dresden berichtete schwungvoll und zugleich detailliert ĂŒber das ÜberfĂŒhrungsbauwerk bei Schwaig bei Kilometer 399,523 im Zuge der A3 von WĂŒrzburg nach NĂŒrnberg. Mansperger: „Wir legten schon in der Vorplanung fĂŒr das Bauwerk 399 sehr viel Wert auf einen hohen Grad an Einfachheit und Sinnhaftigkeit der Konstruktion. Auf Ornamente Dekorationen und auffĂ€llige Farbgestaltung wurde bewusst verzichtet. Man wollte damit eine dauerhafte und zeitlose QualitĂ€t der Gestaltung gewĂ€hrleisten, die zu den Prinzipien der Vorplanung fĂŒr den BrĂŒcken ĂŒber Bau gehört. Neben der Forderung stĂŒtzenfreier Überbauten, gehörten Kleine in der Böschung zurĂŒckgesetzte Widerlager, maximale Durchsicht und Transparenz sowie der Werkstoff gerechte Einsatz der Materialien. FĂŒr alle Typenbauwerke wurden Verbundkonstruktion gewĂ€hlt, deren Stahlbauteile, die mit an die Umgebung angepassten Grautöne beschichtet ist. Langanhaltender Beifall der Zuhörer zeigten die Resonanz zu einem Meilenstein des BrĂŒckenbaus da es sich um die erste StraßenbrĂŒcke handelt bei der eine Orthoverbundfahrbahnplatte mit VerbunddĂŒbelleisten des Typs CL sowie nicht metallischer Carbonbewehrung realisiert wurde.

Mit dem Leitfaden zur zuverlĂ€ssigkeitsbasierten Klassifizierung bestehender BrĂŒcken – Beispiele aus der Praxis befasste sich eine Ingeneurin vom IngenieurbĂŒro Ramboll aus Kopenhagen. FĂŒr eine weiters Highlight in der Vortragskette sorgte Ministerialrat Prof. Dr.-Ing. Gero Marzahn, vom Bundesministerium fĂŒr Digitales und Verkehr aus Bonn.

SouverĂ€n und gekonnt berichtete Marzahn ĂŒber digitale Erhaltung und mehr Nachhaltigkeit im BrĂŒckenbau am Bespiel der NibelungenbrĂŒcke Worms. Die BrĂŒcke bekam einen digitalen Zwilling mit 3D Darstellung die kontinuierlich mit Echtzeitdaten aktualisiert wird. Damit wurde der Ersatzneubau des Bauwerks von Besonderer Ingenieurtechnischer Bedeutung vermieden. Man wollte so Marzahn mit Hilfe des digitalen Zwilling die Nutzungsdauer der BrĂŒcke möglichst ohne verkehrliche EinschrĂ€nkungen zu verlĂ€ngern. Dazu waren der baulichen Zustand der BrĂŒcke sowie auch bereits bekannte Defizite kontinuierlich aufzuzeichnen zu verifizieren und zu bewerten. Die Festlegung von Warn- und Schwellwerten, sowie die Hinterlegung von Meldeketten dienten dem sicheren Betrieb des Bauwerks. ZU den unmittelbar in Angriff zu nehmenden Aufgaben zĂ€hlen das Monitoring der Chlorid induzierten Korrosion und die Nachrechnung der BrĂŒcke nach neuesten wissenschaftlichen Methoden, mittels einer nichtlinearen 3D-Finete-Elemente-Berechnung. Mit dem sehr informativen Vortrag von Dipl.-Ing. Michael AnschĂŒtz und Dipl.-Ing. Matthias MĂŒnch, beide IGS INGENIEURE GmbH & Co. KG, Weimar ĂŒber die Denkmalgerechte Instandsetzung der MĂŒngstener BrĂŒcke – die Kaiser-Wilhelm-BrĂŒcke im Zuge der DB-Strecke Solingen–Remscheid ĂŒber das Tal der Wupper schloss sich der Kreis der fachlich hochkompetenten VortrĂ€ge.Das diesjĂ€hrige JubilĂ€um BrĂŒckenbau-Symposium als das 33. seiner Art, hatte einen ganz besonderen Charakter und viel Flair. Es fand in einem sehr angenehmen Rahmen statt mit vielen Gelegenheiten in den Pausen zur intensiven Kontaktpflege auf der Teilnehmer-Messe. Die Referenten sorgten fĂŒr umfassenden Erkenntnisgewinn durch ihre BauwerkserlĂ€uterungen, Kriterien des Entwurfs und der Planung. Besonderheiten bei Detaillierung und Finanzierung sowie Charakteristika von Konstruktion und Montage. Das 33 . BrĂŒckenbau-Symposium in Dresden wurde einmal mehr seinem hohen Anspruch gerecht. Viele Teilnehmer betonten den hohen Werteanspruch der Tagungsmesse und notierten sich per Whatts app den Termin 2025 zum 34. BrĂŒckenbausymposium vom 19.bis 20. MĂ€rz schon rot an. Zieht man ein Fazit des Symposium so kann man den Veranstaltern attestieren, dass es Ihnen gelungen ist, die Teilnehmer mit neuen Kontakten und persönlichen EindrĂŒcken zu bereichern und damit hat es seinen einmalige Stellung bei den BrĂŒckenfachleuten einmal mehr, deutlich unterstrichen.

Die vollstÀndigen Texte der 17 Referate- und VortrÀge finden Sie im Tagungsbuch des Herausgebers TU-Dresden Institut Massivbau ISBN-978-3-86780-767-8.

BU: Volles Auditorium in der Messe Dresden beim 33. BrĂŒckenbausymposium: Gregor Gebert, DEGES Hamburg, zeigte sich erfreut ĂŒber die Artikelserie zu den Rampenbauwerken in Fahrtrichtung Elbtunnel. Tobias Mansperger von LAP referierte ĂŒber das Bauwerk 399. © Dr.h.c. Bernhard K. Heck (5)

Bei den engagierten Reden der Politik wehte durch das Gewölbe der Frauenkirche der Geist Europas. Der Kuratoriumsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung Volker Kauder betonte, dass eine solche vom Publikum außergewöhnlich reflektierte Veranstaltung wie am 7. MĂ€rz in der Frauenkriche Dresdens ihn mit Stolz erfĂŒlle. Unter dem Motto „Impuls aus der Mitte Europas“ veranstaltet von den beiden Kanzlerstiftungen – Bundeskanzler Helmut Kohl-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung…

Bei den engagierten Reden der Politik wehte durch das Gewölbe der Frauenkirche der Geist Europas. Der Kuratoriumsvorsitzende der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung Volker Kauder betonte, dass eine solche vom Publikum außergewöhnlich reflektierte Veranstaltung wie am 7. MĂ€rz in der Frauenkriche Dresdens ihn mit Stolz erfĂŒlle. Unter dem Motto „Impuls aus der Mitte Europas“ veranstaltet von den beiden Kanzlerstiftungen – Bundeskanzler Helmut Kohl-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung…

Von Bernhard Heck

setzte man im Kontext daran an, dass rund 400 Millionen EU-BĂŒrgerinnen und BĂŒrger das nĂ€chste EuropĂ€ische Parlament im Juni 24 wĂ€hlen. Damit entscheiden sie ĂŒber den politischen Kurs der EuropĂ€ischen Union. Die langen Schlangen am Einlass mit den Buchstaben D der Frauenkirche signalisierten den hohen Besucherandrang an diesem nasskalten Donnerstag in Dresden. Neben dem MinisterprĂ€sidenten Michael Kretschmer hatten von der SĂ€chsischen Regierung noch der Staatsminister und Chef der sĂ€chsischen Staatskanzle Oliver Schenk den First Platz eingenommen umrahmt von Volker Kauder und Prof. Dr. Norbert Lammert, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, sowie von der Stadt Dresden die BĂŒrgermeisterin Annekatrin Klepsch, Beigeordnete fĂŒr Kultur, Wissenschaft und Tourismus.

 

Nach den sanften EinfĂŒhrungsworten von Maria Noth, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Stiftung-Frauenkriche folgte mit der Dr. Jacqueline Boysen, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung mit einem flotten AuftaktgesprĂ€ch und einer Hausaufgabe. Sie versprach anhand von ausgelegten Karten fĂŒr die Besucher das Thema:“ Erwartungen an und Ideen fĂŒr Europa“ zum Mittelpunkt durch BeitrĂ€ge auf den ausgelegten Karten zu fokussieren. Mit dem Klang der Eurovisionshymne „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentrie aus der Trompete von Alberto Antonio Romero LĂłpez und begleitet an der Orgel vom Frauenkirchenkantor Matthias GrĂŒnert, wehte durch das Gewölbe der Frauenkirche der Geist Europas. Ganz im Sinne von Volker Kauder, der an die Schaffenskraft von Helmut Kohl fĂŒr Europa erinnerte, auch mit mahnenden Worten: „Helmut Kohl ist der Kanzler der Einheit und zugleich der EhrenbĂŒrger Europas .Europa war ein zentrales Element fĂŒr die deutsche Einheit, das war die Überzeugung von Helmut Kohl. Er hat vor 55 Jahren eine klare Antwort formuliert, umstritten von der deutschen Bevölkerung gegeben: “ Nur wenn wir bereit sind uns zu verteidigen werden wir unsere Freiheit sicher stellen“, dies war verbunden mit dem Doppelbeschluss der NATO“. In seinen weiteren sehr engagiert formulierten Worten sagte Kauder als Appell. wir mĂŒssen die Balance zwischen Abschreckung und AbrĂŒstung wie vor 55 Jahren nachspĂŒren und fĂŒr die Gegenwart eine Gelingensbedingung formulieren – das Bewusstsein dafĂŒr, dass Freiheit nicht nur gelebt, sondern auch verteidigt werden muss“. Daran mĂŒssen wir ĂŒberparteilich arbeiten und es gemeinsam in unsere Gesellschaft hineintragen.“

Mit einem Klassischen Film-Ausschnitt des Kanzlers bei seiner Rede am 19.Dzember 1989 an der Frauenkirche spĂŒrte man in der Frauenkirche Stille. TrĂ€nen rannen einer Besucherin ĂŒber die Wange, als sie die Worte hörte: “ …“Und auch das lassen Sie mich hier auf diesem traditionsreichen Platz in Dresden sagen: Mein Ziel bleibt – wenn die geschichtliche Stunde es zulĂ€sst – die Einheit unserer Nation“! Etwas abrupt dann der Wechsel zum Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lammert, der die Kohl`sche Europapolitik gekonnt testierte. Lammert, er erinnerte daran, dass Kohl die europĂ€ische Einigung stets als großes Friedensprojekt verstanden habe. Angesichts der aktuellen Konflikte in Europa sei die Bedeutung dieser Herausforderung nicht geringer geworden. Lammert weiter: “ Kohl hat einen bedeutsamen Satz geprĂ€gt, Das Haus Deutschland-unser gemeinsames Haus-muss unter einem europĂ€ischen Dach gebaut werden. Das muss, das Ziel unserer Politik sein.Die GĂ€ste hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht nur zugehört, sondern zahlreiche WĂŒnsche und Fragen formuliert. Diese Publikumsimpulse und eine Videobotschaft mit Erwartungen von Dresdner SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern an das nĂ€chste EU-Parlament, leiteten die anschließende Podiumsdiskussion ein. In dieser hob die ehemalige MinisterprĂ€sidentin des Freistaates ThĂŒringen, Christine Lieberknecht, die europĂ€ische Dimension der friedlichen Revolution von 1989 hervor: „Ohne Europa wĂŒrden wir alle heute nicht hier sitzen. Die friedliche Revolution war eine europĂ€ische Bewegung. Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer unterstrich die Bedeutung der EU fĂŒr Sachsen und erinnerte daran, dass die Wiedervereinigung Deutschlands nur durch die Verankerung in Europa und der NATO möglich gewesen sei. Allerdings, so Kretschmer, hĂ€tte sich Helmut Kohl nicht in diesen Prozess eingemischt, sondern auf die Koexistenz fĂŒr die EU gesetzt. Er rief dazu auf, am 9. Juni 2024 zur Europawahl zu gehen und betonte, dass es dabei auch um die Frage gehe, wem wir die Macht geben wollen, unsere Angelegenheiten und unsere Zukunft zu gestalten.

Fotos: Heck, Presse Hamburg Dresden

BU: Der MinisterprĂ€sident Sachsens, Michael Kretschmer unterstrich in seiner Rede die Bedeutung in der EU fĂŒr Sachsen.
Der Kuratoriumsvorsitzende
der Konrad-Adenauer-Stiftung Prof. Dr. Norbert Lammert, rechts mit dem MinisterprÀsidenten.
AnkĂŒndigungsplakat Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung.

Der 16. SemperOpernball mit Ballkleidzauber und Frisurenmarathon prĂ€sentierte sich farbenfroh und extravagant. Dresdens Opernball ist auf der Tanzspitze angekommen. Im Fokus die Konzentration auf das Wesentliche, nĂ€mlich diesen Ball aus einem Konstrukt von Orden und Auszeichnungen abzuheben, sondern dem Publikum mehr Musik und BallgefĂŒhl zu geben.

Der 16. SemperOpernball mit Ballkleidzauber und Frisurenmarathon prÀsentierte sich farbenfroh und extravagant.

Dresdens Opernball ist auf der Tanzspitze angekommen.

Im Fokus die Konzentration auf das Wesentliche, nĂ€mlich diesen Ball aus einem Konstrukt von Orden und Auszeichnungen abzuheben, sondern dem Publikum mehr Musik und BallgefĂŒhl zu geben.

Von Bernhard Heck

Um es vorweg zu nehmen: wir sind auf der Tanzspitze angekommen. Der 16. SemperOpernball erfĂŒllte entgegen dem letzten im Jahr 2020 seinen Auftrag bravurös. Tanzen – das einzige Symbol fĂŒr einen Ball – wurde diesmal in Dresden voll und ganz veritabel umgesetzt, hierfĂŒr gilt den Organisatoren des Baals in der Semperoper und auf dem Theaterplatz ein großes Kompliment. Die Symbolik ‘Ball’ verwandelt die Erscheinung in eine Idee, die Idee wird ein Bild und das haben die Macher des Balles geschafft, denn der Funke Tanzen sprang ĂŒber. Der Zulauf aus den anderen VeranstaltungsrĂ€umen der Semperoper auf den Ballsaal glich einem Wiesellauf, manche LogengĂ€ste fanden den Ballsaal nicht, hier muss der Veranstalter fĂŒr bessere Kennzeichnung sorgen.

 

Aus dem Umbruch heraus war das keine leichte Aufgabe. Im Fokus die Konzentration auf das Wesentliche, nĂ€mlich diesen Ball aus einem Konstrukt von Orden und Auszeichnungen abzuheben, sondern dem Publikum mehr Musik und BallgefĂŒhl zu geben. DarĂŒber wurde in den vergangenen Monaten bei diversen GesprĂ€chen und auch bei Pressekonferenzen gerne diskutiert, wie es in Dresden einfach ĂŒblich ist. Das hat zum einen mit seiner Geschichte und dem besonderen Ort Dresdens eben zu tun, die Semperoper als klassische Oper ist nicht nur in Sachsen tief mit Oper und Klassik verbunden. Sie steht unter dem Anspruch, nicht nur fĂŒr Sachsen eine besondere Location zu sein. Nach vierjĂ€hriger Pause ist jetzt der Ball wieder da und wie! Der Dresdner SemperOpernball wurde wieder traditionell nicht nur in der Semperoper gefeiert und getanzt, sondern auch vor der Oper auf dem Theaterplatz. Und das ist wiederum das große Plus dieses einmaligen Balls der Semperoper. Es kamen zwar nicht so viele tanzbereite Paare auf den Theaterplatz wie in den Vorjahren, aber geschunkelt wurde im Taktsowie den vielen Gesangtönen aus der Semperoper gelauscht, und den entsprechenden O-Tönen von der Außen BĂŒhne. Anzumerken bleibt, dass der sonst souverĂ€ne ConfĂ©rencier und Moderator Wolfgang Lippert diesmal nicht locker wirkte, er schaffte es nicht die Dresdner zum Tanz zu begeistern. Routiniert dagegen Sivio Zscharge, der sowohl auf dem ‚ROTEN Teppich‘ als auch auf der BĂŒhne souverĂ€n agiert.





Beim Ballgeschehen drinnen dagegen selbst konnte man spĂŒren, dass die Choreografie des Balls deutlich an marginalem Esprit gewonnen hat. Der Auftakt des Semperoper-Balletts mit ‘Dornröschen von Tschaikowski’ setzte bereits den ersten klaren Pluspunkt des Balles, danach folgten im Dreiviertel-Stunden-Takt besondere Events und Darbietungen, hier vor allen Dingen durch den Tenor-Weltstar Rolando Villazo`n und der Sopranisten Nikola Hillebrand. Den Angaben zufolge wurden am Abend mehr als 2.000 GĂ€ste gezĂ€hlt. Der MDR berichtete live von der Ballnacht im Fernsehen und per Internet-Livestream. Am Pult der SĂ€chsischen Staatskapelle Dresden stand an diesem Abend Jonathan Darlington. LĂ€ssig und gekonnt poentiert, moderiert wurde der Ball von der Schauspielerin Stephanie Stumph und ihrem Kollegen Tom Wlaschiha.

Einen so verdienten und einmaligen Dresdner Entertainer und Schauspieler wie Gunther Emmerlich posthum mit dem ersten Preis des Neuen Chorus Award auszuzeichnen, war eine glĂ€nzende Idee. Der Preis: von einem Kuratorium unter Leitung des sĂ€chsischen LandtagsprĂ€sidenten Dr. Matthias RĂ¶ĂŸler initiiert, von der weltberĂŒhmten Porzellanmanufaktur MEISSEN gestiftet und von Schauspieler Wolfgang Stumpf verliehen, der eine wunderbare Laudatio sprach. Emmerlichs Söhne nahmen den Preis persönlich entgegen. Wolfgang Stumpf als Laudator zeigt sich emotional, souverĂ€n und charismatisch im privatem Laudatio fĂŒr den vor wenigen Wochen verstorbenen Freund.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden der Musiker und Friedensaktivist Michael Patrick Kelly fĂŒr sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement sowie die Sopranistin Nikola Hillebrand. Sie erhielt den Choros in der Kategorie „Newcomer“.

20 Minuten spÀter als laut Programm geplant, wurde der erste Teil des SemperOpernball beendet mit keinen geringeren als dem MinsterprÀsidenten des Landes Michael Kretschmer und seiner charmanten Gattin. Sie hatten den Walzertakt drauf das nur am Rande!.

Den beiden Moderatoren Stephanie Stumph und Tom Wlaschiha fiel ein Stein vom Herzen, denn sie interpretierten diesen Ball locker charmant und auch individuell pragmatisch in Aussage und Umsetzung. Chapote!

Verzichtbar dagegen der Einschub der Interviews durch Kamilla Senjo mit ihrem Prominenten, hier sollten die Verantwortlichen fĂŒr den nĂ€chsten Ball den zahlreichen GĂ€sten eine bessere Offerte anbieten. GlĂ€nzend dagegen der Liveact von Giovanni Zarrella mit seiner Band, der ordentlich Stimmung mit einer großen Portion italienischem Charme brachte. Der Song „Italiano“ ist ein ziemlicher Hit. Gelungen und auf den Punkt bringend, schaffte es der Italienische SĂ€nger“ Sempre, Sempre“vom Mikrofon auf das Parkett zu bringen. Zieht man ein Fazit dieses SemperOpernballs, so kann man durchaus behaupten, dass die Einordnung fĂŒr einen Sitzplatz ob Loge oder Ballsaal in Höhe von 2500 Euro fĂŒr die PlĂ€tze durchaus angebracht ist, denn wo bekommt man sonst eine solche außergewöhnliche Darbietung wie den Tanz der 100 DebĂŒtanten auf dem Parkett die harmonisch den Ball zu einem Höhepunkt machten.

Überdenken sollte man auch, dass der Etat dieses Opernballes mit knapp 2.000.000 Euro durch ein neues Sponsorenformat aufgebaut werden könnte. Hier liegt die große Herausforderung fĂŒr den erstmalig agierenden neuen Ballchef und ehemaligen Programmdirektor des MDR Wolfgang Jacobi und seinen weiteren Protagonisten. Denn dass der SemperOpernball lĂ€ngst eine Institution in Sachsen aber auch in denn an ganzen BundeslĂ€ndern sowie fĂŒr alle deutschsprachigen Zuschauer in den europĂ€ischen Staaten ist, steht außer Frage. Deshalb sollte man den Verantwortlichen des Balls 2025 schon jetzt viel Erfolg fĂŒr 17. Opernball 2025 wĂŒnschen. Achso, der Losverkauf fĂŒr die Tombola der Hope-Stiftung Kapstadt brachte knapp 15.000 Euros in die Kassen der Stiftung, einmal mehr ein Beweis, zu was Dresden alles fĂ€hig ist.

BU: Der Tanz der 100 DepĂŒtantenpaare verzaubern seit Jahren das Publikum beim Dresdner SemperOpernball.
Prunk und Glanz im Ballsaal und den Logen des Opernhauses. Fotos: DDN/B. Heck.

Dresden tanzt – nicht nur in der Semperoper, sondern auch auf dem Theaterplatz. Vorstellung des Open-Air-Programmes des SemperOpernballs mit OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert. Nach drei Jahren Pause wieder SemperOpernball – kleiner und bescheidener.

Dresden tanzt – nicht nur in der Semperoper, sondern auch auf dem Theaterplatz.

Vorstellung des Open-Air-Programmes des SemperOpernballs mit OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert. Nach drei Jahren Pause wieder SemperOpernball – kleiner und bescheidener.

Von Bernhard K. Heck

Die Veranstalter Semper Opernball e.V. und die Riverside Entertainment GmbH haben das Format runderneuert, wie die Organisatoren um SemperOpernball-Chef Wolf-Dieter Jacobi in einer improvisierten Pressekonferenz versprachen. Bescheiden und klein war der Raum fĂŒr die Vorstellung des Programms im Saal und der neuen Highlights des SemperOpernairballs auf dem Theaterplatz mit einem neuen Style und mehr LokalitĂ€t begeistern möchte.

Drinnen dagegen geht es nicht mehr international zu. Ebenso fiel der aufwendige Auftakt vor dem Opernhaus dem Rotstift zum Opfer. Eigentlich sehr schade, denn gerade dort fanden erste Kontakte statt zum spÀteren Ball und das Flanieren auf dem roten Teppich!

Das Spektakel vor der Semperoper, bei dem sich Tausende im Dreivierteltakt drehen und auch das Programm in der Oper verfolgen können, beginnt bereits um 18 Uhr. Nach der Eröffnung durch den sĂ€chsischen MinisterprĂ€sidenten Michael Kretschmer und den OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert, fĂŒhren „Oldie“ Entertainer Wolfgang Lippert und MDR-Barde Silvio Zschage vom MDR-Radio auf der AußenbĂŒhne durch den Abend. Mit bis zu 10 000 Besuchern rechnet der Ballverein am 23. Februar auf dem Theaterplatz. „Mir ist wichtig, dass alle Dresdner mitfeiern können“, sagte das Stadtoberhaupt Dirk Hilbert, bei der Vorstellung des Programms des Open-Air-Balls. Das kostenfreie Format und den Zuspruch der Bevölkerung auf dem Theaterplatz bezeichnet er als Alleinstellungsmerkmal des SemperOpernballs, deshalb habe die Stadt nach Angaben von Hilbert mit 200 000 Euro aus Fördertöpfen des Freistaats Sachsen und aus Eigenmitteln auch unterstĂŒtzt. Von der eigenen großen AußenbĂŒhne direkt unterhalten zu werden, ist eine sympathische Dresdner Besonderheit und macht den SemperOpernairball zum grĂ¶ĂŸten Opernball weit und breit auch fĂŒr die BundeslĂ€nder.

Ob die Macher der Hope Gala mit ihrer veranstalteten großen Tombola ins Schwarze treffen, ist die große Frage bei diesem Programmpunkt. Der Gewinn einer Reise nach SĂŒdafrika von einem großen Reiseveranstalter aus Dresden ist jedenfalls ein Anreiz, weniger dagegen die 10 Euro fĂŒr die rund 3000 Lose die als Erlös in soziale Projekte nach Kapstadt fließen sollen und damit den Geldbeutel der Besucher zusĂ€tzlich zum Verzehr auf dem „Tanzplatz“ schmĂ€lern.

Interviews auf der AußenbĂŒhne mit MinisterprĂ€sident Kretschmer, OB Hilbert, den Tanzprofis von der Tanzschule Lax, dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Meißner Porzellanmanufaktur Tillman Blaschke, sollen fĂŒr den Hintergrund zum OPERN-Air-Ball ErklĂ€rungen liefern. Engagiert werden sich auch die Mentoren der Hope Stiftung Kapstadt Viola Klein und Ruth Moschner am Mikrofon geben, um ĂŒber den Zweck und die Ziele der Hope Stiftung Kapstadt einem breiten Publikum mitzuteilen.

Die Breakdance-Crew The Saxonz als zweimaliger deutscher Meister sollen das „junge Sachsen“ reprĂ€sentieren. Der Leader Felix Roßberg kam zwar mit KrĂŒcken zum Presse-Termin zeigte sich jedoch stolz mit einem Film und seinem ehrlichen Statement: „Ich war selbst einmal DebĂŒtant beim SemperOpernball“, umso mehr freue er sich, dass er mit seiner Crew dabei sein könne. „Wir werden die AußenbĂŒhne vor der Semperoper rocken und neue Akzente setzen!“

Was aber ist wirklich frisch an diesem Neuanfang und was tut nur so? Ganz neu muss ja bei weitem nicht alles sein. Die Semperoper ist schließlich ein herausragendes Opernhaus mit großer Tradition und Pomp, wo sich der Opernball seit 2006 etabliert, er trĂ€gt ihren Namen. Startenor Rolando VillazĂłn wird einer der KĂŒnstler sein, das Programm des 16. SemperOpernballs großartig bereichern.

Drinnen und draußen soll auch kĂŒnftig gefeiert werden, das verspricht Wolf-Dieter Jacobi, ehemals MDR-Programmdirektor, angespannt mit blassem Teint, eingeengt auf der schmalen Couch. Eigentlich passt das zum 16. SemperOpenball. Allein 11 Prominente sind aus dem SalĂ€r des MDR, entweder durch Sendungen oder Serien. Kann man Schauspieler wie Melanie Marschke, Bernhard Bettermann oder Andrea Katrin Loewig mit dem Etikett als prominent einzustufen? Sorgen sie fĂŒr die zu erwartende Einschaltquote? FĂŒr Quoten sorgen mit Sicherheit die 100 DebĂŒtanten-Paare, sie verzaubern Jahr fĂŒr Jahr GĂ€ste und Zuschauer mit einer faszinierenden Tanzdarbietung im Dreivierteltakt. Die Damen in prachtvollen Kleidern, die Herren in stilvollen Smokings – gemeinsam bilden sie den glanzvollen Höhepunkt des Eröffnungsprogramms. Zehn Minuten lang fĂŒllen sie die BĂŒhne, gleiten in einer atemberaubenden Choreografie elegant ĂŒber das Parkett und bezaubern damit ein breites Publikum in der Oper und vor den Bildschirmen.

Die St.-Georgs-Orden sind passĂ©. Die PreistrĂ€ger bekommen nun einen Choros Award in Form einer Figur aus Meissner Porzellan, eine extra kreierte Figur, die abstrakt ein tanzendes Paar abbildet und die sĂ€chsischen Landesfarben zeigt. Diese Auszeichnungen sind dagegen sehr elitĂ€r und gehen an die Sopranistin Nikola Hillebrand, die seit der Spielzeit 2020/21 als Solistin zum Ensemble der Semperoper gehört und dort in den großen Partien ihres Fachs das Publikum begeistert. Des Weiteren bekommt Michael Patrick Kelly, den erstmals verliehenen CHOROS. Kelly, so die Jury, als Musiker mit internationalen Chartplatzierungen, Platin-Auszeichnungen und ausverkaufte Tourneen ein wĂŒrdiger PreistrĂ€ger. ZusĂ€tzlich stellt er seine PopularitĂ€t in beispielloser Weise auch in den Dienst fĂŒr soziales Engagement seit ĂŒber 25 Jahren. Mit einem TV-Magazin, natĂŒrlich live im MDR ĂŒbertragen, versuchen gegen 22 Uhr das Damen-Doppel Kamilla Senjo und Susanne Klehn Asse ĂŒbers Netz zu bringen, doch wer sind die Prominenten, ob international oder national, die retournieren?

Ein Hauch von Italien in Elbflorenz. Eine bessere Wahl fĂŒr das traditionelle Mitternachtskonzert hĂ€tten die Macher der Balls nicht treffen können. Entertainer Giovanni Zarrella und seine Band – werden eine weiteren Glanzpunkt beim SemperOpernball 2024 setzten, so wie in der vergangenen Jahren Semino Rosso, Peter Maffay und Roland Kaiser Glanz fĂŒr den Ball brachten.

Es bleibt also abzuwarten wie der 16. SemperOpernball drinnen und draußen in der Resonanz ankommt. Einen Gewinner gibt es dagegen schon: Die Zuschauer auf dem Tanzareal, denn sie bekommen gleich zwei Feuerwerke zu sehen! Wann zu welcher Uhrzeit, das bleibt bis zum 23. Februar das Geheimnis. Wir bleiben dran.

 

BU: Praktizieren das Motto „So geht SĂ€chsisch“ zum 16. Semperopernball gekonnt. Mit der Runderneuerung des Balles ist es eine große Herausforderung: Mit „Eckball“ der OberbrĂŒrgermeister Dirk Hilbert, Breakdancer Felix Rossberg, Unternehmerin und Hope Stiftungschefin Viola Klein und SemperOperballchef Wolf-Dieter Jacobi (v.l.), alle wollen dass der Neuanfang klappt. Titelbild|Foto: www.semperopernball.de | DDN/B. Heck.

Rechtsamt der Stadt Dresden erteilt Absage an Freie WĂ€hler. Die Geplante Lesung im Stadtmuseum – Das Landhaus auf Eis gelegt. Nach rechtlicher PrĂŒfung durch das Rechtsamt der Landeshauptstadt Dresden wurde die Anfrage der Fraktion Freie WĂ€hler/Freie BĂŒrger Dresden, im April 2024 eine Lesung zum 125. Geburtstag von Erich KĂ€stner im Satdtmuseum Dresden – Das Landhaus durchzufĂŒhren, abgelehnt. DarĂŒber wurde die Fraktion am 2. Februar 2024, durch die StĂ€dtischen Museen in einem Schreiben informiert.

Rechtsamt der Stadt Dresden erteilt Absage an Freie WĂ€hler.

Die Geplante Lesung im Stadtmuseum – Das Landhaus auf Eis gelegt.

Nach rechtlicher PrĂŒfung durch das Rechtsamt der Landeshauptstadt Dresden wurde die Anfrage der Fraktion Freie WĂ€hler/Freie BĂŒrger Dresden, im April 2024 eine Lesung zum 125. Geburtstag von Erich KĂ€stner im Satdtmuseum Dresden – Das Landhaus durchzufĂŒhren, abgelehnt. DarĂŒber wurde die Fraktion am 2. Februar 2024, durch die StĂ€dtischen Museen in einem Schreiben informiert.

Von Bernhard K. Heck
Hintergrund zur Ablehnung war die Anfrage der Fraktion der freien WĂ€hler an die StĂ€dtischen Museen, im Festsaal des Landhauses am Pirnaischen Platz eine Lesung anlĂ€sslich seines Jubilaren Geburtstages und des 50. Todestags vom Schriftsteller Erich KĂ€stners zu veranstalten. Erich KĂ€stner wurde 1899 in Dresden geboren und verbrachte dort seine gesamte Kindheit und Jugend. Erst 1919 verließ er die Stadt in Richtung Leipzig, wo er Germanistik, Geschichte, Philosophie, Zeitungskunde und Theaterwissenschaften studierte. Aus jener Zeit datieren auch die ersten lyrischen Arbeiten.

Über die Jahre hinweg machte er sich besonders als Lyriker, Romancier, Kinder- und Drehbuchautor sowie als Journalist einen Namen. Bis heute ist er ein im In- und Ausland bekannter und gelesener Autor. Seine Werke, wie (Emil und die Detektive) wurde in ĂŒber 70 Sprachen ĂŒbersetzt.

Deshalb wollte die Stadt Dresden hier wohl einen Interessenkonflikt vermeiden. in einer Verlautbarung der Stadt Dresden heißt es; Aufgrund der bereits begonnenen Vorwahlzeit dĂŒrfen stĂ€dtische RĂ€ume zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr fĂŒr Veranstaltungen von Parteien, politischen Organisationen und Initiativen zur VerfĂŒgung gestellt werden. Diese Vorwahlzeit beginnt sechs Monate vor den Wahlen in Sachen und Dresden . Nach erfolgter RechtsprĂŒfung besteht außerdem kein Anspruch auf eine entgeltfreie Überlassung von stĂ€dtischen RĂ€umen fĂŒr eine öffentliche Lesung, weil damit die Grenzen der privilegierten Öffentlichkeitsarbeit von Fraktionen ĂŒberschritten sind. Es handelt sich bei einer Lesung nicht um ausdrĂŒckliche Fraktionsarbeit.

Die Fraktion hatte Mitte Januar die StĂ€dtischen Museen der Stadt Dresden angefragt, im Festsaal des Landhauses am Pirnaischen Platz eine Lesung anlĂ€sslich seines jubilaren Geburtstages und des 50. Todestags vom Schriftsteller Erich KĂ€stners zu veranstalten. Erich KĂ€stner wurde 1899 in Dresden geboren und verbrachte dort seine gesamte Kindheit und Jugend. Erst 1919 verließ er die Stadt in Richtung Leipzig, wo er Germanistik, Geschichte, Philosophie, Zeitungskunde und Theaterwissenschaften studierte. Aus jener Zeit datieren auch die ersten lyrischen Arbeiten.

Über die Jahre hinweg machte er sich besonders als Lyriker, Romancier, Kinder- und Drehbuchautor sowie als Journalist einen Namen. Bis heute ist er ein im In- und Ausland bekannter und gelesener Autor. Seine Werke, wie (Emil und die Detektive) wurde in ĂŒber 70 Sprachen ĂŒbersetzt.

Deshalb wollte die Sardt Dresden hier wohl einen Interessenkonflikt vermeiden. in ainer veralutbarung der Sadt Dresden heißt es; Aufgrund der bereits begonnenen Vorwahlzeit dĂŒrfen stĂ€dtische RĂ€ume zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr fĂŒr Veranstaltungen von Parteien, politischen Organisationen und Initiativen zur VerfĂŒgung gestellt werden. Diese Vorwahlzeit beginnt sechs Monate vor den Wahlen in Sachen und Dresden. Nach erfolgter RechtsprĂŒfung besteht außerdem kein Anspruch auf eine entgeltfreie Überlassung von stĂ€dtischen RĂ€umen fĂŒr eine öffentliche Lesung, weil damit die Grenzen der privilegierten Öffentlichkeitsarbeit von Fraktionen ĂŒberschritten sind. Es handelt sich bei einer Lesung nicht um ausdrĂŒckliche Fraktionsarbeit.

Nach den Wahlen im Juni und im September 2024 hĂ€lt das Rechtsamt eine Überlassung stĂ€dtischer RĂ€ume an Fraktionen fĂŒr Lesungen dann fĂŒr zulĂ€ssig, wenn ein entsprechendes Entgelt fĂŒr die NutzungsĂŒberlassung gezahlt wird und dieses nicht mit stĂ€dtischen Haushaltsmitteln, sondern aus sonstigen Eigenmitteln der Fraktion der Parteien beglichen wird.

 

BU: 2024 jĂ€hrt sich der Geburtstag Erich KĂ€stners zum 125. Mal und der Todestag liegt dann genau fĂŒnf Jahrzehnte zurĂŒck.
Foto: https://www.kaestnerhaus-literatur.de/; PresseDresden/Heck

Dresdner Stadtrat beschließt Bewerbung BUGA 2033. Die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft hat der Stadt Dresden die Möglichkeit gegeben, sich mit einer Bewerbung fĂŒr die Bundesgartenschau (BUGA) 2033 intensiver zu beschĂ€ftigen.

Dresdner Stadtrat beschließt Bewerbung BUGA 2033

Die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft hat der Stadt Dresden die Möglichkeit gegeben, sich mit einer Bewerbung fĂŒr die Bundesgartenschau (BUGA) 2033 intensiver zu beschĂ€ftigen.

Auf der Grundlage einer ersten Ideenskizze wurde bis Ende September 2023 eine Machbarkeitsstudie erstellt. An der Erstellung der Machbarkeitsstudie konnten sich lokale Akteure, Institutionen sowie BĂŒrgerinnen und BĂŒrger beteiligen. 

Am 14. Dezember 2023 hat der Stadtrat mit klarer Mehrheit die offizielle Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden fĂŒr die Austragung der Bundesgartenschau (BUGA) 2033 bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) auf Grundlage der Machbarkeitsstudie beschlossen. OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert ĂŒbergab das Bewerbungsschreiben und die Machbarkeitsstudie direkt nach dem Beschluss des Stadtrates an den GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft Jochen Sandner.

Ideenskizze und Stadtratsbeschluss mit großer Mehrheit

Die Möglichkeit zur DurchfĂŒhrung der BUGA 2033 hat die Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG) gegenĂŒber der Landeshauptstadt Dresden exklusiv eingerĂ€umt, wenn die Erarbeitung einer Machbachbarkeitsstudie und die HerbeifĂŒhrung eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses bis Ende Dezember 2023 erfolgt. Zielgerichtet hat der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden am 16. Dezember 2022 einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zur DurchfĂŒhrung einer BUGA erstellen zu lassen (V1921/22). Im Zusammenhang mit der im Vorfeld erstellten Ideenskizze wurde die grundsĂ€tzliche Eignung der Stadt fĂŒr die Ausrichtung einer BUGA skizziert und Abstimmungen mit der DBG gefĂŒhrt.

© https://www.dresden.de // Presse Hamburg/Dresden

In Dresden wird Technik fĂŒr die Welt von morgen entstehen. Bosch wird mit dieser Chipfabrik in Dresden und einem Volumen von gut einer Milliarde Euro die grĂ¶ĂŸte Investition in der Unternehmensgeschichte weltweit verwirklichen

In Dresden wird Technik fĂŒr die Welt von morgen entstehen

Bosch wird mit dieser Chipfabrik in Dresden und einem Volumen von gut einer Milliarde Euro die grĂ¶ĂŸte Investition in der Unternehmensgeschichte weltweit verwirklichen

Von Bernhard K. Heck

Der damalige Vorsitzende der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Robert Bosch GmbH, Dr. Volkmar Denner hatte vor 2 Jahren gute Nachrichten und AnkĂŒndigungen im GepĂ€ck, als er im Beisein von MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer und Dresden OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert, diesen historischen Satz sprach: “Hier in Dresden wird Technik fĂŒr die Welt von morgen entstehen“.
Heute zwei Jahre spĂ€ter hat Bosch geliefert und einen futuristischen GebĂ€udekomplex fĂŒr ĂŒber 500 Mitarbeiter geschaffen. Möglich war dies unter der Zugrundelegung, dass durch die EU-Kommission, die Bundes- und die Landesregierung die strategische Bedeutung der Mikroelektronik erkannt wurde und Fördergelder flossen.
Das entscheidende Akronym fĂŒr die gemeinschaftlichen UnterstĂŒtzung heißt IPCEI, es steht fĂŒr „Important Project of Common European Interest“. Hintergrund: Ein besonderes Förderprogramm der EuropĂ€ischen Union (EU), das speziell in der Mikroelektronik die spezielle Förderung ermöglicht, um im weltweiten Wettbewerb aufzuholen. Diesem Förderprogramm ist es zu verdanken, dass Bosch diese Chipfabrik in Dresden realisiert mit einem Volumen von gut einer Milliarde Euro, ist es die grĂ¶ĂŸte Investition in der Unternehmensgeschichte.

Durch die Vernetzung ĂŒber 5G-Mobilfunk, die Auswertung von Maschinen- und Produktdaten ĂŒber kĂŒnstliche Intelligenz – in Summe den Hightech-Alltag der neuen Chipfabrik im Dresdner Norden bestimmen. Dies ist die erste vollstĂ€ndig als AIoT-Fabrik organisierte Produktion von Bosch. AIoT – das ist die Kombination aus „Artificial Intelligence“ und „Internet of Things“. Daraus geht eine neue Art der effizienten Produktion hervor: KI-Algorithmen detektieren Prozess-Anomalien aus tĂ€glich Abermillionen Daten – und sie optimieren die komplexe Reihenfolge von bis zu 700 Produktionsschritten fĂŒr jeden Wafer das ist das Ziel von Bosch.

Auch fĂŒr kommende Innovationen wird Mikroelektronik gebraucht. Ohne sie ist keine kĂŒnstliche Intelligenz, die zum Beispiel automatisiertes Fahren oder Quantensensorik, die in Zukunft etwa die medizinische Diagnose von Alzheimer und Parkinson genauer und einfacher machen könnte, möglich. Halbleiter, die sicher und zuverlĂ€ssig sind, zudem komplexe Umgebungen steuern und regeln – darauf kommt es in allen gegenwĂ€rtigen und zukĂŒnftigen Anwendungen der neuen Techniken an. Was die neue Fabrik wert ist, wird sich im globalen Innovationswettbewerb erweisen. FĂŒr Bosch ist sie schon jetzt Teil eines weltweiten Entwicklungs- und Fertigungsverbundes.

Jede der rund 100 Maschinen und Anlagen im 10.000 Quadratmeter großen Reinraum, der auf weitere 3000 Quadratmeter erweitert wird, ist ĂŒber eine Datenzentrale vernetzt. Dort werden die gefertigten Wafer ĂŒber 300 Kilometer Datenleitungen elektronisch mit der komplexen GebĂ€udeinfrastruktur konnektiert. Pro Maschine werden so bis zu 1000 DatenkanĂ€le in Echtzeit erfasst und innerhalb des Werks zu einem Server weitergeleitet. Der „digital twin“ besteht aus rund einer halben Million 3D-Objekten – von GebĂ€uden und Infrastruktur, ĂŒber Ver- und Entsorgungsanlagen, Kabeltrassen und LĂŒftungssystemen bis zu den Maschinen und Fertigungsanlagen. Damit lassen sich Prozessoptimierungen, aber auch Umbauarbeiten simulieren, ohne in die laufende Fertigung einzugreifen. Auch neue Anlagen werden immer zweimal in das Werk geliefert – einmal in der echten Welt und einmal in Form von digitalen Modellen.

 

Diese zentralisierte Datenarchitektur in der Waferfab ist eine der grĂ¶ĂŸten StĂ€rken des neuen Bosch-Werks. Insgesamt entstehen Produktionsdaten im Umfang von umgerechnet 500 Textseiten pro Sekunde. An einem Tag entsprĂ€chen das mehr als 42 Millionen beschriebene Blatt Papier mit einem Gewicht von 22 Tonnen. Anhand dieser Daten lĂ€sst sich beispielsweise zu jedem Zeitpunkt nachverfolgen, wo sich jeder einzelne Wafer in der Fertigung befindet, wohin er als nĂ€chstes geht und wann der Wafer eintrifft. Die Beförderung von Anlage zu Anlage ĂŒbernimmt ein vollautomatisches Transportsystem mit einzelnen Transportboxen, sogenannten „FOUPs“ (Front Opening Unified Pod). In diesen befinden sich jeweils bis zu 25 Wafer. Der manuelle Transport entfĂ€llt somit vollstĂ€ndig. Was die neue volltechnisierte Reinraum-Fabrik letztlich wert ist, wird sich im globalen Innovationswettbewerb erweisen.

FĂŒr Bosch ist der Standort Dresden schon jetzt Teil eines weltweiten Entwicklungs- und Fertigungsverbundes mit seinen 468 Niederlassungen und Regionalgesellschaften in ĂŒber 60 LĂ€ndern und Regionen – Vertriebs- und Service-Partner in rund 150 LĂ€ndern und Regionen weltweit. Es bleibt also weiter spannend um die ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die Chipbranche im Dresdner Norden.

Angetan von diesem hohen Knowhow gab sich Dresdens OberbĂŒrgermeister Hilbert im Interview auf der Bosch-Baustelle „Reinraum“ vor wenigen Tagen stolz auf den geleisteten Input durch seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung und den Gremien. „Mit der Ansiedlung und dem Ausbau des Werkes von Bosch und den vorhandenen ProduktionsstĂ€tten von Infineon, Globalfoundries, sowie der Standortentscheidung fĂŒr Dresden durch den Taiwanischen Chipgiganten TSMC entsteht seit Jahren kontinuierlich ein Cluster mit ausgezeichneten Impulsen fĂŒr den Arbeitsmarkt in Dresden“. Anmerken möchte ich noch, „dass der Stadtrat mit klarer Mehrheit dafĂŒr gestimmt, dass Dresden die 50 Millionen Euro bereitstellt fĂŒr die Ressource Wasser. Damit ist die Grundlage fĂŒr die Finanzierung des 320 Millionen Projekts Flusswasserwerks im Stadtteil Kaditz durch die Sachsen Energie gelegt und wird die Grundlage schaffen, fĂŒr weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Norden Dresdens und damit auch fĂŒr die dortigen Bewohner“.

Bosch – Das neue Werk in Dresdens Norden. © Presse Hamburg/ Dresden

Neubaustrecke Dresden–Prag: Mit dem Zug im Eiltempo durch das 30 Kilometer Tunnel „Erzgebirge“. Die Deutsche Bahn hat in Heidenau bei Dresden ihre Vorzugsvariante fĂŒr den Bau der neuen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag vorgestellt. In der Planung der lĂ€ngste Eisenbahntunnel Deutschlands.

Neubaustrecke Dresden–Prag: Mit dem Zug im Eiltempo durch das 30 Kilometer Tunnel „Erzgebirge“

Die Deutsche Bahn hat in Heidenau bei Dresden ihre Vorzugsvariante fĂŒr den Bau der neuen Bahnstrecke zwischen Dresden und Prag vorgestellt. In der Planung der lĂ€ngste Eisenbahntunnel Deutschlands.

Von Bernhard K. Heck

Nach den Ergebnissen der Vorplanung liefert ein rund 30 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge zwischen Heidenau und dem tschechischen Verkehrsknoten ÚstĂ­ nad Labem die fĂŒr die Region bestmögliche StreckenfĂŒhrung. Um die geeignetste Trasse fĂŒr den Bau von Deutschlands lĂ€ngstem Eisenbahntunnel zu finden, haben Infrastruktur-Fachexperten in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine Teil- und eine Volltunnelvariante geplant. Beide Varianten haben sie nach bestimmten festgelegter Kriterien, die im Vorfeld mit Umweltplaner und Vertretern der Region entwickelt wurden, gleichberechtigt verglichen und abgewogen. Das Ergebnis zeigt: Die Volltunnelvariante ist sowohl fĂŒr die Umwelt als auch verkehrlich, technisch und wirtschaftlich die beste Lösung fĂŒr die neue Trasse. Damit spricht sich die Deutsche Bahn fĂŒr einen durchgĂ€ngigen 30 Kilometer Tunnel bei der neuen Strecke durch das Erzgebirge aus!

 Die bisherige Strecke im Elbtal hat die Grenzen ihrer KapazitĂ€t erreicht. Die neue Verbindung bietet kĂŒnftig eine hochwassersichere Alternative. Zum Neubau des Tunnels gehört auch der Ausbau der Strecke zwischen Dresden und Heidenau. Damit der Zugverkehr reibungslos durch den neuen Tunnel fahren kann, mĂŒssen beispielsweise etwa 46 Kilometer neue Gleise, rund 90 neue Weichen, moderne Leit- und Sicherungstechnik sowie neue Abstellmöglichkeiten fĂŒr ZĂŒge erstellt werden. Das Projekt wird die Reise- und Transportzeiten im nationalen und internationalen Personen- und GĂŒterverkehr deutlich verkĂŒrzen. Damit leistet die Neubaustrecke einen wichtigen Beitrag dazu, mehr Verkehr von der Straße auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Außerdem wird die Tschechische Republik in das mitteleuropĂ€ische Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden. Der Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr ist ein mit Vorteilen verbundener VerkehrstrĂ€ger, der zu den Zielen der EU fĂŒr eine nachhaltige MobilitĂ€t beitrĂ€gt. Dem Programm fĂŒr TranseuropĂ€ische Verkehrsnetze (TEN-V)2 kommt eine SchlĂŒsselrolle in der Strategie Europa 2030 fĂŒr intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum zu. TEN-V ist auf die Ziele wirtschaftliche Entwicklung, regionale WettbewerbsfĂ€higkeit, regionale und soziale KohĂ€sion sowie ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet. Ferner werden im Rahmen dieses Programms Hauptverbindungen geschaffen, um den Verkehr zu erleichtern; dabei soll die KapazitĂ€t der bestehenden Infrastruktur optimiert werden. Dazu werden Spezifikationen ausgearbeitet, um die InteroperabilitĂ€t der Netze zu fördern, und die Belange der Umwelt berĂŒcksichtigt. Zu den Zielen von TEN-V zĂ€hlen der Verbund und die InteroperabilitĂ€t der nationalen Verkehrsnetze, die optimale Integration und VerknĂŒpfung aller VerkehrstrĂ€ger sowie die effiziente Nutzung der Infrastruktur. Der Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr ist ein mit Vorteilen verbundener VerkehrstrĂ€ger, der zu den Zielen der EU fĂŒr eine nachhaltige MobilitĂ€t beitrĂ€gt. Auf der Grundlage des Inputs und der Verpflichtungen der Mitgliedstaaten sollte sie fĂŒr den Bau der Infrastruktur, die noch erforderlich ist, um das EU-Kernnetz fĂŒr den Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr fertig zu stellen, im Rahmen der Überarbeitung der TEN-V-Verordnung einen realistischen langfristigen Umsetzungsplan annehmen. Diese langfristige Planung sollte – unter besonderer BerĂŒcksichtigung der grenzĂŒbergreifenden Abschnitte – auf den wichtigsten durchsetzbaren strategischen Infrastrukturprojekten fĂŒr das Kernnetz basieren, die bis zum Jahr 2030 fertiggestellt werden mĂŒssen, um fĂŒr einen höheren europĂ€ischen Mehrwert zu sorgen. Soweit die Aussagen der Verkehrsexperten der EU zum Thema Hochgeschwindigkeitsnetz.

Zu der festgestellten Volltunnelvariante sagt Martin Walden, KonzernbevollmĂ€chtigter der DB fĂŒr Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen: „Wir freuen uns, dass die von der Region favorisierte Volltunnelvariante auch nach umfassender PrĂŒfung die beste StreckenfĂŒhrung ist. Durch den intensiven und vertrauensvollen Dialog mit allen Beteiligten und den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern konnten wir die Variante stetig optimieren. Jetzt hat sich gezeigt, dass sie bei allen wichtigen Kriterien wie Umwelt, Verkehr und Technik und auch der Wirtschaftlichkeit eindeutig vorne liegt. Die Neubaustrecke Dresden–Prag ist ein international bedeutendes Bauprojekt fĂŒr die Starke Schiene in Europa. Auch Martin Dulig, Staatminister fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Freistaats Sachsen stellt fest: „Im Vergleich aller relevanten Kriterien hat sich die Volltunnelvariante als die Bessere herausgestellt. Das freut mich, denn sie findet auch bei den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern in der Region grĂ¶ĂŸere Zustimmung. Die grenzĂŒberschreitende Verbindung zwischen Dresden und Prag besitzt einen hohen Stellenwert fĂŒr ganz Europa. Sie trĂ€gt dazu bei, bestehende KapazitĂ€tsbeschrĂ€nkungen im GĂŒterverkehr zu beseitigen, die Handels- und Transportwege in Europa zu stĂ€rken und einen zukunftsgerechten Reiseverkehr zu ermöglichen. Auch im Hinblick auf die Förderung durch die EU ist eine Beschleunigung des Vorhabens wĂŒnschenswert. Daher benötigt die Trasse absolute PrioritĂ€t, und die wird ihr in beiden LĂ€ndern zuteil“.

Im Januar 2024 beginnen die BĂŒrgerdialoge in den Gemeinden. Hier können sich die BĂŒrger und BĂŒrgerinnen ĂŒber die Planung informieren. Gewichtige Hinweise können in die Planung einfließen. Mitte des kommenden Jahres soll die Vorzugsvariante endgĂŒltig feststehen. Die DB reicht dann die Unterlagen anschließend zur parlamentarischen Befassung im Deutschen Bundestag ein. Die Parlamentarier entscheiden voraussichtlich noch bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode ĂŒber Umsetzung und Finanzierung der Vorzugsvariante. Es bleibt also spannend beim Bau des lĂ€ngsten Eisenbahntunnels Deutschlands auch unter BerĂŒcksichtigung der Haushaltslage der regierenden Ampelkoalition in der AktualitĂ€t.

Quelle: www.deutschebahn.com

© AdobeStock_93992000_Von_cittadinodelmondo, Skizze: Deutsche Bahn

Trotz GEMA-Ärger-GrĂŒnes Licht fĂŒr den 589. Striezelmarkt Der im vergangenen Jahr zum schönsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekĂŒrte Markt eröffnet wie geplant am 29. November seine Pforten.

Trotz GEMA-Ärger-GrĂŒnes Licht fĂŒr den 589. Striezelmarkt

Der im vergangenen Jahr zum schönsten Weihnachtsmarkt Deutschlands gekĂŒrte Markt eröffnet wie geplant am 29. November seine Pforten.

Von Bernhard K. Heck

Mit einem Tradionellen ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche am Eröffnungstag werden die letzten Stunden vor der Eröffnung eingelĂ€utet. Dann kommen dann OberbĂŒrgermeister Hilbert, die Kruzianer und die Kapellknaben zur feierlichen Eröffnung, die um 16 Uhr stattfindet. Am 29. November hat der Markt von 16 bis 21 Uhr geöffnet. „Endlich wieder striezeln!“ heißt das Motto in gut einer Woche: Am Mittwoch, 29. November 2023, öffnet um 16 Uhr der 589. Dresdner Striezelmarkt. Der Aufbau lĂ€uft seit Monatsbeginn auf Hochtouren. Nach dem prĂ€chtigen Weihnachtsbaum – die gut 20 Meter hohe Coloradotanne aus dem Pirnaer Stadtteil Graupa – steht nun auch wieder die Erzgebirgskunst im Großformat. „Pyramide, Schwibbogen und Krippe lösen bei Passanten bereits gehörig Vorfreude aus“, berichtet WirtschaftsbĂŒrgermeister Jan Pratzka, „die Arbeiten sind eng getaktet, aber laufen nach Plan“. Auch das nostalgische Etagenkarussell und das historische Riesenrad haben ihre PlĂ€tze eingenommen. Dazwischen rund 200 Buden, die wieder mit einem breiten Angebot von Kunsthandwerk bis Kulinarik auffahren werden. Die Pavillons auf den ĂŒberbauten Brunnen sind errichtet, dazu gehören auch die beliebten SchauwerkstĂ€tten des Dresdner Stollenschutzverbandes und der Erzgebirgischen Kunsthandwerker. SĂ€mtliche Sonderbauten wie MĂ€rchenwald und Wichtelkino stehen. „Erstmals seit der Pandemie wird es auch wieder eine Kinderbackstube geben, die tĂ€glich geöffnet sein wird. Der Striezelmarkt, wie wir ihn kennen, ist wieder zurĂŒck!“, so Pratzka erleichtert.


Standen Rede und Antwort: Pressesprecherin Barbara Knifka, WirtschaftsbĂŒrgermeister Jan Pratzka, Großgastronom Heiko Meyer und Abteilungsleiter im Amt fĂŒr Wirtschaftsförderung Stefan Heilig. Freut sich auf die Eröffnung des Striezelmarktes: Nelly Köhler von der SchaubĂ€ckerei Ullrich in Dresden-Striesen. © Presse Dresden/Heck

Bis zur Eröffnung werden die Bauten noch geschmĂŒckt, bestĂŒckt und unterirdisch mit dem neuen Leitungsnetz verbunden. Strom sowie Wasser und Abwasser kommen ab sofort punktgenau an den HĂŒtten an. Stefan Heilig, als Abteilungsleiter im Amt fĂŒr Wirtschaftsförderung zustĂ€ndig fĂŒr die kommunalen MĂ€rkte: „Die wohl grĂ¶ĂŸte Neuerung des Striezelmarkts liegt unter dem neuen Pflaster – gleichwohl sind die Auswirkungen fĂŒr alle sichtbar, weil damit die lĂ€stigen KabelbrĂŒcken auf dem Boden der Vergangenheit angehören. Ein Gewinn fĂŒr Ă€ltere, behinderte und vielleicht auch glĂŒhweinselige Menschen.“ Zu den baulichen Neuerungen gehört auch eine vergrĂ¶ĂŸerte BĂŒhne: „Ab diesem Jahr gibt es endlich mehr Platz fĂŒr Chöre und Musikgruppen, dazu ist die neue HauptbĂŒhne mit ihrer besonderen Gestaltung ein echter Hingucker“, verspricht Heilig. Kein anderer Weihnachtsmarkt in Deutschland bietet ein derart umfangreiches KulturbĂŒhnenprogramm wie der Striezelmarkt. Kulturmanager Alexander Siebecke: „Rund 1.900 Berufs-, Amateur- und LaienkĂŒnstler aus Dresden und ganz Sachsen gestalten die 179 Programmpunkte zum 589. Dresdner Striezelmarkt.

Um den Familienbesuch auf dem Striezelmarkt noch unbeschwerter zu machen, gibt es auch dieses Jahr wieder beschreibbare ArmbĂ€nder fĂŒr Kinder, auf denen die Eltern ihre Telefonnummer vermerken können. Diese kostenfreien BĂ€nder werden wie jedes Jahr vom City Management Dresden bereitgestellt. Das allgemeine Sicherheitskonzept wurde mit den Partnern von Polizei, Brand- und Katastrophenschutzamt, Gemeindlichem Vollzugsdienst, VerkehrsĂŒberwachung und SanitĂ€tsdienst und den Dresdner Verkehrsbetrieben weiterentwickelt. Neben der Polizei mit ihrer mobilen Polizeiwache, dem Deutschen Roten Kreuz und einem privaten Sicherheitsdienst wird auch der Gemeindliche Vollzugsdienst (GVD) des Ordnungsamtes wieder auf dem Striezelmarkt, mit eigener warmer HĂŒtte an der Kreuzung Seestraße/Altmarkt im Einsatz sein. Die Wilsdruffer Straße in sĂŒdliche Richtung zwischen Postplatz und Pirnaischen Platz bleibt ab Donnerstag, 23.November 2023, bis zum Jahreswechsel fĂŒr Fahrzeuge gesperrt. Dieser Zeitraum ist notwendig, um den Auf-und Abbau des Zufahrtschutzes zu gewĂ€hrleisten. Wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens und VerkehrseinschrĂ€nkungen in der Innenstadt wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen.

Ungewissheit herrschte, wie teuer die GEMA-Kosten fĂŒr die festliche Weihnachtsmusik werden? Die Gesellschaft fĂŒr musikalische AuffĂŒhrungs- und mechanische VervielfĂ€ltigungsrechte (Gema) verlangt GebĂŒhren fĂŒr die „urheberrechtlich geschĂŒtzten Werke“, wenn diese öffentlich abgespielt werden. 2019 sollte dafĂŒr laut Stadt an noch rund 5.000 Euro berappen. „Im vergangenen Jahr wollte die Gema mehr als 50.000 Euro, dagegen sind wir in Widerspruch gegangen – wie viele andere StĂ€dte“, so Heilig. Am Ende habe man sich auf rund eine fĂŒnfstellige Summe (man spricht von 11.000 Euro Kosten) geeinigt, womit Dresden laut Heilig „leben“ könne. Auch heuer wird der Geld Satz gelten. „Doch was nĂ€chstes Jahr kommt, wissen wir noch nicht.“

Stollenfest am Sonnabend, 9. Dezember 2023

Als Höhepunkt gilt das Stollenfest am Sonnabend, 9. Dezember 2023, das in Sichtweite des Striezelmarkts vor dem Kulturpalast die GĂ€ste begrĂŒĂŸt, und nun auch wieder mit einem Riesenstollen aufwartet. Andreas Wippler, Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen e. V.: „Mit dem großen Festumzug mit rund 500 Akteuren – darunter Hunderte Dresdner StollenbĂ€cker, FanfarenzĂŒge, barocke Traditionsvereine, Gaukler und befreundete Handwerkerinnungen – starten wir in einen kulinarischen Festtag, der seines gleichen sucht. Unser Riesenstollen spielt dabei eine besondere Rolle. Er wurde in diesem Jahr von den Dresdner StollenbĂ€ckern gemeinsam gebacken und wird schon bald zu seiner originalen Form zusammengesetzt. Aktuell wird das Stapeln in den Backstuben ausgetĂŒftelt.

Quelle: Stadt Dresden

 

Das Lingnerschloss wieder in Verwaltung der Stadt Dresden

Das Lingnerschloss wieder in Verwaltung der Stadt Dresden

Von Bernhard K. Heck

Wegen nicht mehr tragfĂ€higer GeldrĂŒckstĂ€nde sah sich der Schloss-Förderverein des Lingnerschlosses und des bebauten GrundstĂŒcke Bautzner Str. 132 außerstande, das Lingnerschloss fertig zu sanieren. Nun hat die Stadt Dresden die Notbremse gezogen und den Erbbaurechts-Vertrag nach den Kriterien des „Heimfall“ aufgelöst und das Schloss wieder in ihren Besitz zurĂŒckgenommen. Der Begriff Heimfall bezeichnet die RĂŒckĂŒbertragung eines Rechts an den ursprĂŒnglichen Rechtsinhaber. Der Heimfall beim Erbbau ist in Paragraf 32 des Erbbaurechtsgesetz (ErbbauRG) geregelt und bedeutet das vorzeitige Ende des Erbbauvertrages, vor Ablauf der eigentlich vereinbarten Laufzeit. Die Landeshauptstadt Dresden ist EigentĂŒmerin des mit dem Lingnerschloss bebauten GrundstĂŒcks Bautzner Straße 132. Im Jahr 2003 ĂŒbertrug sie dem gemeinnĂŒtzigen Förderverein Lingnerschloss e.V. das Erbbaurecht an dem GrundstĂŒck, der sich seither auf der Basis eines Erbbaurechtsvertrages fĂŒr den Verein und seine ehrenamtlichen Helfer verantwortlich zeigte. Dem 1. Vorsitzenden Dr. Peter Lenk gelang es nicht, die entsprechend erforderlichen Gelder zu generieren und damit die LiquiditĂ€t des Fördervereins zu erhalten. Hintergrund waren die komplexen UmstĂ€nde der ausbleibenden Spenden und Einnahmen bei Sanierung, Unterhaltung und Bewirtschaftung des Lingnerschlosses, fĂŒr die sich der Förderverein Lingnerschloss engagierte. Auf Grund von erheblichen ZahlungsrĂŒckstĂ€nde gegenĂŒber der Landeshauptstadt Dresden hatte der Stadtrat den OberbĂŒrgermeister in der Sitzung vom 6. Juli 2023 (Beschluss zur Vorlage V2213/23) ermĂ€chtigt, das Erbbaurecht am Lingnerschloss auf die Landeshauptstadt rĂŒckĂŒbertragen zu lassen.

„Nach intensiven BemĂŒhungen um eine fĂŒr beide Seiten rechtlich sichere und wirtschaftlich tragfĂ€hige Lösung, hat sich in der GesamtabwĂ€gung letztlich gezeigt, dass die AusĂŒbung des sogenannten Heimfalls – dem gesetzlich und vertraglich verankerten Recht der GrundstĂŒckseigentĂŒmerin auf RĂŒckĂŒbertragung des Erbbaurechts – die rechtlich und wirtschaftlich vernĂŒnftigere Handlungsoption darstellt. Aus diesem Grund hat die Landeshauptstadt Dresden nun den Heimfall des Erbbaurechts gegenĂŒber dem Förderverein ausgeĂŒbt. Ein entsprechendes Schreiben ging dem Verein in den letzten Tagen zu“, begrĂŒndete der Beigeordnete fĂŒr Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, Stephan KĂŒhn diesen gravierenden Schritt.

Das Schloss entstand unter der StabfĂŒhrung des Berliner Landbaumeisters Adolph Lohse in den Jahren 1850 bis 1853 nahezu zeitparallel mit Schloss Albrechtsberg und Villa Stockhausen – dem heutigen Lingnerschloss – im Stile des Berliner SpĂ€tklassizismus. Vorbilder waren die berĂŒhmten Renaissance-PalĂ€ste des italienischen Hochadels. Die Gestaltung der Gartenanlagen wurde Eduard Neide anvertraut, dem seinerzeit wohl berĂŒhmtesten deutschen Gartenarchitekten. Berliner Bauhandwerker schufen unter Verwendung des traditionellen sĂ€chsischen Sandsteins ein Bauwerk, das heute zu den großartigsten Zeugnissen spĂ€tklassizistischer Baukunst gehört. NacheigentĂŒmer waren ab 1891 der Dresdner Industrielle Bruno Naumann (Fa. Seidel & Naumann) sowie ab 1906 der „Odolkönig“ Karl August Lingner, auf dessen Veranlassung 1908 gravierende Umbauten im Stile der Zeit unter Leitung des bekannten Dresdner Architekten Wilhelm Kreis erfolgten. Der offene Balkon auf der SĂŒdseite des Obergeschosses musste schon 1901 einer geschlossenen Glasveranda weichen. Im Festsaal des Erdgeschosses wurden drei moderne Orgelprospekte eingebaut, an deren Klang Lingner seine Freunde hin und wieder per Telefon teilhaben ließ. Von der Schlossterrasse fĂŒhrte eine schienengebundene Kabinenseilbahn fĂŒr acht Personen den Weinberg hinab zu Lingners Lieblingsplatz, auf dem spĂ€ter, seinem Wunsche gemĂ€ĂŸ, ein Mausoleum in ElbnĂ€he am Hang, als letzte RuhestĂ€tte fĂŒr den Schlossherrn errichtet wurde.

Als Teil eines von hoher sozialer Verantwortung getragenen VermĂ€chtnisses aus dem Jahr 1916, dem Todesjahr Lingners, wurde das Schloss und das Anwesen 1921 Eigentum der Stadt Dresden. Es war der Wunsch Karl August Lingners, Haus und Parkanlage nach seiner Lebenszeit den Dresdnern zu öffnen und das verbrieft fĂŒr immer zu moderaten Preisen. Leider hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts diesem Anliegen nur wenig Raum gelassen. Nach 1921 wurde die Villa – von den Dresdnern inzwischen liebevoll „Lingnerschloss“ genannt – zunĂ€chst von verschiedenen Privatpersonen genutzt, u. a. von deutschen Offiziersfamilien der nahe gelegenen Albertkasernen, auch diente es in den 1930er Jahren als Kinderheim und BildungsstĂ€tte, gelegentlich auch als SpielstĂ€tte fĂŒr öffentliche Konzerte und in den Kriegsjahren als Hilfskrankenhaus fĂŒr Kriegsverletzte.

Vom Bombenhagel des 2. Weltkrieges nahezu unversehrt, wurde das Lingnerschloss zwischen 1945 und 1947 durch die sowjetische MilitĂ€radministration genutzt. 1955 begann die zweite große Umbauphase des SchlossgebĂ€udes fĂŒr Ziele und Aufgaben des „Dresdner Klubs“, einem elitĂ€ren Zirkel international renommierter Dresdener Intellektueller, der bis 1993 hier seine Heimstatt gefunden hatte. Vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss von „Partei und Regierung“, derartige BegegnungsstĂ€tten in allen 16 Bezirken der DDR zu schaffen. Als GrĂŒndungsprĂ€sident und Klubvorsitzender ĂŒber einen Zeitraum von 15 Jahren wurde der herausragende Dresdner Physiker Manfred von Ardenne berufen, der im MĂ€rz 1957 auch eine richtungsweisende Eröffnungsrede hielt. Ab 1972 erfolgte die Zuordnung des Dresdner Klubs zum Kulturbund der DDR in Berlin, verbunden mit der Angliederung des „Victor-Klemperer-Klubs“ der TU Dresden, spĂ€ter auch des „Carl-Gustav-Carus-Klubs“ der Medizinischen Akademie Dresden und spĂ€ter mit der elitĂ€ren Umbenennung in „Dresdner Klub der Intelligenz“ – ohne Zuspruch der Dresdner Bevölkerung. Nach fast 10 Jahren Leerstand grĂŒndeten im September 2002 kulturell interessierte Dresdner BĂŒrger den gemeinnĂŒtzigen Förderverein Lingnerschloss e.V. „BĂŒrger engagieren sich fĂŒr ihre Stadt“ – unter diesem Leitmotiv engagierten sich ĂŒber 100 Mitglieder fĂŒr den Erhalt und die Restaurierung des Schlosses.

Im Statement der Stadt Dresden heißt es: „Die Landeshauptstadt Dresden schĂ€tzt und wĂŒrdigt die geleistete Arbeit des Fördervereins Lingnerschloss e.V. ausdrĂŒcklich und bedankt sich fĂŒr das ehrenamtliche Wirken aller Vereinsmitglieder in den vergangenen 20 Jahren.“ Nach Übergang des Lingnerschlosses auf die Stadt wird das Amt fĂŒr Hochbau und Immobilienverwaltung die ĂŒbergangsweise Betreibung des Objektes neu beauftragen, damit soll sichergestellt werden, dass bereits geplante Veranstaltungen, wie z. B. Hochzeiten, Feiern oder Ă€hnliches wie beabsichtigt stattfinden können. Die mittel- und langfristige Perspektive des Lingnerschlosses wird derzeit in einem von der Stadtverwaltung erarbeiteten Schlösserkonzept, das auch die Schlösser Albrechtsberg und Schönfeld in den Blick nehmen wird, untersucht und dem Stadtrat voraussichtlich 2024 vorgelegt.

© Presse Dresden/ Heck

Erster Bauabschnitt fĂŒr die „Wildrosenterrassen“ in Dresden Naußlitz – Baywobau feiert Richtfest am Baukomplex an der Saalhausener Straße

Erster Bauabschnitt fĂŒr die „Wildrosenterrassen“ in Dresden Naußlitz – Baywobau feiert Richtfest am Baukomplex an der Saalhausener Straße

von BERNHARD HECK

Wenn die Baywobau zum Baufest ruft ,dann kommen die Mitstreiter und Bauinteressierten vom Dresdner Neumarkt oder dem Lahmann Areal gerne um den Macher und Altmeister der Baubranche Dresdens, Berndt Dietze die Reminiszenz zu erweisen.

Dabei zeigte sich der 80-jĂ€hrige Bauchef kampfeslustig und humorvoll. Angesprochen auf die Problematik zum Verkauf der Wohnungen fĂŒr die „Wildrosenterrassen“ antwortete er: „Falls die Wohnungen nicht alle verkauft werden, haben wir von der Baywobau Vorsorge getroffen. Wir behalten Sie im Bestand und „vermieten“, ganz einfach. Wir sind finanziell so stark, dass wir die Baustelle bis zum 2. Bauabschnitt mit rund 100 Wohnungen durchziehen“. Dabei hat der in Cunnersdorf geborene Tischler auch die guten Wirtschatftsmeldungen fĂŒr Dresden mit den Ansiedlungen der Chip-Giganten im Blick. In seiner emotionalen Rede appellierte Dietze aber auch an die Politik, zu helfen mit Modellen wie dem Baukostenzuschuss, der Eigenheim Zulage oder dem Baukindergeld. In die Runde gesprochen betonte er, „in anderen LĂ€ndern Europas funktioniert das. Dort gelingt es jĂŒngeren Leuten die Anschaffung von Wohnungseigentum zu schaffen“. Der scheidende Dietze mit Blick zu seiner designierten Nachfolgerin Andrea StrĂŒmpel betonte, er möchte Ihr den Übergang so harmonisch wie möglich gestalten. Andrea StrĂŒmpel bedankte sich bei den beiden Unternehmen Eurovia Verkehrsbau Dresden fĂŒr die Bauarbeiten bei der Erschließung zur Straße Altnaußlitz und der Planstraße 2 als Integration mit dem Wendehammer und wichtiger Zugang zu den einzelnen Bauabschnitten. Und last not least beim Generalunternehmer Dreßler Bau fĂŒr die Erstellung und den Bau der Wohnanlage die mit zugehöriger Tiefgarage schlĂŒsselfertig in Massivbauweise mit FlachdĂ€chern fĂŒr 65 Wohnungen in den sieben zweigeschossigen WohnhĂ€usern C1-C7 mit drei PenthĂ€usern fĂŒr den 1. Bauabschnitt errichtet wird. Dreßler Bau gehört mit seinen sechs Niederlassungen den Playern im aktiven Baugeschehen in Deutschland. Jörg Muschiol Niederlassungsleiter von Dreßler Bau Dresden ließ es sich nicht nehmen, beim wohl letzten Richtfest von Berndt Dietze dabei zu sein. „Wenn man mit Bernd Dietze zu tun hat, dann weiss man woran man als Unternehmer ist. Er hat all die Jahre am Neumarkt oder in und um Dresden bei den Bauprojekten bewiesen das man sich als Firmenchef auf seine Worte verlassen kann. Er versteht eben viel vom Bauen und der Umsetzung nicht nur am Schreibtisch. Ich freu mich fĂŒr Ihn, dass wir heuet an diesem Ort in Dresden Naußlitz einen so schönen Tag haben“.

BU: Baywobau-Chef Berndt Dietze bei seiner emotionalen Rede und Andrea StrĂŒmpel an der Baustelle. © Presse Dresden (2)

Bei der Baywobau ist man indes schon weiter und plant als gemeinsame Herausforderung die Herstellung der idyllische Planstraße 1 nit dem aufwendigen Rasenfugenpflaster auf der Tiefgaragendecke zwischen den beiden oberen WohnhĂ€userreihen, sowie der Terrassenanbindung im Bereich zur Straße Altnaußlitz. Trotz der alles in allem positiven Stimmungslage verursachte die Prognose der Vorsitzende des Gutachterausschusses fĂŒr GrundstĂŒckswerte der Landeshauptstadt Dresden Klara Töpfer, fĂŒr Sorgenfalten. Die Leiterin des Amtes fĂŒr Geodaten und Kataster setzte Anfang September 2023 ein Ausrufezeichen mit ihrer Prognose zur Entwicklung am Immobilienmarkt in Dresden. “ Wir erlebten im ersten Halbjahr 2023, dass sich die angespannte Situation am Immobilienmarkt mit dem AbwĂ€rtstrend von 2022 in Dresden fortsetzt. Mitte des vergangenen Jahres bedingt durch Zinserhöhungen, Baukostensteigerung und Inflation hatte diese Entwicklung eingesetzt. Insbesondere im Teilmarkt des Wohnungseigentums gingen die Transaktionen und GeldumsĂ€tze drastisch zurĂŒck, nachdem die Preise bis auf wenige Ausnahmen im Jahr 2022 noch auf hohem Niveau stabil blieben. Durch die geringe Anzahl der Transaktionen und teilweise hohe Preisschwankungen innerhalb der Teilmarken erschweren valide Aussagen zum Preisniveau und Preistendenzen fĂŒr das Wohnungseigentum die Prognosen. Die Unsicherheit hinsichtlich der zukĂŒnftigen Baukosten und Zinsentwicklung spiegeln sich deutlich in der weitgehend Einstellung der NeubautĂ€tigkeit wider. Inwiefern gestiegene Zinsen zukĂŒnftig wieder fĂŒr Wohnungseigentum sorgen, bleibt abzuwarten. Dennoch hat Dresden eine hohe AttraktivitĂ€t als Immobilienstandort gerade durch die geplanten Industrieansiedlungen und damit neuen Impulse“.

Doch zurĂŒck zu den Wildrosenterrassen dieser sehr schön gelegenen Terrassenanordnung mit begrĂŒnten DĂ€chern, die einlĂ€dt zum TrĂ€umen in grĂŒner Umgebung. Als Zeugnisse aus frĂŒheren Zeiten findet man in unmittelbarer NĂ€he zu den Wildrosenterrassen vom der Baywobau Dresden interessante Eckpunkte. Hervorzuheben sind das Bauerngut „Kaiserhof“ (1857) von Altnaußlitz 10, ein Zeitzeuge reicher Gutshof-Architektur und -bauweise und Teil des historischen Dorfkerns von Naußlitz, sowie das 1899 erbaute oben auf der Anhöhe thronende SchulgebĂ€ude. In ihm befindet sich heute die Grundschule Naußlitz. Sie wurde 2018 umfassend saniert wieder dem Schulbetrieb ĂŒbergeben und wird seitdem mit dem Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, -kurz MINT-Schule genannt.

Nach dem Quartier VII mit den gelungenen Strukturen und Vermietungen und seiner Bauumsetzung, setzt die Baywobau erneut ein Zeichen fur Soliditat und naturverbindliche Fassadengestaltung in Synergie mit Grundrissund Strasenfassade. Darauf können die Dresdner und das GelĂ€nde in Dresden Naußlitz im Gesamten auf das neue Ensemble schon jetzt stolz sein. Nun ja mit diesen positiven Aussichten im Hinblick tausenden von ArbeitsplĂ€tzen in der Chip-Industrie im Dresdner Norden sollte fĂŒr Berndt Dietze auch links der Elbe von der Baywobau auch weiterhin gelten. Was er anpackt, ist am Ende von Dauerhaftigkeit und SoliditĂ€t geprĂ€gt.

Wasser fĂŒr die Dresdner Chip-Riesen im Dresdner Norden-Mangelware?

Wasser fĂŒr die Dresdner Chip-Riesen im Dresdner Norden-Mangelware?

von BERNHARD HECK

Wie Dresden sich eine zukunftssichere Wasserversorgung vorstellt, erlĂ€uterten die Protagonisten Oliver Schenk, Chef der SĂ€chsischen Staatskanzlei un Staatsminister fĂŒr Bundesangelegenheiten und Medien, der Vorstandsvorsitzender der Sachsen Energie, Dr. Frank Brinkmann zusammen mit dem Dresdner OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert, in einem Pressetermin an der Saloppe.

Der Presse-Termin am alten Wasserwerk an der Saloppe war gut ausgewĂ€hlt. Denn der Freistaat Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden und SachsenEnergie planen gemeinsam die Basis fĂŒr eine nachhaltige und zukunftssichere Wasserversorgung und damit eine Entwicklungsperspektive fĂŒr die stark wachsende Chip-Industrie im Dresdner Norden, bei Erhalt der hohen Versorgungssicherheit fĂŒr die Bevölkerung Dresdens. Mit einem neuen Flusswasserwerk soll die Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung entkoppelt und die wertvolle Ressource Wasser geschont werden. Gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort fĂŒr die Chip-Großansiedlungen fit gemacht und fĂŒr Herausforderungen durch Energiewende und Klimawandel. Der Freistaat Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden und SachsenEnergie planen gemeinsam die Basis fĂŒr eine nachhaltige und zukunftssichere Wasserversorgung und damit eine Entwicklungsperspektive fĂŒr die stark wachsende Chip-Industrie im Dresdner Norden, bei Erhalt der hohen Versorgungssicherheit fĂŒr die Bevölkerung Dresdens. Mit einem neuen Flusswasserwerk soll die

Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung entkoppelt und die wertvolle Ressource Wasser geschont werden. Gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort im Dresdner Norden fĂŒr die Chip-Großansiedlungen fit gemacht fĂŒr die Herausforderungen durch Energiewende und Klimawandel. Mit der Inbetriebnahme von 15 Uferfiltrat-Brunnen an der Saloppe zur Belieferung von Unternehmen im Dresdner Norden hat die Industriewasserversorgung Anfang 2023 einen ersten wichtigen Schritt getan. Die Chip-Hersteller Infineon und Bosch haben sich schon jetzt darĂŒber hinausgehende Mengen fĂŒr die Zukunft gesichert. Als Reaktion ertĂŒchtigt SachsenEnergie mit einem hohen finanziellen Aufwand bis 2026 die bestehenden drei Wasserwerke Hosterwitz, Tolkewitz und CoschĂŒtz und nimmt das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb. Als langfristig tragfĂ€hige und transparente Lösung beabsichtigt SachsenEnergie parallel bis2030 ein innovatives Flusswasserwerk im Westen Dresdens bei Übigau zusammen mit einem eigenen, redundanten Verteilernetz zu errichten. Das Unternehmen reagiert mit diesem Schritt auch auf die angekĂŒndigte Neuansiedlung des taiwanesischen Chip-Herstellers TSMC. Um der Halbleiterindustrie konkurrenzfĂ€hige Wasserpreise anbieten zu können, entstehen durch den hohen Investitionsrahmen eine WirtschaftlichkeitslĂŒcke. Der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden streben an, die Maßnahme mit Fördermitteln zu unterstĂŒtzen. Im Rahmen der Maßnahmen rechnen Analysten von SachsenEnergie mit einem Fördermittelbedarf von 150 Millionen Euro.

Oliver Schenk, Chef der SĂ€chsischen Staatskanzlei un Staatsminister fĂŒr Bundesangelegenheiten und Medien: „Es ist wichtig und richtig, dass SachsenEnergie und Landeshauptstadt Dresden die Sicherstellung der Wasserversorgung sowohl fĂŒr die Bevölkerung als auch fĂŒr die Industrie in der Stadt Dresden mit großer Energie voranbringen. Denn wir sehen bei anderen industriellen Großprojekten, nicht nur in Deutschland, wie essenziell die Frage der Wasserversorgung mittlerweile geworden ist. Wir wollen den Standort Dresden Nord fĂŒr die Halbleiterindustrie weiter entwickeln und die Chancen der digitalen und grĂŒnen Transformation fĂŒr wirtschaftliches Wachstum in allen Teilen unseres Landes nutzen“. Dirk Hilbert, OberbĂŒrgermeister der Stadt Dresden pflichtete diesem Szenario bei: „Der aktuelle Wirtschaftsboom im Dresdner Norden wird unsere Stadt ĂŒber das laufende Jahrzehnt hinaus positiv beeinflussen: Attraktive ArbeitsplĂ€tze und AuftrĂ€ge, Wohlstand, Kaufkraft und natĂŒrlich steigende Gewerbesteuern, die allen zugutekommen. Eine leistungs- und widerstandsfĂ€hige Infrastruktur ist eine notwendige Vorleistung, mit der wir als Kommune einen Unterschied im weltweiten Standortwettbewerb machen. Das Flusswasserwerk bedeutet ZukunftsfĂ€higkeit, Versorgungssicherheit und PreisstabilitĂ€t fĂŒr die gesamte Stadtgesellschaft und schont ĂŒberdies das Grundwasser nachhaltig als wertvolle Trinkwasserressource.“

Einen entscheidenden Auslöser fĂŒr den weiteren Ausbau Dresdens als schon jetzt grĂ¶ĂŸter Standort der Halbleiter-Branche in Europa bildet das EU-Chip-Gesetz. Dieses sieht vor, eine Verdopplung bis Verdreifachung der Nachfrage an Industriewasser der europĂ€ischen ProduktionskapazitĂ€ten vor. Ihr Anteil am Gesamt-Wasserbedarf Dresdens wird nach diesen Prognosen bis zum Jahr 2030 von derzeit 30 Prozent voraussichtlich auf circa 50 Prozent steigen. Werden heute noch 120.200 Kubikmeter pro Tag in Dresden verbraucht, so rechnen Analysten von Sachsen Energie bis 2044 mi einer Verdreifachung auf 235.100 Kubikmeter pro Tag! Die Herstellung der kleinen Chips, die in Milliarden von ElektronikgerĂ€ten enthalten sind, die wir tĂ€glich verwenden, ist ein wasserintensiver Prozess. Der geschĂ€tzte Wasserverbrauch fĂŒr einen einzigen Mikrochip in einem Smartphone oder Laptop kann bis zu 30 Liter betragen (Quelle: e-fundresearch.com, 2022). Vor diesem Hintergrund sagte Dr. Brinkmann: „Wir von der SachsenEnergie möchten gerĂŒstet sein fĂŒr dieser enormen Herausforderungen. Wir mĂŒssen heute die Zukunft gestalten, um der wachsenden High-Tech-Industrie und den Dresdnerinnen und Dresdnern eine Perspektive und Sicherheit fĂŒr Morgen zu geben. Mit unserem neuen Flusswasserwerk fĂŒr die Industrie wollen wir Industriewachstum und neue Ansiedlungen ermöglichen, ohne dass die Trinkwasserversorgung fĂŒr die Bevölkerung beeintrĂ€chtigt wird. Das neue Industriewassersystem mit Flusswasserwerk hat eine Gesamtinvestition von ĂŒber 320 Mio. Euro und ist fĂŒr die Versorgung der wachsenden Chip-Industrie alternativlos“. Als Reaktion ertĂŒchtigt SachsenEnergie mit einem hohen finanziellen Aufwand bis 2026 die bestehenden drei Wasserwerke Hosterwitz, Tolkewitz und CoschĂŒtz und nimmt das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb. Das Unternehmen reagiert mit diesem Schritt auch auf die Neuansiedlung des taiwanesischen Chip-Herstellers TSMC, der schon im Sommer 2024 den Baustart ankĂŒndigt.

Branchenvertreter wie Frank Bösenberg (Silicon Saxony) begrĂŒĂŸten das neue Waaserbauvorhaben: „Das neue Wasserwerk der SachsenEnergie stĂ€rkt Dresden als Industriestandort. Davon profitiert auch die Halbleiterindustrie. Der nachhaltige Umgang mit Wasser hat oberste PrioritĂ€t. Deshalb setzt die Industrie seit Jahren Verfahren ein, um Wasser einzusparen oder beispielsweise durch Umkehrosmose zurĂŒckzugewinnen. Die Mikroelektronik werde das Wasser auch nicht vergeuden: „Der nachhaltige Umgang mit Wasser hat oberste PrioritĂ€t“, versicherte er. „Deshalb setzt die Industrie seit Jahren Verfahren ein, um Wasser einzusparen oder beispielsweise durch Umkehrosmose zurĂŒckzugewinnen. Der grĂ¶ĂŸte Teil des industriellen Abwassers wird so aufbereitet, dass es wiederverwendet werden kann. Eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft ist fĂŒr die Halbleiterindustrie gelebte RealitĂ€t, so der GeschĂ€ftsfĂŒhrer.“
Fazit: In Dresden sorgen die Chip-Giganten fĂŒr noch viel GesprĂ€chsstoff!


BU: Inspektion durch Oliver Schenk vom Land Sachsen am Ufer der Elbe. In der Mitte Dr. Frank Brinkmann, SachsenEnergie und OB Dirk Hilbert  © Presse Dresden

Bewerbung zur BUGA 2033 in Dresden auf einem guten Weg

Bewerbung zur BUGA 2033 in Dresden auf einem guten Weg
BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bringen letzte Impulse zur Machbarkeitsstudie ein

Von BERNHARD HECK

Dresden möchte 2033 die Bundesgartenschau ausrichten. HierfĂŒr hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die sich nun in den letzten ZĂŒgen befindet. Im September 2023 stellten Experten beim BUGA-Dialog II den gegenwĂ€rtigen Stand der Machbarkeitsstudie vor. Rund 200 BĂŒrgerinnen und BĂŒrger waren anwesend und konnten sich ausgiebig ĂŒber den Stand der Studienthematik informieren und letzte Impulse fĂŒr die Studie einbringen.

OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert: „Es freut mich sehr, wie die Dresdnerinnen und Dresdner hier dabei sind. Die Stimmung war Klasse und das bestĂ€tigt uns, auf dem richtigen Weg zu sein.“ Im Vorfeld der Finalisierung der Bewerbung sagte die Direktorin des Institutes fĂŒr Landschaftsarchitektur Dresden, Frau Professor Dr. Catrin Schmidt: „Die Idee sich, um die Bundesgartenschau zu bewerben, ist in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt und UniversitĂ€t entstanden, denn die Technische UniversitĂ€t Dresden (TU) hat einzigartige botanische Sammlungen und die TU Dresden ist auch die Ă€lteste AusbildungsstĂ€tte fĂŒr Landschaftsarchitekten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Auch hervorzuheben ist, dass Dresden eine ganz besondere Gartenbau und Gartenschautradition hat und insofern bietet Dresden wie kaum eine andere Stadt in Deutschland die Chance wirklich den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft zu spannen von Tradition zur Innovation also insofern ist das schon ein besonderes Ambiente das viel Flair verspricht“.

Die Machbarkeitsstudie wird nun im September finalisiert. Im Dezember 2023 soll der Stadtrat entscheiden, ob sich Dresden fĂŒr die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2033 bewirbt. Die Landeshauptstadt Dresden kann dann offiziell die Bewerbung bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) fĂŒr die Ausrichtung der BUGA 2033 einreichen und nach deren Zustimmung bereits in der ersten JahreshĂ€lfte 2024 den DurchfĂŒhrungsvertrag unterzeichnen. Die BĂŒrgerbeteiligung geht dann in die nĂ€chsten Runden. Es soll eine DurchfĂŒhrungsgesellschaft gegrĂŒndet werden, die sich um die konkrete Planung und die Investitionen kĂŒmmert.

Vielleicht wĂ€re deshalb die These: „Weniger ist mehr“ gerade jetzt im Vorfeld der Aussprachen angebracht. Denn Dresden wird fĂŒr die BUGA einen dreistelligen Millionenbetrag in die nachhaltige Entwicklung der GrĂŒnzĂŒge investieren mĂŒssen. Die vier Schwerpunkte im Konzept der Bewerbung sind ĂŒber die gesamte Stadt verteilt. Im Osten sind es die Galopprennbahn und die Kiessees in Leuben. Im SĂŒden geht es um den SĂŒdpark mit BismarcksĂ€ule und Volkspark RĂ€cknitz. Im Norden sind ProschhĂŒbel, Hechtpark und St.-Pauli-Friedhof im Fokus der Planer. Im Westen liegt der TrĂŒmmerberg im Ostragehege. Einer von vier in Dresden. Sie bilden eine Klammer, denn auch am ProschhĂŒbel, in Leuben und im SĂŒdpark liegen TrĂŒmmerberge als Geschichte in der Landschaft. Verbunden werden diese Bereiche durch grĂŒne Achsen mit Fuß- und Radwegen. Die Machbarkeitsstudie soll, an die an die Traditionen der Stadt anknĂŒpfen , die VerĂ€nderungsprozesse durch Zerstörung und mit der Fortentwicklung nach Norden und SĂŒden, auch rechtselbisch weiter vorantreiben.

OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert: „Eine Bundesgartenschau in Dresden bietet fĂŒr unsere Stadt die einmalige Chance, Dresden nicht nur grĂŒner, klimafreundlicher und nachhaltiger zu gestalten, sondern auch bereits begonnene Planungen zusammenzufĂŒhren. Insofern ist die BUGA ein riesiges Stadtentwicklungsprojekt, mit dem wir unsere Ideen enorm beschleunigen können. Unser Ziel ist es, Sachsen erstmalig auf der Landkarte der Bundesgartenschauen zu verorten. Deshalb sprechen wir auch mit der Landesregierung fĂŒr eine UnterstĂŒtzung des Vorhabens.“

In diesem Zusammenhang sind Gartenbau -Ausstellungen der moderne Art wie die BUGA, heute mehr als Traditionsbewusstsein Blumen anzuschauen, sondern sich zu beschĂ€ftigen mit den aktuellen Thematiken einer Großstadtentwicklung, das sollte das Ziel fĂŒr die Verfechter der Bundesgartenschau 2033 sein. Dresden plant fĂŒr die BUGA mit einem dreistelligen Millionenbetrag in die nachhaltige Entwicklung der GrĂŒnzĂŒge investieren. Nach den derzeitigen Planungen könnte die DurchfĂŒhrung 80 Millionen Euro kosten. Dem gegenĂŒber stehen so die statistischen Zahlen geplante Einnahmen von 62 Millionen Euro, ausgehend von geschĂ€tzten 2,9 Millionen Besucherinnen und Besuchern der BUGA in Dresden.

Ein wichtiger Faktor, deshalb nicht darstellbar, könnte dabei der zusĂ€tzliche wirtschaftliche Mehrwert fĂŒr die Stadt Dresden durch die Bundesgartenschau 2033 mit den zu erwarteten touristischen Mehreinnahmen sein. Bleiben wir gespannt, wie sich der Dresdner Stadtrat im Dezember 2023 entscheidet. Wir von Dresden Day& Night bleiben hautnah dran!


BU: Sehr informativ: an 16 StellwÀnden stellten die Organisatoren die Kernpunkte zur BUGA 2033 dar. © Presse Dresden (1) /www.dresden.de (2)

Infineon Konzernumsatz 2022 um 29 Prozent gesteigert und Feierstimmung im Dresdner Norden

Infineon Konzernumsatz 2022 um 29 Prozent gesteigert und Feierstimmung im Dresdner Norden

von BERNHARD HECK

AnlĂ€sslich eines Pressemeetings veranstaltet vom Dresdner Presseclub gab es durch Infineon Kommunikationsleiter Christoph Schumacher erstklassige Informationen zu der Chipherstellung un dem benötigten Aufwand fĂŒr die glitzernden Scheiben. Ein Raunen ging durch die gefĂŒllten Reihen der Journalisten als Schumacher, die Chips als SchlĂŒssel zur Lösung der Klimakrise, gefertigt hier in Dresden, nannte. Hintergrund: Infineon stĂ€rkt mit der Mega-Investition die Fertigungsbasis fĂŒr Halbleiter, die Dekarbonisierung und Digitalisierung befördern. Heutige Analog und Mixed-Signal-Komponenten kommen in Systemen zur Stromversorgung zum Einsatz, etwa in energieeffizienten LadegerĂ€ten, in kleinen Motorsteuerungen fĂŒr das Auto, in Rechenzentren und in Anwendungen im Internet der Dinge (IoT). Das Zusammenspiel von Leistungshalbleitern und Signal-Bausteinen macht besonders energieeffiziente und intelligente Systemlösungen möglich. Grund genug fĂŒr den Hightech-Giganten aus MĂŒnchen, den ehemaligen Siemensstandort im Dresdner Norden zu erweitern – fĂŒr fĂŒnf Milliarden Euro zugunsten eines gĂ€nzlich neuen Werks, das ĂŒber 1.000 neue Halbleitermechatroniker in Betrieb nehmen sollen. Bei Infineon ist der erste Spatenstich fĂŒr die »Smart Power Fab« erfolgt. Die grĂ¶ĂŸte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte ist ein weiterer Meilenstein fĂŒr das Silicon Saxony und stĂ€rkt die Spitzenstellung des sĂ€chsischen Halbleiterstandort. Entsprechend groß war das Interesse an der einmaligen Veranstaltung in Dresden.

Die neue Fabrik wird in Dresden gebaut, das seit Jahrzehnten als bedeutender Halbleiterstandort in Deutschland bekannt ist. Die Region hat eine lange Tradition in der Halbleiterproduktion und ist Heimat von fĂŒhrenden Unternehmen der Branche wie GlobalFoundries, BOSCH, NXP und Infineon. Erinnert an den Spatenstich im MĂ€rz 2023, damals sprach Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ĂŒber die Bedeutung der fĂŒnf Milliarden Investition fĂŒr die Region: „Die Ansiedlung von Infineon in Dresden ist ein wichtiger Schritt fĂŒr die Halbleiterindustrie in Sachsen und Deutschland. Die Halbleiterindustrie ist ein wichtiger Wachstumsmarkt und ein SchlĂŒsselbereich fĂŒr die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Infineon ist ein bedeutender Akteur in dieser Branche und seine PrĂ€senz in Dresden wird dazu beitragen, den Wissenschaftsstandort zu stĂ€rken und das Potenzial der Region zu fördern. Die Ansiedlung von Infineon wird auch viele positive Effekte auf die regionale Wirtschaft haben, wie die Schaffung von kreativen ArbeitsplĂ€tzen und die Förderung von Innovation und Forschung. Insgesamt ist die Ansiedlung von Infineon ein wichtiger Schritt fĂŒr die Zukunft von Dresden und Sachsen als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. ZurĂŒck zu dem Historischen Spatenstich im MĂ€rz 2023. Damals waren zahlreiche Spitzenpolitiker und Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft vor Ort, um gemeinsam mit Infineon zu feiern. EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Olaf Scholz, Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer und Dresdens OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert starteten im Beisein von Infineon-Vorstandsvorsitzenden Jochen Hanebeck symbolisch die Bauarbeiten.

Markige Worte von EU-PrĂ€sidentin von der Leyen: „In Zeiten wachsender geopolitischer Risiken ist es eine großartige Nachricht fĂŒr Europa, dass Infineon in Dresden massiv in die Produktion von Halbleitern investiert. Wir brauchen mehr solcher Projekte bei uns in Europa, weil der Bedarf an Mikrochips weiter rasant steigt. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten nehmen im Rahmen des European Chips Acts in den nĂ€chsten Jahren 43 Milliarden Euro in die Hand, um Europa im Digitalbereich stĂ€rker und widerstandsfĂ€higer zu machen“. Nach diesem RĂŒckblick und der geschickten Darstellung auf die Bedeutung des Unternehmens in Dresden fĂŒr Infineon betrat mit Frank Bösenberg, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Vereins Silicon Saxony ein weiterer Insider zum Thema Chipindsutrie locker die Runde um Bettina Klemm, die als Moderator fĂŒr den Presseclub Dresden informativ durch den gelungenen Talk fĂŒhrte. Bösenberg betonte, dass Dresden noch lange nicht das Ende der Fahnenstange bei Investitionen erreicht hĂ€tte. “ Das wird nicht die letzte Milliardeninvestition durch einen Großinvestor gewesen sein. Er bezog sich dabei auf den 10 Milliarden Deal von neuesten Inverstor TSCM aus Taiwan. Dresden so Bösenberg muss investieren in Imageverbesserung, mehr Recruiting von ArbeitskrĂ€ften und dem Wichtigsten, dem Nass, mit dem die Chips gewaschen werden. Bei Investitionen von rund „350 Millionen fĂŒr neue Wasserreserven in den Dresdner Norden wĂŒrden die Ohren der Stadtverwaltung Dresden wohl klingeln,“ fĂŒgte er dann heiter hinzu.

 

Mit der letztlich sehr nachdenklichen Zahl von wohl mehr als 50.000 fehlenden FachkrĂ€ften fĂŒr das kommende Jahrzehnt schloss sich der informative Reigen. Eines hat sich der Chronist jedoch gemerkt. In der europĂ€ischen Chipindustrie spricht man nicht mehr ĂŒber Milliarden, sondern Trillionen (eine Zahl mit 18 Nullen) an Euro-Investition! Wow das lies manchen Besucher beim Gang zum BĂŒfett ins GrĂŒbeln kommen.

Infineon:  Der Fertigungsstandort Infineon Dresden wurde 1994, damals noch als Teil von Siemens, gegrĂŒndet. Bereits jetzt werden dort rund 3.250 Mitarbeiter beschĂ€ftigt. Weltweit besitzt Infineon etwa 56.200 Mitarbeiter in mehr als 100 LĂ€ndern und zĂ€hlt mit einem Jahresumsatz von 14,2 Milliarden Euro zumindest zu den Top 20 der weltweit grĂ¶ĂŸten Chiphersteller. Im Bereich der Fertigung von Halbleiterprodukten fĂŒr den Automobilbereich war Infineon im Jahr 2020 nach UmsĂ€tzen sogar MarktfĂŒhrer.      © Infineon (3)

Amazon feierte 10 Jahre Forschung und Entwicklung in Dresden

Amazon feierte 10 Jahre Forschung und Entwicklung in Dresden

von BERNHARD HECK

Amazon engagiert sich an den Standorten auf vielfĂ€ltige Weise und setzt dafĂŒr auf die Expertise fĂŒr die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auch und besonders als Transporteur der TU als Chip-Cluster in Dresden. Das wĂŒrdigte auch Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer in seiner Ansprache: „Sie machen das, was ein Unternehmer in einem solchen Land, in einer sozialen Marktwirtschaft tut. Seine Kraft auch investieren in die Gesellschaft, in eine soziale Verantwortung, die dazu beitrĂ€gt, dass wir insgesamt als Gesellschaft stĂ€rker werden.“

In Dresden wird besonders der IT-Nachwuchs gefördert, durch Programmier-Wettbewerbe und die Weiterentwicklung von Application Delivery Controller (ADC). Zu den Funktionen eines ADC gehören in der Regel Load Balancing, Performance-Optimierung, Ausfallsicherung, Ressourcen-Auslastung eines Data Centers und die Security von Computing-Anwendungen. Normalerweise werden ADCs strategisch hinter einer Firewall und vor einem oder mehreren Anwendungsservern platziert. Damit ist das GerĂ€t ein zentraler Kontrollpunkt, der sich um die Security einer Anwendung kĂŒmmert. Außerdem bietet der ADC eine einfache Authentifizierung, Autorisierung und Buchung.

   

BU: In lockerer Runde: Christ Schlaeger, Amazon mit Urkunde von Silikon Saxony (links). MinisterprĂ€sident Michael Kretzschmer und Chris Schlaeger, Amazon mit Dresdens OB Dirk Hilbert in zweiter Reihe bei der Besichtigung der Amazon-BĂŒros (rechts, von links).

Michael Kretschmer „Sie entwickeln Technologie. Sie stĂ€rken diesen Standort. Und zwar in einem Umfeld, bei einem Thema, in einem internationalen Konzern, wo es nicht selbstverstĂ€ndlich ist, dass das Ganze in Deutschland stattfindet. Wir brauchen genau das. Das ist die Zukunft.“ Hervorgegangen war das heutige Amazon Entwicklungszentrum aus dem Betriebssystem-Entwicklungszentrum von AMD in Sachsen. Als sich der US-Prozessorhersteller aus Dresden zurĂŒckzog, wechselte der jetzige Amazon Standortleiter Chris Schlaeger 2013 mit einem Kernteam zu Amazon: Da war aus dem Internet-Anbieter fĂŒr Waren aller Art dieser lĂ€ngst zu einem Online-Riesen gewachsen. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“, sagte Amazon Standortleiter Chris Schlaeger rĂŒckblickend. Aus den wenigen Mitarbeitern wurden schnell mehr. Heute umfasst das Dresdner Team rund 100 hochqualifizierte IT-Expertinnen und Experten, die an der Zukunft von morgen forschen. Sie entwickeln fĂŒr Amazon Web Services (AWS) den Cloud-Service Amazon Elastic Compute Cloud (Amazon EC2) mit. Und es sollen noch mehr Mitarbeiter rekrutiert werden. Chris Schlaeger: „Wir freuen uns auf die kommenden Jahre, in denen wir unsere Forschung und Entwicklung in Dresden weiter vorantreiben werden. Wir investieren weiter in den Standort und suchen aktuell neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Informatik und Softwareentwicklung.“

Dirk Hilbert, OberbĂŒrgermeister der Stadt betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Amazon als festen Bestandteil der Innovation der Struktur:“ Amazon ist als Unternehmen in Dresden als fester Bestandteil der lokalen Innovationslandschaft etabliert. Dass Amazon hier heute fest verwurzelt ist, zeigt sich auch an den andauernden Investitionen in den Standort, nicht zuletzt durch das erst vor zwei Jahren eröffnete BĂŒrogebĂ€ude in der Großenhainer Straße mit der innovativen Denkschmiede ĂŒber fĂŒnf Etagen im Dresdner Stadtteil Leipziger Vorstadt“. Um das Engagement vor Ort auszuweiten, bringt sich Amazon in Dresden kĂŒnftig auch im Hightech Netzwerk Silicon Saxony ein. Silicon Saxony ist mit 482 Mitgliedern Sachsens grĂ¶ĂŸtes Cluster fĂŒr die IT- und Technologiebranche. Das Netzwerk verbindet branchenrelevante Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen und beschĂ€ftigt sich mit den technologischen Trends der Gegenwart und Zukunft.

Seit der Eröffnung des Amazon Forschungs- und Entwicklungszentrums vor zehn Jahren pflegt das Dresdner Team außerdem eine Partnerschaft mit der Technischen UniversitĂ€t (TU) Dresden und unterstĂŒtzt seit dem Wintersemester 2021/22 Deutschland Studentinnen und Studenten beim Stipendiat der TU. JĂ€hrlich erhalten jeweils zehn Studierende im Bachelor-Studiengang Informatik eine finanzielle Förderung, um ihnen den Einstieg in ein Informatikstudium zu erleichtern und damit auch den Standort Dresden als Cloud Computing zu stĂ€rken.

Das nĂ€chste Event fĂŒr technologiebegeisterte SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, findet im Oktober statt: Dann öffnet der Standort seine TĂŒren fĂŒr einen Programmier-Workshop. Bei dem Event können sich junge IT-Talente gemeinsam mit den Expertinnen und Experten beim Coding ausprobieren. Das Angebot fördert auf spielerische Weise die Bildung fĂŒr Kinder und Jugendliche im Bereich Informatik und KI-Forschung.

Erfolgreiche Titelverteidigung: Sachsen zum dritten Mal Deutscher Meister der LandschaftsgÀrtner- und GÀrtnerinnen!

Erfolgreiche Titelverteidigung: Sachsen zum dritten Mal Deutscher Meister der LandschaftsgÀrtner- und GÀrtnerinnen!

Dem Berufsstand der Garten- und Landschaftsbauer, der LandschaftsgĂ€rtner, mit seinen engen natur- und bodenverbundenen Arbeiten bietet Gelegenheiten, vielfĂ€ltige klimaschĂŒtzende Maßnahmen im gewerblichen wie privaten GrĂŒn zu demonstrieren und am Standort Dresden und seinem Umland in die Tat umzusetzen, diese Chance sollten die Verantwortlichen von Bund, Land und Kommune nutzen. Dazu sagt Axel Keul, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e.V. (VGLS): “Unser Berufsstand wird kleine und große Projekte gestalten, an denen jeder seinen eigenen realistischen Beitrag erkennt, sich erfolgreich dem Klimawandel zu stellen“. Mit gut ausgestatteten LehrrĂ€umen, die sich mit Smart-Boards, Smart-Displays und Dokumentenkameras auch fĂŒr die Zukunft gerĂŒstet zeigen“. Dies werden wir auf der BUGA Dresden 2033 der sĂ€chsischen, nationalen und internationalen Öffentlichkeit beweisen, darauf freut sich der motivierte gĂ€rtnerische Nachwuchs sowie die gesamte grĂŒne Branche, zieht Keul sein Fazit seiner Vorstelllungen“. Und die Arbeit der VGLS scheint FrĂŒchte zu bringen.

Drei Meistertitel innerhalb von vier Jahren fĂŒr Sachsen beweisen, dass Sachsens LandschaftsgĂ€rtner Weltspitze sind. Die gute Nachwuchsarbeit der VGLS Sachsen unterstrichen die Deutschen Meister 2023 der LandschaftsgĂ€rtner- und GĂ€rtnerinnen Theo KleinstĂ€uber und Anton Schimeck, beide Auszubildende im Garten- und Landschaftsbaufachbetrieb POMOSUS Gala Bau, Dresden. Mit Abstand ließen die beiden das Team aus Baden-WĂŒrttemberg auf Platz zwei und die Bronzesieger aus Nord-Rhein Westfalen hinter sich.


BU: Anton Schimeck (li) und Theo KleinstÀuber mit Teamcoach Georg Kahsnitz (Mitte). Mit schwarzen Shirt li. Phil-Elias Kornmacher, Deutscher Meister 2020 und 2022 WM-Vierter von Tallinn . Davor li. Christoph Rother und Lars Ulrich von POMOSUS Gala Bau, Dresden, sowie re. der Trainer Jens Hildebrand, ( Unternehmen Doppel-Hans Wiesenbad). Fotos: VGL Sachsen

Dresdner siegen beim Bundescup der LandschaftsgÀrtner in Mannheim

„Engagement und Investitionen in die Ausbildung zahlen sich aus. Wir freuen uns sehr ĂŒber die tolle Leistung, die unsere diesjĂ€hrigen sĂ€chsischen Teilnehmer am Bundesausscheid der LandschaftsgĂ€rtner – ausgetragen auf der BUGA in Mannheim – gezeigt haben. Herzlich gratulieren wir dem zweitplatzierten Team aus Baden-WĂŒrttemberg sowie dem aus Nordrhein-Westfalen. Teamgeist stand im Fokus und alle jungen Leute sind Sieger!“, so Axel Keul. Theo KleinstĂ€uber und Anton Schimeck, die beiden kĂŒnftigen LandschaftsgĂ€rtner aus Sachsen werden 2024 auf der Weltmeisterschaft der Berufe, den WorldSkills im französischen Lyon vertreten.

Die von einem Landschaftsarchitekten geplante Wettbewerbsaufgabe musste mit Tageszielen innerhalb von 15 Arbeitsstunden bewĂ€ltigt werden und beinhaltete den Bau einer 4 x 4 Meter großen von einem Staketenzaun begrenzten Mustergartenanlage. Hier sollten Verweilbereiche mit Sessel aus Sandstein und Cortenstahl-Auflage sowie einer Holz-Sitz- und LiegeflĂ€che zum Erholen wĂ€hrend des Besuches der Bundesgartenschau in Mannheim installiert werden. Durch einen kleinen Weg aus Mosaikpflaster mussten die Erholungsbereiche zudem von einer Nutz- und einer Naturgartenpflanzung eingerahmt werden. Von einer Fachjury geprĂŒft und streng bewertet wurde die millimetergenaue AusfĂŒhrung der baulichen Leistungen, die Einhaltung von Vorgaben im Bereich Baustellenorganisation und -sicherheit sowie die fachgerechte und standortgetreue Pflanzenanlage fĂŒr einen Nutzgartenteil mit BeerenstrĂ€uchern und Obstgehölzen sowie eines Naturgartenbereiches. Die Macher von der VGLS strahlten bei der Siegerehrung:“ Alle sind mitverantwortlich fĂŒr den dritten Deutschen Meistertitel und zeigen, dass sich persönliche, betriebliche und staatliche Investitionen in die Ausbildung Sachsens auszahlen. Jetzt geht es fĂŒr alle Beteiligten an die Vorbereitung der Weltmeisterschaft in Lyon.“

Gastmahl „Dresden is(s)t bunt“ zog Tausende an die Elbe

Gastmahl „Dresden is(s)t bunt“ zog Tausende an die Elbe

Bei sommerlichen Temperaturen und strahlenden Sonnenschein haben am Montagnachmittag mehr als tausend Dresdner Platz beim siebten Gastmahl auf der AugustusbrĂŒcke in Dresden und auf dem Schlossplatz nahe der Hofkirche am 4. September teilgenommen. Unter dem Motto „Dresden isst bunt“ feierte die Veranstaltung einen großen Erfolg. „Hiermit setzt Dresden erneut eine Zeichen in Sachen Migration und Toleranz“, freute sich Dresdens OB Dirk Hilbert. Eva Sturm, die VorstĂ€ndin der Cellex Stiftung, welche das bunte Event zusammen mit dem Mediziner Professor Gerhard Ehninger mit ins Leben gerufen hatte, stimmte in den Tenor der Gutgelaunten Initiatoren ein.

Der 65-JĂ€hrige Ehninger hat zu Beginn seiner TĂ€tigkeit in Dresden nicht nur die Stammzelltransplantation etabliert und damit in den vergangenen Jahren mehreren tausend Blutkrebs-Patienten das Leben gerettet, sondern kontinuierlich an der Entwicklung neuer Therapien gearbeitet – als Arzt ebenso wie als Forscher.

Beide schĂ€tzten die Zahl der Teilnehmer auf gut und gerne 2500 Menschen. Die Menschen zeigten sich gastfreundlich und gut gelaunt. Auf dem Schlossplatz lud eine BĂŒhne zum Verweilen ein. Besonders gelungen der Jugendchor der Semperoper mit bekannten Liedern, es wurde getanzt und gesungen. Auch Spiele konnten gespielt werden. NatĂŒrlich standen vor allem internationale Speisen aus den verschiedensten Communities im Vordergrund und der Austausch untereinander, ganz im Zeichen der Toleranz und Vielfalt. DafĂŒr war auch die „Pride Tram“ der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) mit einem eigenen Stand und auf den Gleißen am Schlossplatz vor Ort parat. – bhe

Der Verein Silicon Saxony in aller Munde

Der Verein Silicon Saxony in aller Munde

Viele User, sprechen aktuell vor dem Hintergrund der milliardenschweren Investitionen der Hightech-Unternehmen wie Bosch, Infineon, GlobalFoundries und NXP, ĂŒber den Verein Silicon Saxony in Dresden. Doch wer ist dieser Verein, der wie z.B. am 9. September 2023 in Taiwan auf der Messe in Fernost prĂ€sent ist?

Mit 440 Mitgliedern ist es das grĂ¶ĂŸte Hightech Netzwerk Sachsens und eines der einflussreichsten Mikroelektronik- und IT-Cluster Deutschlands und Europas. Als eigenfinanzierter Verein verbindet Silicon Saxony seit seiner GrĂŒndung im Jahr 2000 Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen, UniversitĂ€ten, Forschungsinstitute, öffentliche Einrichtungen sowie branchenrelevante Startups am Wirtschaftsstandort Sachsen und darĂŒber hinaus.

Im Jahr 2012 erhielt der Verein erstmals das von der European Cluster Excellence Initiative initiierte „GOLD-Label“ fĂŒr exzellentes Clustermanagement. Damit sind die Dresdner eines der ersten drei europĂ€ischen Cluster, das mit dem unabhĂ€ngigen QualitĂ€tssiegel zertifiziert wurde. Im Jahr 2019 wurde dies zum zweiten Mal die erfolgreiche Rezertifizierung bestĂ€tigt.

Dabei liegt der thematische Fokus des Clusters auf den technologischen Trends der Gegenwart und Zukunft – z.B. KĂŒnstliche Intelligenz, Robotik, Automatisierung, Internet of Things, Sensorik, Energieeffizienz, Neuromorphes bzw. Edge Computing. Als enger Kooperationspartner des Dresdner Smartsystems Hubs sowie des Leipziger Smart Infrastructure Hubs bietet Silicon Saxony seinen Mitgliedern direkten Zugang zu den Themen, Projekten und Standorten der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums. Unter dem Slogan „Projekte bieten Chance“ hilft der Verein von der Vernetzung mit anderen nationalen oder internationalen Akteuren das gemeinsame Entwickeln und Erarbeiten von Lösungen und Leistungen bis hin zur finanziellen UnterstĂŒtzung fĂŒr wegweisende Innovationen oder Innovatoren. Silicon Saxony verstĂ€rkt aus diesem Grund seit Jahren sein Engagement in diesem Bereich. Stolz auch die bisherige Bilanz, denn National und auf europĂ€ischer Ebene konnten bis heute mehr als 30 Projekte akquiriert und durchgefĂŒhrt werden.

Zahlreiche Unternehmen und Institutionen profitieren oder profitierten durch ihre Teilnahme. Das Netzwerk und die Player des Vereins bestechen, nicht nur durch tĂ€gliche Arbeit und Kontakte. Allein in den ĂŒber gelisteten 440 Mitgliederfirmen sind ĂŒber 100 BranchengrĂ¶ĂŸen zu finden aber auch Start-up Unternehmen. Allein und unter dem Buchstaben A sind 40 (!) Firmen genannt. Gerade durch die Intention passgenaue Projekte im ITK-Bereich als Cluster zu beflĂŒgeln, ist das Ziel von Silikon Saxony. Ob FachkrĂ€fte, Technologien, Nachhaltigkeit, Vernetzung, Anlaufstellen oder regionale Weiterentwicklung – in zahlreichen Bereichen werden damit sinnvolle Mehrwerte fĂŒr die Mitglieder, den Standort Dresden und die IKT-Branche generiert. Deshalb kann man nur wĂŒnschen Good Luck, Bravo und weiter so, fĂŒr den Standort Dresden!           -bhe

© www.silicon-saxony.de

Taiwanischer Chipkonzern TSMC baut Chipfabrik in Dresden

Taiwanischer Chipkonzern TSMC baut Chipfabrik in Dresden

Joint Venture mit Infineon, Bosch und NXP

Der taiwanische Chipkonzern TSMC baut zusammen mit drei Partnerunternehmen im Norden Dresdens, unweit des Chipkomplex von Bosch, eine neue Halbleiterfabrik mit einer Großinvestition von 10 Milliarden Euro. TSMC teilte am Dienstag mit, die Chipfabrik werde von einem Gemeinschaftsunternehmen mit den Partnern Bosch, Infineon und NXP errichtet, die dabei Minderheitsanteile von 10 Prozent ĂŒbernehmen werden. Insgesamt sollen mehr als zehn Milliarden Euro investiert werden, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen ErklĂ€rung mit. Der eigentliche Gewinner Dresdens, OberbĂŒrgermeister Dirk Hilbert ,gibt sich bedeckt und nĂŒchtern. Wohlwissend, dass seine Reisen nach Asien nun FrĂŒchte tragen, die er als WirtschaftsbĂŒrgermeister sĂ€hte. Der MĂŒnchner Halbleiterhersteller Infineon investiert fĂŒnf Milliarden Euro in ein neues Werk in Dresden, der Spatenstich erfolgte im Mai. Der US-Konzern Wolfspeed will im Saarland ein Werk fĂŒr umgerechnet 2,75 Milliarden Euro bauen und Autozulieferer Bosch erweitert fĂŒr drei Milliarden Euro seine Chip-Produktion in seinen Fabriken in Dresden und Reutlingen bis 2026. Dazu sagte der sĂ€chsische MinisterprĂ€sident:“ Es ist ein großer Tag fĂŒr Silicon Saxony und Sachsen, unsere jahrelangen BemĂŒhungen haben gefruchtet. Dieser Bau einer komplett neuen Halbleiterfabrik wird Europas grĂ¶ĂŸtes Mikroelektronikcluster, Silicon Saxony, und den gesamten Wirtschafts- und Technologiestandort Sachsen weiter stĂ€rken und so fĂŒr einen krĂ€ftigen Wachstumsschub sorgen“.

Die neue Fabrik im Dresdner Norden wird vor allem Chips fĂŒr die Automobilbranche herstellen. Die Fabrik entsteht gemeinsam mit Bosch, Infineon und NXP, alle drei Unternehmen sind jeweils mit zehn Prozent am Bauvorhaben beteiligt. Der Bund subventioniert die neue Fabrik mit fĂŒnf Milliarden Euro, die sich aus dem EU Chip Act speisen, mit dem die EuropĂ€ische Union die europĂ€ische Halbleiterproduktion stĂ€rken will. Fazit fĂŒr die EU-Planung ein wichtiger Schritt, fĂŒr Dresden ein wichtiger Meilenstein, denn Infrastruktur und Wohnungswesen mĂŒssen intensiviert werden und spĂŒlt zusĂ€tzlich Gelder in den „Klammen“ Dresdner StadtsĂ€ckel.     -bhe

© Bild von axonite auf Pixabay_cyber-2366904

Jetzt schlĂ€gt es 13: Die Dresdner Schlössernacht lĂ€dt zum 13. Mal zum Flanieren und Genießen ein

Jetzt schlĂ€gt es 13: Die Dresdner Schlössernacht lĂ€dt zum 13. Mal zum Flanieren und Genießen ein

Eine musikalische Sommernacht am Dresdner Elbhang
Bei der 13. Dresdner Schlössernacht geht es am 15. Juli 2023 beschwingt durch eine zauberhafte Kulturlandschaft.
Bei der Dresdner Schlössernacht vereinen sich die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg,
Schloss Eckberg, Lingnerschloss und Saloppe.zu einer riesigen Open-Air-Kulturlandschaft
und laden zum Schlendern und Genießen ein. Livemusik zum Tanzen, TrĂ€umen oder
Rocken, kulinarische Köstlichkeiten und eine feine Auswahl an lokalen Bieren und Weinen
sind nur einige Zutaten fĂŒr das beliebte Sommerevent. Auch die fantasievollen Fabelwesen,
das große mit Musik unterlegte Feuerwerk und die illuminierten Wege sorgen fĂŒr eine
zauberhafte AtmosphĂ€re. Über 250 KĂŒnstler bespielen parallel 15 BĂŒhnen und SpielstĂ€tten
und bieten in mehr als 80 Konzerten Musikgenuss von Jazz bis Rock, von Klassik bis Swing.
Dazu kann man Open Air das Tanzbein schwingen. DafĂŒr werden extra Tanzböden verlegt.
Zu vorgerĂŒckter Stunde legen DJs im Heizhaus und in der Saloppe auf. Ausdauernde
Besucher können somit vom Einlass um 17 Uhr bis zum letzten Takt am frĂŒhen Morgen elf
Stunden auf der Schlössernacht verbringen. Erstmals verwandelt sich das Areal rund um
den Teich von Schloss Albrechtberg in ein Atelier, wo man Bildenden KĂŒnstlern ĂŒber die
Schulter schauen kann. Ein besonderer Höhepunkt ist wieder die außergewöhnliche
Projektion auf der Fassade von Schloss Albrechtsberg. Flaniertickets Ă  48,50 Euro zzgl.
VVK-GebĂŒhr gibt es an vielen bekannten Vorverkaufskassen und unter: www.dresdnerschloessernacht.de.

13. Dresdner Schlössernacht
Samstag, 15.7.2023/ Einlass: 17 Uhr/ Beginn: 18 Uhr
Areal der Dresdner Elbschlösser, Bautzner Straße
info@dresdner-schloessernacht.de
www.dresdner-schloessernacht.de
Pressekontakt: Sabine Mutschke, pr@mutschke.de